bündnis bahn für alle

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Hallo Hartmut

jetzt wissen´s also alle: bei 3,18 Millionen Euro liegt dein Salär. Das könnte professionelle Sozialneider à la Peters, Bsirske & Lafontaine auf den Plan rufen. Zum Glück wirkt es auf unseren Norbert nur wie der Blick in die andere Zu(g)kunft. Alles peanuts: Schließlich muss bedacht sein, dass du ja nicht primär für die DIE BAHN, sondern vor allem weltweit in Sachen logistic & mobility unterwegs bist. Und überhaupt: Dividiert durch 365 sind es nur 8712 Euro täglich. Echt pfiffig ist by the way deine Relativierung: „Nur ein Viertel meines Gehalts ist fix. Die restlichen drei Viertel sind vom Erfolg abhängig“. Jetzt bloß keine dummen Gedanken! Wo doch die soeben vorgestellte Jahresbilanz für 2006 – Sack sei´s gedankt – von kreativer Buchhaltung nur so trieft.

Immer gut sind deine Angriffe als beste Art der Verteidigung, hier die Behauptung, wonach die Höhe deines Gehalts „im Vorgriff auf den Börsengang“ veröffentlicht wurde. Schließlich weiß kaum jemand, welch sanften Druck Friede S. mit ihrem Imperium ausübte. Immerhin war der Klartext zu deinem Gehaltsstreifen nicht zuerst der Bilanz, sondern „Bild“ zu entnehmen.

Rückblende: dein Amtsantritt im Jahr 2000. Damals las man im „Focus“, die Bezüge des Vorstandsvorsitzenden seien „verdreifacht“ worden – auf 3 Millionen. Maßlos übertrieben sei die Zahl, hatten wir dementiert. Doch unterstellen wir mal, „Focus“ hätte damals dein 2000er Gehalt richtig wiedergegeben, dann wären deine Bezüge im abgelaufenen Jahr ja nur die Umwandlung der 2000er Bezüge von deutschen Märker in den Teuro gewesen – die vertraute gefühlte Inflation. Von einer Verdopplung seit 2000 oder gar einer Versechsfachung gegenüber dem Gehalt deines Vorgängers Johannes dem Traurigen wollen wir da nicht reden. Es ist doch wie im richtigen Leben: there are winners and losers. Der eine leidet bei dieser Art Währungsreform, der andere profitiert davon. „No surprises“ eben, wie das Schild auf deinem Schreibtisch kündet.

Dein Tom

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