bündnis bahn für alle

.

Deine Sicherheit:
Dein Risiko!

Die Bahn gehört bisher zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt. Doch wo Kontrolle und Betrieb privaten Interessen überlassen werden, kann sich das schnell ändern. Profitgier geht oft auf Kosten der Sicherheit!

Wieder zeigt das Beispiel der Bahnprivatisierung in Großbritannien, welche Folgen das haben kann. Instandhaltung und selbst notwendige Reparaturen wurden vernachlässigt, Tote waren die Folge.

Bahnfahren darf nicht zum Risiko für Leib und Leben werden!

Großbritannien hat gezeigt, dass Privatisierung lebensgefährlich sein kann. Zwischen 1994 und 1997 wurde die britische Bahn von der konservativen Regierung vollständig privatisiert. Wenig später kam es zu den ersten schweren Unfällen – allein beim Unglück von Paddington (1999) starben 31 Menschen und wurden 400 verletzt, wenig später gab es Tote in Hatfield. Das Schienennetz wurde kaum gewartet, Profit ging vor Sicherheit.

Deine Bahn.de: Nicht mit uns!

Der Bahnbetrieb der öffentlichen British Rail wurde 1994 an über 100 Unternehmen verkauft. Das gesamte Streckennetz wurde an die Firma Railtrack übertragen. Seitdem war das Unternehmen für die Sicherheit verantwortlich. Doch Instandhaltungs- und Reparaturmaßnahmen blieben aus. Selbst marode und gefährliche Strecken wurden nicht gesichert. So kam es zu den ersten schweren Unfällen. Die Ziele der Regierung waren dabei so vollmundig wie heute in Deutschland:

  • Besserer Kundendienst, doch Service und Sicherheit gingen zurück. Es gab zahlreiche Tote und Hunderte von Verletzten. Railtrack wurden nach den Unfällen bei mehr als 80 Strecken der schlechte Zustand nachgewiesen.
  • Größere Effizienz der Bahn, stattdessen musste der Staat seine Finanzhilfen stark erhöhen.

Erst nach fast 100 Toten gab die Regierung "große Probleme im Sicherheitsbereich" zu. Die Opfer von Hatfield, Paddington und anderen Orten in Großbritannien belegen den Anstieg der Sicherheitsmängel im britischen Schienenverkehr durch Privatisierung. Erst spät konnte die Regierung zum Handeln gezwungen werden.

Die Privatisierung des Streckennetzes wurde rückgängig gemacht!

Quelle: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien (Hg.) 2001: Endstation Trennung. Ein Memorandum der AK und der GdE zur Trennungsdiskussion bei den ÖBB, Wien.

Quelle: Allianz pro Schiene (Hg.) 2006: Mit Sicherheit Bahn. Warum man mit der Eisenbahn am sichersten fährt, Berlin.

Artikel versenden · drucken