Vernichtende Kritik im Verkehrsausschuss an Pflege des Netzes durch die DB AG
7.3.2007: Zugverspätungen von zwölf bis 24 Stunden im Güterverkehr beispielsweise aufgrund fehlender Ausweichstrecken seien keine Seltenheit mehr. Arthur-Iren Martini, Geschäftsführer des Netzwerk Privatbahnen, bezeichnete den Rechnungshofsbericht gar nur als "die Spitze des Eisbergs". Der Zustand des Schienennetzes ist seiner Meinung nach bedeutend schlechter als in dem vorliegenden Berichtsentwurf skizziert.
Politiker verschiedener Fraktionen fordern darauf hin eine stärkere Kontrolle des Bundes über die Deutsche Bahn AG. Nach Unionsangaben erwägen die Koalitionsfraktionen, für die parlamentarische Kontrolle der Bahn einen Unterausschuss im Bundestag einzurichten. Dass der Bund allen Einfluss aufgibt, wenn er die Bahn verkauft, haben die Koalitionsfraktionen offenbar noch nicht gemerkt. Die Grünen fordern, dass das Netz im Staatsbesitz bleiben müsse, wollen allerdings die Betreibergesellschaften verkaufen.
"Die Bahn als das umwelfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel ist ein Hebel zum Klimaschutz, den die Politik nicht aus der Hand geben darf", fordert das Bündnis Bahn für Alle". Auf eine privatisierte Bahn und die Gewinninteressen künftiger Miteigentümer habe der Bund kaum noch Einfluss. Öffentliche Gelder für den Schienenverkehr müssten auch von der öffentlichen Hand verwaltet werden, nicht von Privateigentümern.










