Hartmut Mehdorn und die Deutsche Bahn AG
Führt Hartmut Mehdorn als Vorstandsvorsitzender der DB AG nur den Willen des Eigentümers, der Bundesrepublik Deutschland, aus, oder ist er selbst die treibende Kraft? Ist er ein guter Chef der Bahn und hat den Bahnbetrieb vorangebracht?
Hier ist Platz für Deine Meinung, für Kommentare und Einschätzungen - aber nicht für Schmähungen oder persönliche Beleidigungen.
Noch besser, der Mann muss entlassen werden, bevor er die Bahn als Bahn gegen die Wand fährt. Aber schlimmer noch ist der anhängliche Bundes- Verkehrsminister, der sich zum Schaden Deutschlands und der Bahn zu Hartmut Mehdorns gefügigegen Pudel machen lässt. Nein, auch der gesamte "Aufsichtsrat" als Konglemeration der Ahnungslosen und Lobbyisten gehört zurück zu ihren eigentlichen Unternehmen zurückgesetzt, dort dürfen sie sich dann austoben. Vielleicht gibt es für Herrn Mehdorn zum Austoben eine Zigarretten- Fabrik, da darf er dann als Vorstandschef nach Herzenslust sanieren, was das Zeug hält. Es wird allerhöchste Zeit für unsere Bundeskanzlerin, die Faust, soweit vorhanden, auf den Edelholztisch nicht zu legen, ja, zum prügeln zu hauen. Und wo sind denn nur die Grünen ? Klar, die fahren inzwischen auch ihr grosses Auto, und dem Autofahrer ist die Bahn als Bahn schnurz piepe. Aber weiter so, wir kriegen die Bahn schon mit tatkräftiger Hilfe von Heuschrecken und Herrn Wiesheu kaputt. Der Bahnpeter
Vielleicht sollte unser lieber Bahnchef Hartmut Jähzorn mal eine Ausbildung bei Märklin in Göppingen, Piko in Sonneberg oder Fleischmann in Nürnberg machen... Beim Modellbahnspielen lernt man schon den ein oder anderen Zusammenhang! Die DB Schenker Schienengüterverkehr fährt mittlerweile zu Dumpingpreisen bei einzelnen Kunden - Hauptsache den anderen die Arbeit wegnehmen. Da werden Holzzüge zur Hälfte des Preises der Konkurrenz angeboten, hinter heisst es, "bis auf weiteres können wir ihnen keine geeigneten Wagen stellen" Da werden Montangüter zu einem Drittel der eigentlichen Kosten gefahren, ja wo soll das Geld denn herkommen? Man hackt auf den Beschäftigten rum, schikaniert diese und baut immer mehr Gleise ab. Der Verkehrskollaps auf der Schiene ist lange erreicht! Sündhaft teure Neubaustrecken oder irgendwelches Magnetschwebebahngedöns ist nur zur Tarnung in der Öffentlichkeit. Und das Projekt 1.000 neue Lokführer - Mit sofortiger Wirkung gestoppt!
Ja, ganz eindeutig: Mehdorn muss weg! Aber er ist nicht das einzige Problem. Die Bahnprivatisierung ist letztlich der Ausdruck einer totalitären Liberalisierung der Gesellschaft. Mit dem Mythos Globalisierung versuchen die Privatisierungsfetischisten noch jeden solidarischen Politikansatz zu ersticken. Auch in der SPD war das lange Zeit so. Jedoch, seit bekannt wurde, dass Verkehrsminister Tiefensee und Finanzminister Steinbrück an der Partei vorbei Privatisierungspläne für Bahn durchsetzen wollen, wächst die Empörung auch in der SPD. Nach Hermann Scheer, Peter Conradi u.a. meldet sich jetzt die Parteibasis. Vielleicht ein ermutigendes Zeichen dafür, dass der Lack ab ist beim neoliberalen Mainstream.
Wenn Mehdorn so weitermacht, bekommen wir bald amerikanische Verhältnisse mit der Bahn (nur noch Güterzüge und ein paar ICE's, sonst nichts mehr). Leider schreiben wir nicht mehr 1950, wo es noch billiges Öl gab die Menge fürs eigene Auto, sondern bald 2010, und der Ölpreis steht bei über 100 Dollar (+/-). Entweder "die Politik" stoppt den Kerl, oder wir alle müssen es ausbaden. Deswegen kann es nur eines geben: protestieren bis die Schwarte knackt, überall, bei allen Regierungsstellen, Abgeordneten, sonstigen Mandatsträgern. Mehdorn ist offensichtlich unfähig, die Bahn so auszubauen, wie sie unter aktuellen Randbedingungen gestaltet werden müsste, deshalb muss er abberufen und durch einen Manager mit Weitblick ersetzt werden. Und seine ganzen Helfershelfer mit dazu. Wissen über die Politiker?! Ha, das hat der Frau Hohlmeier auch nichts genutzt!
Mehdorn war vor über 30 Jahren bei MBB in München unbeliebt. Anschließend hat er es geschafft eine Tradition wie Heidelberg Druckmaschinen fast in den Ruin zu managen. Warum sollte das bei der Bahn anders sein. Anscheinend macht sich niemand die Mühe den Lebenslauf eines Konzernchefs zu lesen. Caroline Kokawke
Herr Mehdorn ist doch nur die Spitze einer verkorksten Bahnprivatisierung. Dahinter stecken doch unfähige Verkehrspolitiker und Lobbyisten. Lassen sich feiern, wenn ein Zug nach China fährt und tauchen ab, wenn es um die Bedienung in der Fläche geht. Für sowas ist natürlich kein Geld da. Was im Lebensmittelbereich das Gammelfleisch ist, so gibt es viele Bahnhöfe/Strecken, die nur noch die Bezeichnung Gammelbahn verdienen. Dafür wird die Kohle aber nur so rausgejagt, wenn es um Zukäufe im Ausland geht. Anstatt bei uns im Lande Qualität anzubieten, wartet man in mit Graffiti aufgepimten und vernagelten Bahnhöfen auf den nächsten verspäteten Zug... Gut zu wissen, dass gerade in diesem Moment ein "paar" Millionen in London, Dänmark usw. investiert werden. Diese Investitionen auch noch als überlebenswichtig für die DBAG darzustellen, finde ich absolut dreist! Eins muss man Hartmut aber lassen: Er würde den zuständigen Politikern auch eine Bahntrasse auf dem Mars von Krater A nach Krater B als DIE zukunftsweisende Investition verkaufen!
Schuld an der heutigen Situation und auch daran dass Herr Mehdorn sich so benehmen kann sind doch all die Politiker die seit Anfang der 1990er Jahre diese Art der Bahnreform voran getrieben haben, statt sich um den Erhalt und den Ausbau des Massenverkehrsmittels Bahn zu kümmern wurde und wird Volksvermögen verschleudert. Mehdorn macht doch nur das was seine Auftraggeber in der Bundesregierung wollen. Als jemand, der für einen großen Konzern als mittelmäßig bezahlter Angestellter arbeitet wundert mich übrigens der Umgangston überhaupt nicht, das ist bei den meisten Managern heutzutage üblich, da ist nichts mit Demokratie, das ist blanke Diktatur; perfide Schikanen, Psychoterror sind inzwischen leider normal. Als Mitarbeiter oder auch Auftraggeber hat man nur die Wahl es zu ertragen oder sich eine andere Stelle zu suchen und auch das ist leider wahr: viele machen mit beim üblen Spiel und terrorisieren andere.
H-M schrieb: "Wenn Mehdorn so weitermacht, bekommen wir bald amerikanische Verhältnisse mit der Bahn (nur noch Güterzüge und ein paar ICE's, sonst nichts mehr). Denn Regionalverkehr wird es weiter geben, da für diesen nicht die Bahn, sondern Länder, Kreise und Verkehrsverbünde verantwortlich sind und diesen bestellen. Auch in den USA gibt es immer mehr Nahverkehr auf Eisenbahnscheien. Schon immer in Boston (MBTA), New York/Connecticut (Metro North), New Jersey (NJ Transit), Philadelphia (SEPTA), Washington (MARC, VRE), Baltimore (MARC), Chicago (METRA), Frisco (CALTrain). Hinzu kamen seit 1989 u. a. Miami(TRIrail), L.A. (Metrolink), San Diego (Coaster), San José (ALtamount), Seattle (Sound Transit). Die Gefahr ist, um mehr Platz für Güterzüge zu schaffen, könnte Mehdorn anweisen, weniger ICE-Züge zu fahren, damnn müssten die Länder RE als Ersatz bestellen, das ginge zu Lasten der Regionalbahnzüge. Auch könnte das Netz Steine in den Weg legen, was es ja schon tut. Deshalb sollte der Aufsichtsrat (der entscheidet, nicht Fraktionsvorsitzende) Mehdorn abberufen. Nur ist das dann Quark, wenn sich nicht doie polit. Vorgaben ändern. Die Holding muss weg. Die Bahn getrennt werden in Passenger, Schenker und Net, wobei - wie SBB Cargo - auch Schenker Logistik verkauft werden könnte, um bessere Fahrpläne zu finanzieren.
Manfred Kurt Vormelker aus dem Büro der PDS-Abgeordneten Menzner plädiert hier für eine Zerschlagung der DB AG! Er analysiert richtig, folgert aber falsch.
Mehdorn muss weg. Es braucht politische Vorgaben. Es braucht einen Bahnchef, der was von Bahn versteht, von Kunden und von Verkehr, von politischen Zielen. Und dann muss in einem Konzern, einem öffentlichen Konzern, koordiniert werden: Personenfernverkehr, Personennahverkehr; und auch Güterverkehr, nah und fern. Heute sind Personenfern- und -nahverkehr oft nicht gut vertaktet. Schlecht. Weder dürfen Güter die Menschen von der Schiene drängen, noch dürften die Güter auf die Straße gedrängt werden.
