bündnis bahn für alle

1. Mai: Aktionstage gestartet

Am 1. Mai startete das Bündnis „Bahn für alle“ bundesweite Aktionstage. Den Startschuss gaben Aktive des Bündnisses in Berlin, als sie vor dem so genannten „Bahn-Tower“, der Zentrale des Konzerns, mit Trommeln und Info-Aktionen gegen den geplanten Börsengang der Bahn protestierten. Bei den Passanten und den Besuchern der 1.-Mai-Kundgebung am Brandenburger Tor, zu der die Aktivisten danach weiter zogen, kam besonders der neu aufgelegte Flyer „Dein Reiseplan“ an.

Zum Start der Aktionstage kündigte Oliver Waltenrath, Campaigner im Bündnis "Bahn für Alle", an, ab sofort alle Bundestagsabgeordneten über die Risiken und schon jetzt absehbaren negativen Folgen der Bahnprivatisierung zu informieren und erklärt: "Wir klären die Bahnbeschäftigten und Bahnkunden jetzt darüber auf, was die Koalition mit ihnen vor hat".

Auf vielen Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes sprachen sich Rednerinnen und Redner der Gewerkschaften gegen die Bahnprivatisierung aus, so etwa der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Erfurt. Während der Berliner Kundgebung sagte Annelie Buntenbach, DGB-Bundesvorstandsmitglied: "Was zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehört, darf nicht privatisiert werden, sondern hier steht die öffentliche Hand in der Pflicht, den Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Grundbedürfnisse wie Gesundheit, saubere Umwelt, nachhaltige Mobilität, eine öffentliche Verwaltung im Dienst der Menschen, sauberes Wasser, menschliche Kommunikation – das kann und darf nicht Verwertungsinteressen unterworfen werden. Deshalb lehnen wir auch die Kapitalprivatisierung der Bahn ab! Die Deutsche Bahn AG muss als integriertes Unternehmen in Staatseigentum erhalten bleiben und darf nicht zerschlagen werden!"

In Hannover demonstrierten auch zahlreiche Bahn-Beschäftigte gegen die Privatisierung ihres Unternehmens. "Wir lassen uns nicht verkaufen! Weder für dumm - noch an der Börse", lautete die Aufschrift auf ihrem Transparent. Sie warnten vor den Folgen einer Privatisierung der Bahn für Beschäftigte und Umwelt und forderten Hansen auf, gemeinsam mit dem DGB gegen einen Ausverkauf der Bahn zu kämpfen. Norbert Hansen, Vorsitzender der Gewerkschaft Transnet, sprach auf der hannoveraner Kundgebung als Hauptredner. Er hatte Anfang März als einziger Gewerkschaftsvorsitzender im DGB-Bundesvorstand den Beschluss des DGB gegen die Privatisierung der Bahn abgelehnt.

Hier geht es zur Pressemitteilung des Bündnisses "Bahn für alle" zum Start der Aktionstage am 1. Mai 2007

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