bündnis bahn für alle

Unsere Alternative zum Börsengang der Bahn

Bahnchef Mehdorn behauptet:

„Die Alternative zum Börsengang sind Stillstand und eine Behördenbahn..“

Bahn für Alle sagt:

„Die Alternative lautet: Bürgerbahn und Flächenbahn statt Börsenbahn und Geschwindigkeitswahn.“

In den Jahren 2005 bis 2007 wurden vor allem Varianten der Bahnprivatisierung debattiert. Nicht untersucht werden die Chancen, eine Bahn in öffentlichem Eigentum zu optimieren. Nicht untersucht wird der Erfolg der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), einer Bahn, die sich in öffentlichem Eigentum befindet und die fast optimale Ergebnisse erbringt.*

Das Alternativmodell von Bahn für Alle hat die folgenden Grundbestandteile:

  • Öffentliches Eigentum der Schieneninfrastruktur sowie im Kernbereich des Schienenverkehrs – beim integrierten Unternehmen Deutsche Bahn.
    Ziel: Die Verantwortung für die Infrastruktur wird gewahrt, Orientierung auf eine zukunftsfähige Verkehrspolitik.

  • Kombination des öffentlichen Eigentums in Form von Bundeseigentum und Ländereigentum, teilweise auch Kreiseigentum. Einfluss der Länder stärken. Mitbestimmung für Gewerkschaften, Fahrgastverbände und Umweltorganisationen.
    Ziel: Bürgernähe und demokratische Kontrolle.

  • Priorität für die Erschließung der Fläche. Ausbau (statt Abbau) des Schienennetzes. Wiedereinführung eines modernisierten InterRegio.
    Ziel: Bahn für Alle.

  • Einheitlichkeit bei Fahrplan, Tarifsystem und den Standards für Sicherheit und Service. Enge Vernetzung mit dem übrigen öffentlichen Verkehr. Preisgünstige und familienfreundliche Mobilitätskarten für ein Massenpublikum (optimierte BahnCard50 bzw. BahnCard100).
    Ziel: Eine transparente, fahrgastfreundliche Bahn.

  • Integraler Taktverkehr für das gesamte Schienennetz.
    Ziel: Hohe „Netzgeschwindigkeit” anstelle von Hochgeschwindigkeit zwischen Metropolen mit jeweils abgehängtem Umland.

  • Regionalisierungsgelder auf dem Niveau des Jahres 2005 erhalten und dynamisieren entsprechend der Inflationsrate.
    Ziel: Stärkung der Bahn dort, wo 90 Prozent der Schienenverkehre anfallen.

  • Entwicklung einer Unternehmenskultur, welche die Initiative und das Engagement der Beschäftigten fördert.
    Ziel: Aufbau der Serviceleistungen statt Personalabbau.

  • Das Management bei der DB muss kompetent sein und sich mit dem Schienenverkehr identifizieren.
    Ziel: Das Unternehmen darf nicht – wie der Fisch – vom Kopf her stinken.

* In der Schweiz fährt ein Mensch im Durchschnitt jährllich 1800 km mit der Bahn, 2,2mal mehr als ein Deutscher, obgleich die Schweiz nur ein Neuntel so groß ist. Pünktlichkeitsgrad der SBB: 95 Prozent; bei der DB: 80 Prozent. 2,5 Millionen SchweizerInnen besitzen das „Halbtaxticket“ (= BC50). Umgerechnet auf die unterschiedliche Bevölkerungszahl müssten 25 Millionen Menschen in Deutschland die BC50 besitzen. Real sind es nur 1,5 Millionen Trotz dieses „luxuriösen“ Schienenverkehrs liegt bei der SBB der staatliche Zuschuss je Verkehrsleistung bei einem Drittel des deutschen Zuschusses.

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Bahn für Alle. Bahn-Fakten Nr.1. Verantwortlich: Dr. Winfried Wolf

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