Dazu braucht es Koordination und Absprache. Das geht besser in einem KOnzern als in Teilunternehmen. Trennung macht nur Sinn, wenn es um einen Wettbewerb mit gleichen Chancen geht. Aber wir reden hier von Bahn in öffentlicher Hand - da ist der neoliberale Wettbewerbsmurks Unsinn, Genosse Vormelker!
Außerdem sollten wir hier über Mehdorn diskutieren, nicht über die Ideen von Frau Menzner, die in ihrer Fraktion dafür kaum eine Mehrheit findet.
Solange der Transnet-Vorsitzende Hansen mit Mehdorn unter einer Bettdecke kuschelt, trauen sich die feigen Verkehrspolitiker aller Fraktionen nicht, endlich den für die Bahn vollkommen unfähigen Mehdorn zu verjagen und in die Wüste zu schicken.
Schickt den möchte gern Manager Mehdorn auf den Mond, da kann er vielleicht keinen Unsinn mehr anstellen. Der Mann hat überhaupt keine Ahnung vom Bahnbetrieb, denn Verspätungen die gibt es laut Mehdorn nicht und überhaupt jetzt haben wir doch die beste Bahn aller Zeiten. So schön vergammelt, unpünktlich , Reparaturen braucht man keine mehr durchzuführen, kostet ja soviel Geld und gefährdet den Börsengang. Weg mit Mehdorn!!!
Mehdorn erledigt Schröders Auftrag. Der lautete, bring die Bahn an die Börse. Das versucht er, doch es wird nicht gelingen. Die BahnretterInnen werden siegen und die Bahn bleibt zu 100 % im Eigentum des Bundes. Das ist Volkes Wille (70 %). Kurt Beck wird sein gegebenes Wort einhalten, denn sonst würde er weiter mit seiner SPD an politischem Boden verlieren. Beck hat den Parteitagsdelegierten zugesagt, entweder Bahnprivatisierung per Volksaktie oder ein Parteitag wird über die weitere Zukunft der Bahn entscheiden. Norbert Hansen ist das eigentliche Problem! Er müss te im Sinne der Beschäftigten handeln und die Bahn vor einem wie auch immer gearteten Börsengang bewahren. Hansen hätte die Macht dazu, weil der verkehrspolitische Sprecher der SPD Beckmeyer versprochen hat, dass die SPD nichts tut, ohne den grünen Haken der TRANSNET. Hansen nutzt dies nicht, obwohl Plan B (Bahn bleibt zu 100 % im Bundesbesitz) vom Gewerkschaftsbeirat der TRANSNET und vom Hauptvorstand der GDBA am 13.11.07 beschlossen wurde. Fazit: Hansen und Hommel (GDBA) missachten die aktuelle Beschlußlage. Das wird zumindest für Hansen auf dem nächsten Gewerkschaftstag Folgen haben. Die Unzufriedenheit ist riesengroß und äußert sich leider in einem rasanten Mitgliederverlust. Das schadet wiederum der Gewerkschaftsbewegung in Deutschland. Doch ich frage mich, wer soll uns denn vor Dumpinglöhnen und sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen schützen, wenn nicht unsere Gewerkschaften, die wieder richtig stark und glaubwürdig werden müssen?
Herr Mehdorn ist einer der schlimmsten ... in der Nachkriegsgeschichte. Ich als Eisenbahner leide täglich an seiner verrückten "kastrierten" Bahn. Er sollte schleunigst seinen Platz räumen und in Rente gehen ehe der Schaden noch größer wird. Nur Eisenbahner, welche auch die Eisenbahn verstehen dürfen in den Vorstand.
Ich (z.Z. arbeitslos - Hartzer wg. Hungerlohn zuvor [5EUR/Std als Programmierer]) sehe das ganz pragmatisch: 1. In England gab es viele Tote durch Zugunglücke nach Privatisierung - Im Rahmen von Privatunternehmen ist "customer service" gleich "call center" 2. Für mich (und viele andere) ist der ICE faktisch ein Zug für Reiche - nicht benutzbar. Die alternativen sind weniger und weg. 3. "Das Land" soll Auto fahren (igitt!), bringt ja keinen Großprofit - wie komme ich im Fall des Falles nach Hintertupfingen? 4. Vor einigen Jahren, als ich noch weniger Skrupel gegen Flugreisen hatte, kostete schon die einfache DB-Fahrt von Frankfurt nach Dortmund in etwa 1/12-tel des 2x8000km langen Fluges (2x8000km/12 = 1333km) - und Fluggesellschaften sind ein profitables Geschäft! - Bahn nur für die neue Oberschicht der 2-Klassen Gesellschaft bezahlbar. 5. Wenn ich mit der S-Bahn in die Innenstadt fahre sehe ich haufenweise stillgelegte Firmengleise - die aktuelle Bahnpolitik schert sich einen Dreck um Umwelt. Brummis verpesten - lokal wie international.
@Transnetter. Es kann nicht sein, dass ein Monopolanbieter (80 Prozent Marktanteil) darüber bestimmt, wer auf dem bundeseigenen Schienennetz fährt. Solange Netz und Betrieb nicht getrennt sind, gibt es Wettbewerbsverzerrungen, weil die Bahn und ihr Chef Mehdorn immer wieder dritte Anbieter diskrimnieren. Dazu nur Beispiele: Auf dem rechnerisch getrennten Schienennetz der DB betrug der Zuwachs in den letzten zehn Jahren im Güterverkehr 20 Prozent. In England, wo das staatliche Netz und Betrieb komplett getrennt sind, waren es plus 60 Prozent. In Frankreich, wo die Bahn integriert ist, ging der Schienengüteranteil um 38 Prozent zurück. Natürlich bin ich für einen Wettbewerb durch den zusätzlichen Einsatz anderer Bahnen (privat wie staatlich) wenn dadurch mehr Güter von der Straße auf die ökologisch bessere Schiene verlagert wird. Dies will Mehdorn jedoch um jeden Preis verhindern. Er wiil kein unabhängiges öffentliches Netz, mit einer starken öffentlichen Bahn die von anderen Bahnen ergänzt wird. Er weiß schon warum!
@Manfred: Deine Wettbewebs-Position finde ich absurd, besonders für einen Politiker der Linkspartei. Die Bahn ist im Wettbewerb - mit dem Autoverkehr, dem Flugverkehr etc. Du kannst doch nicht ernsthaft behaupten, der Zuwachs in den anderen Ländern beruhe auf Wettbewerb? Oder meinst Du Wettbewerb um möglichst niedrige Löhne?
Eine Bahn in öffentlicher Hand kann und muss ein gutes, attraktives Angebot schaffen, ohne dabei Profite zu scheffeln. Sie braucht keinen Wettbewerber, also auch keine Trennung. Eine Trennung der öffentlichen Bahnen wäre unsinniger Effizienzverlus.
Was Du forderst ist Trennung und Privatisierung des Betriebs. Ist das die Position der Linkspartei, der Fraktion die Linken im Bundestag, der Abgeordneten Menzner?
Lieber Genosse Vormelker, bin bei ver.di und Genosse der anderen Partei. Was Du hier darstellst, ist verkürzt. Das beste Bahnsystem der Welt ist das Schweizerische Bahnsystem und ist von integrierten Bahnen geprägt! Das Prinzip dort heißt Kooperation und zumeist öffentliches Eigentum und nicht so sehr Wettbewerb und Privatisierung. Insgesamt haben die schweizerischen Bahnen etwa einen doppelt so hohen Verkehrsanteil wie die Bahnen in Deutschland. Deine Zahlen über Großbritannien verschweigen, dass der Verkehrsmarktanteil der Schiene dort weiterhin sogar noch weitaus niedriger als in Deutschland liegt. Das Wachstum für die Schiene ist in GB insb. auf eine höhere Mineralölsteuer für Lkw, ein höheres Wirtschaftswachstum, Zunahme Teilzeit und die Verkehrsprobleme in London zurückzuführen. In Frankreich gibt es ein System, das zwischen Trennung und Integration liegt. Aus Deinen Argumenten könnte man den Eindruck gewinnen, dass Du weniger ein Problem mit der Privatisierung, sondern mit einem zu großen Akteur auf der Schiene hast. Das kommt nahe an die ordo-liberale Vorstellung, dass der Staat am Besten einfach nur für Wettbewerb sorgt (vgl. Aussagen der FDP...). Nur - die Bahn ist kapitalintensiv und für das Marktmodell deshalb schon von der Struktur her nicht geeignet. Ich gebe dem TRANSNET-Kollegen Trans-Nett-er deshalb vollkommen Recht! Ich werbe bei Dir als Vertreter der LINKEN für die inhaltliche Plattform von Bahn für Alle: Keine Privatisierung der DB AG! Keine Zerschlagung! Für einen besseren Schienenverkehr! Es geht jetzt um die Wurst, die Bahnprivatisierung zu stoppen!
Hartmut Mehdorn ist nicht länger der unsympathischste Deutsche. Im VIEW-Ranking wurde er nun Klaus Zumwinkel abgelöst. Das Ranking, das die Zeitschrift View seit Oktober vergangenen Jahres erstellen lässt, basiert auf den 20 meistgenannten Deutschen bei der Nachrichtenagentur DPA. Bisher war Bahnchef Hartmut Mehdorn stets am Ende der Skala und damit der unsympathischste Deutsche. http://www.stern.de/politik/deutschland/604129.html?nv=ct_mt Vom 30. November 2007: Bahnchef Hartmut Mehdorn ist derzeit der unsympathischste Deutsche. Im VIEW-Ranking jener Deutschen, die im Jahr 2007 die Schlagzeilen bestimmt haben, erreichte er den letzten Platz. Parallel zum Sympathiewert hat VIEW auch gefragt, wie gut die 20 Personen im Ranking ihren Job machen. Auch hier erreicht Hartmut Mehdorn das schlechteste Ergebnis. Das VIEW-Ranking basiert auf den 20 im Jahr 2007 meistgenannten Deutschen im Basisdienst der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Vermischtes. Zu diesen 20 Deutschen hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 504 repräsentativ ausgewählte Personen für VIEW befragt. http://www.stern.de/politik/deutschland/604129.html?nv=ct_mt
Ich finde es am schlimmsten, dass Mehdorn etliche Ja-Sager um sich herum versammelt hat. Der komplette Vorstand und der Aufsichtsrat tanzt nach seiner Pfeife. Das wurde bei den GDL-Streiks sehr deutlich.
Es ist leider bei der Bahn so, die Manager als Vorstand zubeschäftigen, die andere Unternehmen in den Sand gesetzt haben. Herr Dürr und AEG, Herr Ludewig und die Treuhand und als Abschluss Herr Mehdorn die Druckmaschinen AG. Es scheint nicht mehr in Deutschland das Fachwissen für die Leitung eines Unternehmens von Wichtigkeit zusein, sondern das passende Parteibuch. Traurig aber Wahr.
1. Die Bahn befindet sich bereits in rasanter Fahrt auf dem Stumpfgleis; der Prellbock ist nur noch nicht erreicht. Ist er erreicht, stürzt sie die Böschung hinab. Das anschließend notwendige Aufräumen wird wegen des nicht vorhandenen politischen Willens sehr schwierig werden. Selbstverständlich muß der dafür verantwortliche Weichensteller Mehdorn entlassen werden! 2. Wer stimmte nicht freudig einer Bahn in öffentlicher Hand zu, wenn, ja wenn ein allgemeiner politischer Konsenz, fachkompetente Führungskräfte und eine gesicherte finanzielle Grundlage vorhanden wäre? Doch gerade dem ist nicht so. Wenn es gelingt, das Netz als erstem Schritt kompromißlos in öffentlicher Verwaltung zu erhalten, wäre schon viel gewonnen. Danach sehe man weiter!
Mehdorn ist nur eine Galions- und Hass-Identifikationsfigur, die die ganze Kritik und Abneigung der Bahnprivatisierung auf sich zieht. Dafür lässt er sich bezahlen, dafür bezahlen ihn die Regierungs-Täter, die ihn vorschieben. Ohne das hinter ihm stehende Regime könnte er sich keinen Tag länger halten. Von einer Regierung, die das „Volkswohl“ im Auge hat, kann man schon lange nicht mehr reden, darum Regime. Ich denke, dass das Problem sehr viel tiefer sitzt und mitten ins faule Mark des finanzmarktgesteuerten Kapitalismus aktueller Prägung trifft. Dieser Kapitalismus wurde tief in die Hirne der Menschen eingelassen und dort über systematische Gehirnwäsche in den letzten 30 Jahren - als "Wettbewerb" getarnt - propagandistisch verankert. In diesen Zeitrahmen fällt die marktradikale Gleichschaltung der EU und die Zerstörung der parlamentarischen Demokratie - von einer Repräsentation des Willens der Bevölkerung kann nicht die Rede sein. Die politischen Parteien, das politische System und seine Institutionen wurden von charakterlich ungeeignetem Personal, Lobbyisten und marktradikalen Ideologen etc. gekapert. Die Exikutoren der neoliberalen Revolution - Regime, Konzernwirtschaft, Medienindustrie und die “Weisen“ der herrschenden Ökonomieinterpretation - sind Gemeinschaftstäter wider die sozialstaatlich verfasste Demokratie. Die Zerstörung der Bahn ist daher m. E. nur ein Teilprojekt der Deutschland/ Europa beherrschenden Plutokraten und ihrer „Wahl“-Oligarchen.
Ich habe Hartmut Mehdorn vor anderthalb Wochen bei einer Festansprache in Dresden gesehen und war durchaus beeindruckt. Auch wenn ich mit ihm nicht in allen Punkten völlig d'Accord gehe, denke ich schon, dass er den Job gar nicht so schlecht macht. Jemand mit seinem Durchsetzungsvermögen und Pelz ist im Grunde genau der richtige für diesen Posten. Schließlich fährt die Hälfte der Bevölkerung Bahn. Von daher weiß auch die Hälfte der Bevölkerung, wie man die Bahn managt. Es ist wie beim Fußball: Viele Freizeit-Fans denken, sie seien der bessere Trainer. Und vor lauter Durcheinandergeredet verlieren wir eine sachliche Debatte völlig aus dem Blick.
Viele Grüße aus Dresden PeterWho is BigBug21? BigBug21 hat in Wikipedia alle kritischen Einträge aus dem Eintrag über Hartmut Mehdorn entfernt. Who pays BigBug21?
Hättest du dir die Mühe gemacht, einmal in die Versionsgeschichte des Artikels zu gucken, würdest du sehen, dass ich durchaus auch "kritische Würdigungen" eingefügt habe. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie manche Weltbilder hier gestrickt sind.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
@transnetter (wäre schön mal deinen Arbeitgeber und Namen zu verraten, statt sich hinter einem Anonym zu verstecken) und @Armin. Ja ernsthaft, der Verkehrszuwachs in GB hat was mit Wettbewerb zu tun. Und Gregor Gysi hat auch bekannt, dass die LINKE nicht gegen Wettbewerb ist. Allersdings nicht zu Dumpinglöhnen, wie es derzeit Mehdorn durch dubiose Neugründungen versucht. Ich will nicht die Privatisierung, aber die Trennung von Netz und Betrieb, weil der Monopolanbieter bestimmen darf, wer auf dem BundesSchienennetz zu fahren hat und lustig los diskriminiert. Wettbewerb, den haben wir auf EU-Ebene längst. Insofern habe ich Probleme mit dem größen Monopol (Zerschlagt Monopole!). Zu den größten Wettbewerbern der DB zählt die gelobte SBB die SBB Cargo privatisiert (80 % des dt. Güterverkehrs macht die DB AG, 16 % die SBB, den Rest die anderen Anbieter (also eine Marginale!) Klar nä, dass die SBB die beste Bahn der Welt ist (eine AG, getrennt in Cargo, Personenverkehr und Infrastruktur), die als einzige Bahn ernsthaft Hartmut Mehdorns Gütergeschäft das Leben schwer macht. Und wie soll das gehen, ein gutes Angebot zu machen ohne mögliche Profite? Wenn die Bahn marktfähige Angebote macht, verdient sie zwangsläufig auch Geld. Es ist nur die Frage, wohin die Gewinne fließen - ins Netz nicht. Wozu dann Integration? Ich teile die Plattform von Bahn für alle, bis auf, dass eine bessere Bahn nur durch komplette Trennung ihrer Bereiche geschaffen werden kann. Was integrierte Bahn heißt, erlebe ich jeden Tag. Mir reicht es mit Mehdorns integrierter Bahn und er selbst auch!
(Teil 1 von 2)
Hallo Manfred, zwei Punkte habe ich an deinem Text nicht verstanden:
- Du schreibst, du möchtest "nicht die Privatisierung, aber die Trennung von Netz und Betrieb, weil der Monopolanbieter bestimmen darf, wer auf dem BundesSchienennetz zu fahren hat und lustig los diskriminiert."
Als Student im Eisenbahnbereich finde ich diese Aussage sehr interessant. Man mag viel über die Bahn lästern, aber sind dir in letzter Zeit Fälle von Diskriminierung bekannt geworden? Ich meine nicht das Meckern von Privatbahnen, sondern konkrete Fälle, die zu einem Eingriff der Wettbewerbsbehörden oder zu einer erfolgreichen Klage vor Gericht geführt haben?
Teil 2/2:
- Du schreibst "80 % des dt. Güterverkehrs macht die DB AG, 16 % die SBB, den Rest die anderen Anbieter". Diese Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich mich recht entsinne, lag die Zahl der Anbieter im deutschen Schienengüterverkehr (ohne Werkbahnen) Mitte letzten Jahres bei rund 220. Laut Wettbewerbsbericht der DB von 2007, Seite 8 f., hatte das Unternehmen im Schienengüterverkehr 2006 einen Marktanteil in Deutschland von 83,6 Prozent, wobei ein klarer Abwärtstrend erkennbar war (2002: noch 95,2 Prozent) und die privaten Mitbewerber mit 28 Prozent deutlich stärker wuschsen als die DB im Güterverkehr (9,5 Prozent). Während das von dir angegebene Verhältnis DB:Rest mit 80:20 hinzukommen scheint, finde ich keine Informationen über eine derartige Dominanz der SBB. Vor allem macht mich deine Aussage stutzig, da die SBB im Wesentlichen nur Korridorverkehr durch Deutschland fährt. Kannst du mir sagen, woher der Marktanteil der SBB am Schienen-Güterverkehr in Deutschland von 16 Prozent stammt?
Peter
Hallo Bigbug21. Wir sitzen oft mit Vertetern von Privatbahnen, oder Verkehrsorganisationen zusammen oder telefonieren mitainander. Aus diesem Kreis stammen die Informationen. Da diese Gespräche vertraulich sind, kann ich verstanändlicherwise nicht mehr dazu öffentlich sagen. Auch die SBB-Zahlen stammena aus dieser Quelle. Warum diese noch nicht offiziell sind, ist eigentlich nachvollziehbar. Es will keiner so genau wissen! Im Rheintal beträgt der SBB-Kuchen 54 Prozent, keinesfalls nur Transitverkehr. Deshalb solltest du mal nach Berlin fahren und dir morgendliche SBB-Lokvielfalt auf den einzelnen Güterbahnhöfen genießen. Da werden dir Größenordnungen deutlich. Aber die SBB ist schon eine tolle Bahn, dass die der DB soviel Marktanteile abjagen können. Deshalb will Mehdorn die SBB kaufen, um dem Spuk ein Ende zu machen. Oder die SNCF, weil sie den Deutschen grollt, wegen des GB-Coups die EWS aufzukaufen und mit den SBB könnten sie Mehdorn zeigen, wo der Frosch seine Bein hat.
Hallo Manfred,
herzlichen Dank für deine prompte Antwort. Dass so manche Privatbahnen nicht mit den ihnen zugeteilten Trassen und der Möglichkeit, darüber hinaus gehende Infrastruktur zu nutzen, nicht zufrieden sind, habe ich auch schon in verschiedenen Vorträgen und Gesprächen erfahren. Dennoch ist die bloße Unzufriedenheit nicht gleichzusetzen mit einer (gar systematischen) Diskriminierung. Ich beobachte die Entwicklungen weiter, aber so lange niemand konkret erfolgreich klagt bzw. die Wettbewerbsbehörden eingreifen, sehe ich keine nachvollziehbaren Grund anzunehmen, dass der Netzzugang in Deutschland wesentlich beschränkt sei.
Was die SBB angeht, bleibe ich skeptisch. Sie gehören sicher zu den großen Güterbahnen in Deutschland, gerade auf der Nord-Süd-Achse liegt ihr Anteil sicher bei 50 Prozent. Aber dass vier Fünftel des Privatbahn-Güterverkehrs in Deutschland auf das Konto der SBB gehen sollen, scheint mir doch etwas arg hoch. Hier in Dresden habe ich beispielsweise zwar jede Menge Privatgüterbahnen gesehen, sehr selten aber eine SBB-Lok.
Die SBB dürfte im Übrigen ebenso unverkäuflich sein wie die SNCF. Beide Unternehmen bzw. Staatsbahnen sind doch vollständig in öffentlichem Besitz und offenbar unverkäuflich.
Viele Grüße
Peter
Moderierende Ermahnung:
Dies ist eine sehr lebendige und vielfältige Diskussion - und soll es bleiben. Sie steht unter der Überschrift Hartmut Mehdorn und die Deutsche Bahn AG; es soll also vorrangig um das Handeln vom Mehdorn und seine Rolle gehen, nicht um Wettbewerbsmodelle. Dafür können wir gerne (erneut) eine andere Diskussion eröffnen.
Für die Lebendigkeit und Vielfalt kann es abträglich sein, wenn nur noch zwei Diskutanten miteinander reden - und sich dabei vom Thema fortbewegen. Bitte beachtet die Netiquette!
Hallo Bigbug. Die SBB CFF FFS ist eine Aktiengesellschaft und auch ähnlich wie die DB AG aufgeteilt. SBB Cargo steht ja schon zum Verkauf an (siehe weiter oben). Und wenn Bahnen oder Staatsbahnen im vollständigen öffentlichen Besitz unverkäuflich wären, dann müssten wir um die Privatisierung der DB AG keine Diskussionen führen. Auch die Post war mal in vollständigen Staatsbesitz, die Telekom, die Bewag (heute Vattenvall), die Gasag, Berliner Sparkasse, Lufthansa, transpressverlag, HO (komplett zerschlagen), EKO Stahl, Robotron, OHE, HLB, Regentalbahn, KPM Berlin, Aral (Gelsenberg AG), Saarbergwerke. Vieles wurde besser, vieles aber auch schlechter!
Hallo Manfred und bigbug21, bitte tauscht doch mail-adressesn aus und unterhaltet euch privat weiter. Mit dem Thema dieses Forums haben eure Beiträge nicht zu tun. @mods: End-Dialoge und überlängenbeiträge verstossen gegen die Netiquette und gehören in die sandbox verschoben.
ich meinte endlos-Dialoge
Hallo Manfred,
herzlichen Dank für deine Nachricht. Leider sind Diskussionen in Tiefe und Breite hier nicht erwünscht. Will man die Leistung Hartmut Mehdorns als Vorstandsvorsitzender der DB AG bewerten, muss man natürlich auch angucken, wie sich der Wettbewerb entwickelt hat bzw. ob er sich (wie vielfach behauptet) gegen Wettbewerb stellt.
Schade, dass dieses Forum zwar für oberflächliches Bahn-Bashing geeignet scheint, nicht aber für einen wirklich fundierten Austausch von Argumenten.
Viele Grüße aus Dresden
Peter
Es war recht interessant zu lesen, wie sich einige selbsternannte Wettbewerbsexperten in diesem Forum blähen, um die neoliberalen Platzhirsche heraushängen zu lassen. Diese Strategie ist bekannt und verfängt nur noch bei denen, die die größeren Zusammenhänge auch der Bahnprivatisierung nicht kennen: Die EU-Lissanbon-Strategie aus dem Jahr 2000 ist die Basis des marktradikalen Wettbewerbs-Terrors, der die Gesellschaften spaltet, Millionen Menschen ins Unglück reisst und die Finanzkapitalstrategen mästet. Jungplatz-Hirsche gehören zu dem Teil der kaltschnäuzigen, reaktionären Mittelschicht, der mit „Gemeinwohl“ nichts anzufangen weiss und sich darum an die Privatisierungsfresströge klammert. Dass das stete Bemühen des "Wettbewerbs" zumeist dumme Phrasendrescherei ist, um den Menschen den Verstand zuzumüllen, darauf ist Werner Rügemer in seinen vielen Schriften eingegangen. Jung-Platzhirsche lesen so etwas nicht, es passt auch nicht in das selbstgestrickte Netz eigener Technikgläubigkeit, Detailverliebtheit und intellektueller Korruption. Rügemer führt den Nachweis, dass alle Privatisierungen Vorteile für die Privaten und z.T. schwerste Nachteile für die Allgemeinheit nach sich zogen und ziehen. Es gab kein einziges Privatisierungsprojekt, dass am Ende für die Bürger positiv ausging. Die Privaten machen es besser, billiger und bürgernäher ist längst auf allen Ebenen als kostenträchtige Ideologie entlarvt. Darum müssen Jung-Platzhirsche Positionen und Raum besetzen.
Ich bin weder jung noch Hirsch und seit über 30 Jahren in der Bahnwelt und Bahnpolitk aktiv. Und Worte wie Wettbewerbsterror, reaktionäre Mittelschicht usw. von Herrn Mies, zeigen, dass einige nur mit Schlagkeulen aus der linksradikalen Mottenkiste der Phrasendrescherei argumentieren, aber nicht zur sachlichen Diskussion fähig sind. Es gibt gewisse Sachverhalte, die durch verbalradikales Gebrüll auch nicht überdeckt werden können. Schon mal eine Eisenbahn-Fachzeitschrift gelesen, Herr Mies? Wo z. B. in einer dieser oft ein Herr Bodack schreibt, gewiss kein Privatisierungsbefürworter. Aber fundierter argumentiert. Fachleute haben eben eine andere, fachlich und sachlich fundierte Einschätzung zur Thematik. Und zum Thema, ob Mehdorn weg muss oder nicht: entscheidend ist, was die Politik der Bahn vorgibt, und da wird ein anderer Bahnchef auch nicht viel anders handeln. Vielleicht wird die Tonart konziallenter.Das würde eher für einen Wechsel an der Spitze sprechen, die ich trotzdem für notwendig halte. Ach so, die DB und DR sind seit 1994 privatisiert! Auch ohne Lissabon!
Gestatten Sie, dass ich in zwei Teilen die soeben verabschiedete Erklärung des Wissenschaftliche Beirat von Attac in zwei Teilen zitiere. In dieser Erklärung unterschtreicht attac seine Gegnerschaft gegen jede Art von Bahnprivatisierung. Attac verweist darauf, dass nach dem Scheitern eines "integrierten Börsengangs" nun ein Holding-Modell zur Bahnprivatisierung in Form eines "Bahnputsches" durchgesetzt werden soll: Teil I "Es handelt sich tatsächlich um eine Art Putsch. Das größte noch vorhandene gesellschaftliche Vermögen soll unter Ausschluss des Parlaments privatisiert und damit jeglicher demokratischer Kontrolle entzogen werden", sagte der Ökonom Professor Jörg Huffschmid, der dem Wissenschaftlichen Attac-Beirat angehört. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen einen solchen Bahnputsch auf drei Ebenen konkretisiert: Die neue Art Bahnprivatisierung ("Holding-Modell") richte sich erstens gegen die Mehrheit in der Bevölkerung (laut Umfragen wollen zwei Drittel eine Bahn in öffentlichem Eigentum). Sie richte sich zweitens gegen die Verfassung (Artikel 87e des Grundgesetzes verlangt Verkehrsangebote zum Wohle der Allgemeinheit auf dem Schienennetz, was jeder Bahnprivatisierung widerspricht). ...
Teil II ... Sie richtet sich drittens gegen das Parlament, das nun mit der Bahnprivatisierung nicht mehr befasst sein soll, obgleich die Bundesregierung und der Bundestag bisher immer davon ausgingen, dass das 100-jährige öffentliche Eigentum an der Bahn nur mit einem gesetzgeberischen Verfahren ganz oder teilweise aufgegeben werden kann. "Das neue Holding-Modell wird wie eine geheime Kommandosache behandelt. Es wird von einer Viererbande - gebildet von Bahnchef Hartmut Mehdorn, Finanzminister Peer Steinbrück, Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee und CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder - vorangetrieben", sagte der Verkehrswissenschaftler Dr. Winfried Wolf, ebenfalls Mitglied im Attac-Beirat. Der gewaltige Ausverkauf von Volksvermögen und der desaströse Beitrag zu Umweltzerstörung und Klimaverschlechterung solle offenbar so vollzogen werden, dass die Volksparteien CDU/CSU und SPD nicht von ihren Wählerinnen und Wählern dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Geplant sei, den Ausverkauf nach den jüngsten Landtagswahlen und vor derBundestagswahl 2009 klammheimlich durchzuziehen. Die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats richtet sich nicht nur gegen diese Art Bahnputsch. In ihr wird gleichzeitig das Gegenmodell einer integrierten Bahn im öffentlichen Eigentum als Flächen- und Bürgerbahn skizziert. Der Beirat appelliert an alle Bundestagsparteien, die Themen Bahnprivatisierung und "Zukunft der Bahn" wieder dort zu debattieren, wo sie hingehören: im Parlament und in der Öffentlichkeit."
Dies ist der Pressetext von Herrn Wolf, nachzulesen auf Linskzeitung.de. Und entspricht seiner persönlichen Meinung und seinem Sprechduktus. Geputscht werden kann nur gegen eine Regierung. Das hat aber die Bahn nicht vor. Und der Begriff Putsch war innerhalb von Attac in der Vordiskussion auch sehr kritisch bewertet worden, wie mir berichet wurde. Also fehl am Platz. Klassenkampfgetöse ersetzt eben nicht gediegenes und verantwortungsbewusstes politisches und parlamentarisches Handeln - ausgerichtet am tatsächlich Machbaren. Wer integrierte Bahn wie Mehdorn auch, will, sieht jetzt schon die Folgen: Streichung von Zügen, Behinderung der anderen Mitbewerber, Global Playing auf Kosten eienes vernünftigen Unterhalts der Infrastruktur. Wer Mehdorn entfernen will muss einer integrierten Bahn ein deutliches Nein entgegen setzen, sonst ist man hochgradig unglaubwürdig. Für ein Zurück zur Reichsbahnseeligkeit der DDR gibt es keine Mehrheit, sie würde den Bundeshalt sprengen. Und entspräche nicht dem EU-Kontext. Oder soll Deutschland aus diesem Völkerbund austreten - mit den dadurch bekannten Folgen, nur damit wir wieder Staatsbahn spielen können? Und die SBB macht dann trotzdem den Güterverkehr bei uns - flächendeckend und bürgernah? Was ist eine bürgernahe Bahn, die selbst den Fahrplan bestimmt statt das Politik, der Wähler diesen festlegt- wie wir es heute dank der Regionalisierung haben?
Herr Mehdorn, hat sich zum ignorierenden Selbstläufer entwickelt, dem mit seinem raffinierten, Machtspielen und Trcksereien, die eigentlichen Aufsichtsgremien, wie BMF und Herr Tiefensee nicht mehr gewachsen sind.Nein, auchj die Volksvertreter wissen, dass die Mehdorns mit Ihrer unbändigen Energie den ständigen Grenzüberschreitung, ohne Reflektion und Selbstkritik ohne Demut im Umgang mit Staats- und Volksvermögen die Sieger dieses Zeitgeistes sind. Traurig, aber leider Realität. Deshalb ist es richtig, dass wir hier mit aller Klarheit aufzeigen und aufdecken, anprangern, konstruktive Vorschläge machen. Immer wieder auf das gelunge Beispiel "Schweizer Staatsbahn" als die fortschrittlichste Bahn mit Top Netz Netz in öffentl. Hand verweisen. Deshalb ist es richtig, dass wir uns nicht als Protestwähler flüchten.
Warum ignoriert Herr Mehdorn die Forderung nach einem Netzzustandsbericht, warum hat das Eisenbahnbundesamt noch keine Aufsichtsbeschwerde beim Bundesminister für Verkehr eingelegt. Warum fordert der Verkehrsausschuss nicht nachhaltig den Netzzustandsbericht, der, wie wir alle jetzt schon wissen, haarsträubend ausfallen wird und mittlerweile schon über 5 Jahre überfällig ist. Als Zuschauer der Politsendungen, die sich mit dem Zustand des Bahnnetzes kritisch befassen, kann man sich über die nachhaltige Ignoranz von Mehdorn nur wundern. Aber Herr Mehdorn darf das. Es gibt scheinbar kein Korregtiv.
Meine Meinung über Mehdorn hat mich nicht nur dazu gebracht, den Börsenbahn-Dixie zu schreiben, der schon bei etlichenen Aktionen Stimmung gemacht hat. Sondern ich habe meinen Zorn auch mit dem Spottsong "Hartmut" ausgelassen - und als Hintergrund den Sternartikel dazugefügt. Forderung: Mehdorn entlassen! Und auch in dem brandneuen Titel "Wut" über die "Liechtensteiner Pinkel" kriegt Hartmut sein Fett ab. Ich hoffe, das alles hilft mit, dort Stimmung zu machen, wo sachliche Argumentation einfach übergangen wird. Alles zu hören und als GEMA-freier Download zu haben bei www.groovty.de groovty
Die Holländer sind fortschrittlicher. Modernste Züge, fast überall 30-Minuten-Takt im IC-Verkehr, IR-Verkehr, Nahverkehr, Freifahrt für Studierene und Arbeitssuchende im ganzen Land. Das ist fortschrittlich!! Der bundesdeutsche Regionalverkehr gilt international bei Fachleuten auch sehr fortschrittlich. Oft 30-Minuten-Takte statt wie früher 5 bis 7 Züge täglich! Was Trennung Schiene/Zug angeht ist Schweden sehr vorbildlich. Und wie fortschrittlich ist es, dass die SBB der größte Konkurrrent der DB ist und einen knallharten Marketingkurs gegen unsere Bahn führt und das der Schweizer Steuerzahler mit jährlich 90 Mio. € obendrein bezuschusst.? Hallo? Bürgernah ist das bestimmt nicht. Aber außer Schlachtworten nachplappern haben einige Pro-Schweizer-Bahn-Protagonisten eh nicht drauf. Loben sich aber damit, sie hätten den Überblick über die Bahnprivatisierung. Lachhaft. Hätte mir mal sachlich fundierte Antworten auf Herrn Vormelkers Beiträge, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Verkehrsfachfrau der Linken/PDS im Bundestag und Mitglied beim Bahnkundenverband (laut Google.de) wohl reichlich Sachkompetenz mitbringen dürfte, erwartet. Da ist aber Fehlanzeige. Hauptsache Bahnbashing und Schalg-toit-Argumente nru als Antworten, wie Bigbug 21 sich zurecht beschwert. Was soll das ständige Hochgejubel der Schweizer Bundesbahnen? Mann könnte fast meinen, ATTAC ist die bezahlte Lobby der SBB, so wie es hier und anderswo sehr flach argumentiert wird. So ist das keine Diskussion,sondern Gehirnvernebel-Veranstaltung von links.
Moin, ich finde es seltsam, dass ein Mensch,der lieber bei Porsche mit schnellen Autos spielen möchte, noch im Vorstand ist. Wer sich heute immer noch wie ein Grossgrundbesitzer verhält, hat in der Führungsetage der DB - welche ja eigentlich uns, dem "dummen Volk" gehört - nichs mehr zu suchen. Ebensowenig wie ein Herr Hansen, der uns nicht mehr ordnungsgemäß vertreten kann oder will. Die Bahn ist dafür da, dass auch unrentabele Strecken bedient werden.Auch das Volk auf dem Lande möchte zur Arbeit und dort leben, wo es lebenswert ist. Mrhdorn und seine Untergebenen sollten lieber dafür Sorge tragen, dass es genügend + ordentliche Zugverbindungen gibt. Damit die hohen Herren mal erleben, was dem "einfachen Bürger" zugemutet wird, sollten diese mal 1 Monat nur mit der Bahn fahren. Das Ergebnis wäre doch sehr lustig!
Natürlich geht es hier um eine sachliche und spannende Diskussion, nicht um Mehdorn-Bashing. Doch die Diskussion über Wettbewerb bezieht sich eindeutig nicht auf das Thema dieser Diskussion:
Führt Hartmut Mehdorn als Vorstandsvorsitzender der DB AG nur den Willen des Eigentümers, der Bundesrepublik Deutschland, aus, oder ist er selbst die treibende Kraft? Ist er ein guter Chef der Bahn und hat den Bahnbetrieb vorangebracht?
Zur Wettbewergsfrage gab es bereits Diskussionen auf DeineBahn.de:
Was bringt eine Trennung von Schiene und Betrieb?
Bringt die Bahnprivatisierung mehr Wettbewerb und dadurch Vorteile für die Kunden und den Staat?
Der hier als BigBug21 auftretende "Peter" hat mehrfach mit langen, monologischen, sich stets wiederholenden Beiträgen mitgemacht; er hat auch nicht davor zurückgeschreckt, einen Text auf zwei oder drei aufeinanderfolgende Beiträge zu verteilen. Der Effekt war ganz schnell: Andere hatten keine Lust, hier nur mit BigBug zu diskutieren, die Diskussion war tot.
Das sollte hier nicht wieder passieren!
Ich habe auch in der Vergangenheit die Lust verloren, mich mit dem agent provocateur bigbug21 weiter zu "diskutieren". In Anführungszeichen gesetzt, weil ein Austauch nie stattgefunden hat: Wenn bigbug21 widerlegt wird, antwortet er nie. Aber immer beklagt er sich über fehlende Tiefe der Diskussion. Das geht nur, weil dieses Forum eines der freiesten ist, das ich kenne: Die Moderation hat meiner Wahrnehmung nach nie eingegriffen. Das wurde und wird weidlich ausgenutzt.
Die Fragen lassen sich doch ganz einfach beantworten: Die DB AG mag eine privatrechtliche Rechtsform haben, werter Herr Vormelker. Sie gehört dennoch zu 100 % dem Bund und somit uns allen. 2/3 der Bevölkerung sind für den Verbleib in der öffentlichen Hand. Um also den Willen des Eigentümers auszuführen, müsste Herr Mehdorn das Gegenteil von dem tun, was er betreibt: Er muss sich GEGEN einen Börsengang einsetzen. Das Gleiche gilt im Übrigen für die Abgeordneten, die den Willen des Volkes umsetzen müssen. Ob Herr Mehdorn den Bahnbetrieb vorangebracht hat, lässt sich wohl am besten an den Verkäufen von 1.000 Bahnhofsgebäuden, der Stilllegung von über 5.000 km Gleisen und den nach der Entschuldung erneut angehäuften Schulden ablesen. Sicher ist das nicht nur an einer Person festzumachen. Allerdings ist Herr Mehdorn nun mal der Vorstandsvorsitzende, der die Konzernpolitik bestimmt. Mich als Bahnkunden interessiert zudem nicht die Rendite, die z.B. eine LKW-Transportsparte in Asien den potenziellen Aktionären einbrächte. Mich interessiert der Zustand unserer Gleise, Bahnhöfe und Züge. Es bringt unsere Bahn nicht voran, wenn hier Anteile verkauft werden und im Ausland fleißig eingekauft wird.
Hallo Herr Vormelker, Sie schreiben: "Dies ist der Pressetext von Herrn Wolf, nachzulesen auf Linskzeitung.de. Und entspricht seiner persönlichen Meinung und seinem Sprechduktus. Geputscht werden kann nur gegen eine Regierung. Das hat aber die Bahn nicht vor. Und der Begriff Putsch war innerhalb von Attac in der Vordiskussion auch sehr kritisch bewertet worden, wie mir berichet wurde. Also fehl am Platz." Leider liegen ihre Berichterstatter über attac falsch. Der Begriff Putsch als Zuspitzung der Versuche, das Parlament zu umgehen, wird von attac gerne verwendet: http://www.attac.de/aktuell/presse/presse_ausgabe.php?id=853 Aber schön, dass sie dem Konsens in attac so hohe Bedeutung beimessen, dass er einen begriff legitimieren oder delegitimieren kann. Kritisch finde ich allerdings Ihren Versuch, über Personalisierung zu diffamieren: "...von Herrn Wolf .. [...] ..also fehl am Platz." ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Äußerungen anderswo oder gar nicht tätigen würden.
pardon, derartige Äußerungen meine ich
@Storchi: Du schreibst lobend über die Niederlande: "fast überall 30-Minuten-Takt im IC-Verkehr, IR-Verkehr". Nun rate mal, unter wem in Deutschland der IR abgeschafft wurde? Und nächste Frage: Wer dünnt den IC-Verkehr aus, um entweder die Kunden zu zwingen, den teureren ICE zu nehmen oder den mit Ländermitteln zu über 60 % finanzierten Regionalverkehr dafür zu verwenden, so dass die öffentliche Hand einspringt? Über die von Dir kritisierten 90 Mio. der SBB kann Herr Mehdorn übrigens nur milde lächeln. Gerade hat die DB AG in England das Unternehmen Laing Rail für gut 170 Mio. Euro gekauft. Als nächstes soll die Shopping Tour in Italien und/oder Polen weitergehen. Ich hätte mir von Dir ein paar Fakten gewünscht, statt Sätze wie "So ist das keine Diskussion,sondern Gehirnvernebel-Veranstaltung von links.". Dein Beitrag bringt uns jedenfalls nicht voran - leider.
Härterer Moderationseingriff: Beiträge, die nicht zum Thema sind, werden wir löschen oder verschieben. Im Extremfall werden wir die Diskussion auf "moderiert" schalten, so dass Beiträge von uns freigeschaltet werden müssen.
Dieses Verfahren wählen wir aus Fairness gegenüber den Diskutantinnen und Diskutanten, die sich zum Thema Mehdorn und sein Auftrag äußern wollen.
Zur Info: Die angeblich beste und bürgernahste Bahn der Welt und größter DB-Konkurrent hat massive Probleme oder wird nur der Druck, die Cargosparte zu verkaufen, erhöht. Ein Mehdorn-Coup am Ende oder will die Schweiz auch privatisieren? Wenn wir uns an dieses Vorbild ausrichten sollen, warum dann Mehdorn abschießen? Er tut auch nichts andres, als die Bahn verkaufen zu wollen. Oder ist das bei der Schweiz in Ordnung was in Deutschalnd kritisert wird. Das wäre aber doppelte Moral. Weils Irritationen gab, natürlich bin ich weiter gegen eine KAPTIALprivatiseirung der DB AG! Aber Weiterdenken, was passiert nach Mehdorn muss erlaubt bleiben. http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schweiz/847717.html
Ich finde den Mehdorn gut und würde gegen die streikenden Lokführer juristische Maßnahmen erwägen, schliesslich badet es ja wie immer der kleine Mann aus der sich kein eigenes Auto leisten kann... Dem Bsirske tut ein Bahnstreik nicht weh, mir schon!
Herr Mehdorn sollte schnellstmöglich den Tarifvertrag unterschreiben und dann ohne Abfindung abdanken. Er hat der Bahn zu sehr geschadet.
Prankster, Herr Mehdorn ist ein sehr gefaerlicher Mann, weil er arbeitet nur fuer sein "Ego". Die Menschen sind Ihm total egal und besonders die Verbraucher wie der Manuel sonst er haette seit laengst unterschrieben.Die ehaelter den Deutschen Lokfuehrer sind miserabel 50% weiniger als in der Schweiz aber das Gehalt von Herr Mehdorn (Euro 450.000 jaehrlich + zuschlaege))ist 60 % als der Schweizer Chef.
Liebe Lokführer, Lieber Herr Schell! Es reicht uns, wir haben die Schnauze voll dass Sie uns immer als Geiseln missbrauchen nur um Ihr horrenden Lohnerhöhungen durchzupauken! 30% mehr, das ist doch Wahnsinn!!! Zum Vergleich: meine Rentenerhöhung betrug gerade einmal 0,5% - entspricht das Ihrer Auffassung von sozialer Gerechtigkeit? Und sicherlich ist von Ihnen schon eine neue Fahrpreiserhöhung geplant, die 30%ige Gehaltserhöhung muss ja schliesslich der Bahnfahrer zahlen so dass Bahnfahren früher oder später genauso teuer ist wie das Auto!!! So, und jetzt streiken Sie mal wieder und wiederum muss es die soziale Unterschicht ausbaden: Studenten, Alleinerziehende und vor allem: Wir Rentner!!!
Lieber Matthes, derzeit streiken die Lokführer nicht um mehr Geld, sondern um die Einhaltung einer Absprache, die die DB zuvor gegeben hatte und jetzt plötzlich nicht mehr einhalten will. Es gibt zudem nur eine Zusage von 11 % und nicht 30 %, nachdem es Jahrelang keine Erhöhungen gab. Herr Mehdorn hat seine Vorstandsbezüge im Übrigen um 200% erhöht, allerdings bei einer ganz anderen Basis als die mageren Gehälter der Lokführer. Davon abgesehen geht es hier nicht um Lokführer und Schell, sondern darum, wie Bahnchef Mehdorn das Unternehmen führt. Daher ist der Beitrag hier ohnehin fehl am Platz.
Hallo Manfred,
Da es in diesem Forum leider keine Möglichkeit der Privatnachricht gibt, bin ich nochmal so böse und schreibe im Mehdorn-Forum kurz etwas zu den privaten Konkurrenten ("unter Mehdorn") und dem Wettbewerb ("unter Mehdorn").
Ich habe gerade einmal den Geschäftsbericht der SBB Cargo durchgeblättert, siehe http://www.sbbcargo.com/gb_cargo_d.pdf.
Laut diesem Dokument erbrachte die SBB Cargo in Deutschland im Jahr 2006 eine Transportleistung von rund 2,9 Millionen Tonnenkilometern. Bei einem Gesamtmarkt von rund 100 Millionen Tonnenkilometern entspricht dies also einen Marktanteil von rund drei Prozent.
Oder habe ich hier etwas übersehen.
Ich wünsche allgemein fröhliches Bahn-Bashing. ;-)
Viele Grüße aus Dresden
Peter
Der Stern-Artikel über Mehdorn ist jetzt auch online - und kann kommentiert werden: http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Deutsche-Bahn-Mehdorns-Fahrt/613412.html
Manfred Kurt Vormelker schrieb: "Denn Regionalverkehr wird es weiter geben, da für diesen nicht die Bahn, sondern Länder, Kreise und Verkehrsverbünde verantwortlich sind und diesen bestellen." Stimmt - vordergründig. Hintergründig nicht. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, Sie haben geflissentlich überlesen (oder wollen davon ablenken), dass die DB berechtigt ist(!), Einfluss auf die Politik(er) zu nehmen dergestalt, dass Vorgaben gemacht werden, wo ÖPNV bestellt werden "darf" und wo nicht. Müssen wir wirklich darüber diskutieren, bis wohin es im Extremfall führen wird, wenn die DB feststellt, dass Güterverkehr auf den jeweiligen Strecken "mehr bringt" als der ÖPNV??!! (Und dank "Ausschreiberitis" kann ich mir nicht vorstellen, dass die Durchführung des ÖPNV "eine echte Cash-Cow" sein kann.) Wollen Sie andeuten, ich schaffe es nicht, den Gedanken des maximalen Profits zu Ende zu denken, schaffen/ wollen Sie das nicht oder geht es darum, (mir) einmal zu zeigen(?), dass ich keine Ahnung hab wovon ich rede? Man tut sich ja ein wenig schwer damit, seinen Mitmenschen "böse" Absichten zu unterstellen, aber die (ökonomische) Realität beweist einem regelmäßig, dass man da schon richtig liegt. Bei der DB sind definitiv solche Kräfte am Walten (Gewinnmaximierung ohne Wenn und Aber ist deren Job!). Wenn Sie das nicht glauben (wollen), ist das Ihre Sache; aber sehen Sie freundlicherweise davon ab, mir Unverstand/ mangelndes Denken in Zusammenhängen anzuhängen. MfG!
Hallo H-M. Bei der Ausschreibung kommt der zum Zuge, der das beste Angebot macht. Und der REgionalverkehr hat Vorrang vor dem Güterverkehr, auch wenn die EU das gerne anders hätte. Bei einer integrerten Bahn ist ihre Befürchtung, die Bahn könne durch ihre eigne Netz AG soviel Druck machen, um ihren Güterverkehr durchzubringen, durchaus berechtigt, da Netz und Cargo-Schenker zu einem integrieten Konzern gehören. Das muss nicht immer die DB AG sein. Die Konzernabgaben in der DB AG (der Berliner Tagespiegel schrieb, dass die S-Bahn Berlin GmbH bis zu 20 Prozent abführe) sind größer als etwas bei Veolia. Allein dadurch können dritte Anbieter besser sein. Dann beachten Sie bitte das Hickhack, was zwischen DB Regio NRW und dem VRR stattfindet. Da wird der VRR bei der nächsten Ausschreibung die DB offen übergehen. Er behält jetzt schon Millionenbeträge ein wegenmangelnder bürgerferner Leistungen. Bei einer vertikalen Trennung nach schwedischen Vorbild, wäre die Druckmöglichkeiten seitens DB Schenker auf das unabhängige in öffentliche Hand stehende Netz weitaus geringer. Andreseits, die sprudelnde Geldquelle bei der DB ist der Regionalverkehr, da wird gerade in Berlin/Brandenburg so abgesahnt, dasss die beim EuGH ein Verfahren anhängig ist, das zu unterbinden. Sprich, so schnell wird Mehdorn seinen Goldesel Regio nicht den Hahn abdrehen. Seit der Regionalisierung des Nahverkehrs sind die Angebote und Fahrgäste um ca. 40 Prozent gegenüber DR- und DB-Staatsbahnzeiten gestiegen
12. März 2008 um 16:23 Uhr Privatisierung der Bahn - Aufruf zu einer Aktion der Bahngewerkschaftsmitglieder Kennen Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn, die gewerkschaftlich organisiert sind? Dann machen Sie diese bitte auf eine Aktion von „Bahn von unten“ (Bündnispartner von Bahn für Alle) aufmerksam. Die Mitglieder werden gebeten, ihren Gewerkschaftsleitungen einen Brief zu schreiben. Der Hintergrund: Nach wie vor wird die Privatisierung vom Vorstand der Deutschen Bahn und der Bundesregierung betrieben. Die Leitungen der beiden Gewerkschaften TRANSNET und GDBA sind trotz anderslautender Beschlusslage immer noch geneigt, den Privatisierungsdeal nach einer Variation des Holding-Modells zu unterstützen. Damit verstoßen beide Vorstände gegen den am 13.11.07 einstimmig gefassten Beschluss „Plan B“ [PDF - 88 KB] (die Bahn bleibt beim Bund, s. Doc.) des Gewerkschaftsbeirates der TRANSNET (Leitung Norbert Hansen) und des Hauptvorstandes der GDBA (Leitung Klaus-Dieter Hommel). Weil das angestrebte Holdingmodell die drohende Zerschlagung des DB-Konzerns bedeuten würde, haben sich beide Gewerkschaften auf „Plan B“ geeinigt. Damals hieß es, es gebe kein Privatisierungsmodell, das den integrierten Konzern unangetastet lässt. Deshalb sei es Zeit für Plan B. Albrecht Müller. …Zitat aus den> Nachdenkseiten< www.nachdenkseiten.de
Hallo Manfred Kurt Vormelker! Ich relativiere meine zugegeben drastisch überzeichnete Aussage bzgl. ICE's und Güterzügen, was Metropolregionen mit S-Bahn(-ähnlichem Nahverkehr) angeht. In anderen Gegenden Deutschlands sieht es jedoch anders aus. Ich verweise hierzu nur auf das "Sonneberger Netz" (wo das Land Leistungen bestellt hat, die die DB einfach nicht erbracht hat) sowie auf die "Hunsrückquerbahn" (die die DB systematisch hat verfallen lassen, obwohl sie nach Ansicht des Landes RP betriebsfähig erhalten bleiben muss). Auch wenn die Angelegenheiten (zumindest teilweise/ vordergründig) höchstrichterlich geklärt sind, halte ich jede Entwarnung für verfrüht - da seien Mehdorn und Konsorten vor. In NRW gibt es sogar einen Verkehrsminister, der im Betrieb befindliche Strecken am liebsten heute stilllegen, entwidmen und rausreißen möchte - wenns sein muss auch rechtswidrig. Der Beispiele gäbe es noch mehr - das würde hier aber jeden Rahmen sprengen. Sie werden mich von daher nicht von der Ansicht überzeugen, dass sich die DB auf dem richtigen Kurs befindet.
Die Bahn muss für Alle ein bezahlbares Verkehrsmittel bleiben und darf nicht länger von einem Geldgierigen H. M. geführt werden! Als Betroffene( zu 80% Schwerbehindert)bin ich der Meinung, das man mehr statt weniger Bahnstrecken aufrecht erhalten soll. In Bremen hat es die Nordwest Bahn geschafft Vegesack wieder mit Aumund und Farge zu verbinden und das nach ? Jahren Fakt ist: Wir brauchen mehr Bahn und nicht weniger!
@H-M. Das ist die Crux, wenn sich die Politik nicht um die Bahn und Strecken kümmert, dann ist es fast schon egal ob das Netz dem Mehdorn, dem Bund, oder nach einer Netzregionalisierung der Nebenstrecken den Ländern oder Kreisen gehört. Dann muss das Wahlvolk gucken, dass es die Parteien wählt, die nicht Bahnstrecken abbauen sondern ausbauen wollen. Das ist nun mal in einer Demokratie so, dass Entscheidungen fallen, die vielen nicht genehmen sind. Aber auch in einer Diktatur werden Strecken stillgelegt. Bei der DR der DDR gibt es genug Beispiele dafür. Und irgendwo muss sich Bahnbetrieb auch rechnen (das heißt nicht Profite, aber auch nicht unendliche Verluste), weil es um Steuerzahnlers Geld geht, weil das eine Volkswirtschaft nicht immer trägt. Der gemeinnützige Deutsche Bahnkundenverband hat schon mehr 800 km Strecken durch seine Tochter DRE gerettet, die sonst von der integrierten Mehdorn-Bahn stillgelegt worden wären.
Sie haben völlig Recht, Herr Vormelker, dass die Politik sich um Bahn und Strecken kümmern muss. Doch je mehr die öffentliche Hand verkauft, desto geringer ist logischerweise ihre Möglichkeit, die Bahn zu gestalten. Es geht zwar auch darum, effizient zu arbeiten. Es geht aber vor allem um Ziele der Verkehrspolitik, Beschäftigungspolitik und Umweltpolitik, die mit der Bahn unterstützt werden können und sollten. Die öffentliche Hand muss da vor allem volkswirtschaftlich denken, während H.M. natürlich betriebswirtschaftlich agiert. Es darf aber nicht sein, dass der Vorstandsvorsitzende durch sein Handeln die Ziele des Eigentümers (Bund) konterkariert. So wie Bildungseinrichtungen i.d.R. keinen Profit abwerfen ist das auch bei anderen Einrichtungen wie etwa der Bahn so. Trotzdem dürfen wir daraus nicht folgern, diese staatlichen Aufgaben müssten daher eingeschränkt werden.
Frage: Führt Hartmut Mehdorn als Vorstandsvorsitzender der DB AG nur den Willen des Eigentümers, der Bundesrepublik Deutschland, aus, oder ist er selbst die treibende Kraft? Antwort: Weder das eine noch das andere. Herr Mehdorn selbst ist gewiss nicht die treibende Kraft hinter den Plänen zur Privatisierung der Bahn und zum Ausbau des Unternehmens zum Global Player. Dazu hat er, trotz aller Aufmerksamkeit und Zeit die ihm von Seiten der Medien zur Verfügung gestellt werden, nicht genug Einfluss. Andererseits kann man nicht sagen er vertrete den Willen der Bundesrepublik Deutschland. Zumindest dann nicht, wenn man "den Willen der Bundesrepublik Deutschland" nicht mit dem Willen einiger Akteure in Politik und Wirtschaft gleichsetzen möchte. Vielmehr sollte hier auch hinterfragt werden, welche Beratungsgesellschaften, Rating-Agenturen, Finanzinstitute, Fahrzeughersteller, Logistik-Unternehmen, Stiftungen und Interessenverbände, Börsenbetreiber oder andere Akteure hiervon profitieren und den entsprechenden Einfluss auf unsere Medien geltend machen können. Dabei nicht zu vergessen sind unsere Herren Politiker und Polit-Berater, die sich in den letzten Jahren durch einige wirtschaftlich vollkommen unsinnige Entscheidungen als so kompetent hervorgetan haben, das ihnen direkt nach Ablauf ihrer Mandate gut entlohnte Jobs in Großunternehmen angeboten werden. Hmm ... Bei genauerer Überlegung klingt das alles ziemlich verlockend. *sich irgendwo für irgendwas zur Wahl stellen lässt*
Was soll diese Diskussion und diese Aktionen? Ich meine, daß sowieso alles zu spät ist. Gehofft hatte ich, daß eine rot-grüne Bundesregierung (ist Vergangenheit; ich weiß das) die Privatisierung zurück dreht. Auf jeden Fall werde ich nie mehr mein Kreuzchen machen auf einer Wahlliste für SPD-Kanditaten oder bei Kanditaten der GRÜNEN.
Tja, die DRE... - hallo Manfred Kurt Vormelker! Haben Sie schon mal was von der Strecke Schweinfurt - Kitzingen-Etwashausen gehört? Eigentlich sollte es ja Ziel sein, Verkehr auf die Schiene zu kriegen, aber da läuft ja wahrlich seitens der DRE (bzw. ihrer bayerischen Tochter) gar nichts außer dem Einsacken der Unterhaltungszuschüsse. Gut, lassen wir das - das ist bestenfalls ein Nebenkriegsschauplatz. Im Übrigen bestätigen Sie genau meine Meinung - wir brauchen in Deutschland keine so genannte Bahnprivatisierung, sondern eine langfristige und verlässliche Bahnpolitik mit der Zielsetzung, Straße und Luftraum zu entlasten. Dafür jedoch bräuchten wir mutige Politiker und eine Bahnführung mit Weitsicht und Augenmaß. Leider kommen mir unsere "großen" Politiker vor wie Marionetten der bestzahlenden Konzerne (so etwa von Audi bis VW - ja OK, die gehören irgendwo zusammen, aber trotzdem), und die beiden Eigenschaften konnte ich bislang bei Herrn Mehdorn nicht entdecken. Wenn er so weitermachen darf wie bisher, wird er in ein paar Jahren bei der Bahn verbrannte Erde hinterlassen, eine gewaltige Pension einstreichen und es im Übrigen dem Steuerzahlervolk überlassen, die Schäden für teuer Geld rückgängig zu machen (wir erinnern uns: das hat in GB umgerechnet über 100 Milliarden(!) Euro gekostet). Alle bekommen die Politiker, die sie verdienen (mit allen Folgen), und wer sich nicht politisch engagiert, braucht sich über nichts zu wundern!!
Hallo H-M, teilen Sie uns doch bitte mit, wie wir die "Unterhaltungszuschüsse einsacken" können. Eine entsprechende Geldquelle haben wir noch nicht gefunden. Sollten Sie die Bahnübergänge meine, so werden diese ja wohl nicht von den Schienen- sondern den Straßenfahrzeugen reparaturbedürftig gefahren. Zu ihrem unsachlichen Einwand sei erwähnt, dass die Strecke übernommen wurde, damit dem damaligen Kunden, der US-Army, weiterhin Schienentransporte möglich waren. Der Kunde ist weg und tragfähige Trassenbestellungen liegen nicht vor. Soll die BRE selbst hin und her fahren, damit die Schienen blank bleiben? Die BRE ist Eisenbahninfrastrukturunternehmen und nicht Verkehrsunternehmen. Sie verlangen sicher auch vom Straßenbauamt nicht, auf den Straßen rumzufahren, damit sich was darauf tut? Vielleicht sollten Sie sich in das Thema Eisenbahn einmal fundiert einarbeiten, dann werden Ihre Beiträge ebenso; sollten Sie nicht eine ganz andere Absicht bezwecken wollen.
Zurück zu Hartmut Mehdorn: Er hat nicht das Recht unsere Bahn nur für reiche Unternehmer fahren zu lassen! Das würde zum Verkehrs- Kollaps führen.
Mehdorns DB Schenker fährt auch für arme Unternehmen. Allerdings müssen diese auch die verlangten Frachtraten bezahlen. Es sei, es machen Wiener Lokalbahnen, Veolia Cargo, TXL Logistic oder die von einigen so heißt geliebte bürgernahe SBB Cargo AG bessere Angebote. Deshalb hat Mehdorn nicht mehr das Monopol. Monopole sind schlecht, private Oligopole aber auch. Daher braucht es auch eine öffentliche Güterbahn im Mix mit privaten Anbietern. Wie schlecht ein Monopol ist, zeigt, dass Schenker sich weigert, für BAT Tabaktransporte durchzuführen. Jetzt fährt BAT das mit LKW. Zu H-M’s Frage nach der DRE hat die BRE ja ausreichend geantwortet. Ansonsten stimme ich den Ausführungen durchaus zu. Das Desaster des privatisierten Netzes in GB kostete dort aber zehn Millairden Euro. Ein Betrag, den Mehdorn heute schon innerhalb von dreieinhalb Jahren allein vom Bund fürs Netz bekommt. Immerhin! Allein deshalb muss das Netz ja Mehdorn weggenommen und direkt wieder dem Bund unterstellt werden – mit Mitsprache der Länder und Kommunen. Das Netz muss allen gehören, nicht Mehdorns DB AG alleine!
Weder Herr Mehdorn noch die Bahn AG sind die richtigen Ansprechpartner für Kritik. Eine AG hat nur den einen Zweck, Dividenden zu zahlen. Dafür arbeitet Herr Mehdorn. Der Staat hat eine Verpflichtung zur Daseinsvorsorge gegen über seiner Bürger. Diese beinhaltet auch den Zugverkehr. Daraus lässt sich ein Recht der Bürger auf öffentliche Verkehrsleistungen ableiten und für deren ordnungsgemäßen und für uns Bürger zumutbaren Ablauf sind der Bundesverkehrsminister und die jeweiligen Landesminister zuständig. Leider lassen sich aber die Bahnnutzer von Bürgern zu Kunden degradieren. Ein Kunde wendet sich an das Unternehmen, ein Bürger an die Regierung. Beschwerden über schwerwiegende Mängel bei der Bahn sind als Bürger an die zuständigen Minister zu richten und Verbesserungsvorschläge an den jeweiligen Pettitionsausschuss. Die Bahnfahrer dürfen sich nicht mit "Kundenrechten" abspeisen lassen. die Bahnfahrer müssen wieder ihre Bürgerrechte einfordern.
Aus einem Kommentar des Schweizer Tagesanzeigers zur Krise bei der SBB Cargo mit dem bezeichnenden Titel ""Es fehlen die Fachleute": "Die SBB sind, Aktiengesellschaft hin oder her, ein Betrieb des Bundes. Deshalb müssen die Politiker und der Bundesrat nun dringendst die strategische Führung, also die personelle Besetzung des Verwaltungsrats, auf die Ansprüche des Marktes ausrichten. Es rächt sich bei SBB Cargo, dass im SBB-Verwaltungsrat bis heute keine Transportfachleute sitzen. Sie müssten nicht zuletzt für eine kompetente Geschäftsleitung sorgen." (http://tages-anzeiger.ch/dyn/news/schweiz/847738.html) Das obige Zitat erscheint als vorweggenommener Abgesang auf den mit Steuermittel einen "Welt-Einkaufs-Krieg" führenden Bilanztrickser Mehdorn und sein unter erheblichem Einsatz öffentlicher Mitteln aufgebautes manipulatives Machtsystem. Als Bahnkunde zahle ich dafür schon lange die "Spesen" und muss mich mit einem Unternehmen abgeben, dass kaum Kunden- und Mitarbeiterorientierung erkennen lässt. (In wenigen Jahren werde ich dann vermutlich auch noch das große Aufräumen bezahlen dürfen.) Deshalb gibt es keinen Zweifel: Mehdorn ist schon lange überfällig! Und dann gehört endlich Transparenz hergestellt und sind klare Ziele zu formulieren, an denen das Bahnmanagement auch gemessen wird. Warum dies trotz teilweise wahrlich dubiosen Handelns von Mehdorn immer noch nicht passiert, ist nicht nachzuvollziehen und ein Armutszeichen für unsere Politiker!
Und hier noch ein fachlicher Nachtrag: Wer mehr über das Agieren von Manipulierern in Unternehmen sowie dessen fatale Auswirkungen erfahren will, findet dazu aufschlussreiche Informationen in dem Buch von Paul Babiak und Robert D. Hare mit dem Titel "Menschenschinder oder Manager - Psychopathen bei der Arbeit". Dort werden viele der Praktiken beschrieben, die Herr Mehdorn offensichtlich einsetzt - und dass diese tatsächlich für eine gewisse Zeit zu "Erfolg" führen können, wenn auch dabei eine "Blutspur" hinterlassen und oft in den Zusammenbruch einer Organisation führen. Was das Finanzgebaren angeht, so dürfte das Buch "Hitlers Volksstaat" von Götz Aly Wesentliches zum Verständnis des Handelns des Bahn-Vorstandes beitragen, wie dieses im ausgezeichneten STERN-Artikel zu Hartmut Mehdorn (http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:Deutsche-Bahn-Mehdorns-Fahrt/613412.html?id=613412) beschrieben ist. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Lektüre auch dazu beitragen könnte, die fatale, aus meiner Sicht bewusst hergestellte Verwirrung der Mehrheit der Politiker aufzulösen. Dies wäre dringend notwendig!
Bitte privatisiert die Bahn damit die Preise ähnlich fallen wie nach der Privatisierung der Telekom! Ein Privatisierung führt nämlich immer zu mehr Wettbewerb und dadurch zu niedrigeren Preisen: während man vor 10 Jahren noch umgerechnet 60 Cent pro Minute für ein Gespräch nach Amerika zahlen musste, erhält man heute für nicht einmal 1 Cent pro Minute den selben Service! Warum warten wir mit der Privatisierung der Bahn so lange????
... wobei die Bahn längst privatisiert ist und sich in einen weitgehend offenen Wettbewerb gegenüber zahlreichen Wettbewerbern bewären muss. Im Gegensatz zum Telekommunikationssektor liegt der Kapitalaufwand im Eisenbahnbereich ungleich höher, ferner sind keine vergleichbaren Technologiesprünge zu erwarten.
Hallo Bigburg21! Das verstehe ich jetzt nicht ganz: ich dachte, wir sind gegen eine Privatisierung der Bahn - sie aber schreiben, dass die Bahn bereits privatisiert sei. Sind sie etwa einer von Mehdorns Mannen, die unser Forum missbrauchen???
...und wobei die Preise der Telekom weniger durch Privatisierung gefallen sind als durch technischen Fortschritt. Verbraucherschützer sagen: Das Gesamtbudget der Haushalte für Telekommunikation ist so hoch wie zuvor (dafür mehr Leistungen: Internet, Handy, DSL).
Ich sage: Ich weiß nie, ob ich nicht zu viel zahle. Die große Freiheit des Wettbewerbs führt eher zu Unsicherheit und Abzocke. Bei der Bahn passiert es mir auch heute schon, dass ich mit dem falschen Fahrschein im richtigen Zug sitze oder dass ich feststelle, dass mein Nachbar viel weniger gezahlt hat.
Aber was hat das alles mit Mehdorn zu tun?
Hallo Walter,
Mit der 1. Stufe der Bahnreform wurde die behördenartige Deutsche Bundesbahn in die private Rechtsform der Aktiengesellschaft (DB AG) überführt. Formal ist die Gesellschaft damit privatisiert worden, um was es nun geht, ist eine teilweise Kapitalprivatisierung.
Gruß aus Dresden
Peter
@Andreas Rottkowski. "Beschwerden über schwerwiegende Mängel bei der Bahn sind als Bürger an die zuständigen Minister zu richten und Verbesserungsvorschläge an den jeweiligen Pettitionsausschuss." Ich denke bei Problemen mit einem Bahnunternehmen im Nahverkehr, sei es DB Regio, Metronom, Cantus, ODEG, AKN (alles Unternehmen in kommunalen oder Landesbesitz, also stattlich bzw. volskeigen) wäre der jeweils zuständige Minister der falsche Adressat. Das sind zuerst die Unternehemn selbst. Wenn der Bus oder die U-Bahn nicht richtig fährt, schreibe ich ja auch nicht gleich an Wowereit. Sondern gehe an die BVG ran. Im Streitfalle sollte man sich eher an die Schlcihtungsstelle Mobilität (http://www.schlichtungsstelle-mobilitaet.org/) wenden oder an den zuständigen Aufgabenträger (Verkehrsverbund). Auch, wenn man im Fernverkehr Ärger hat. Da ist aber die Bahn meist sehr kulant. In NRW wird das zwar wenig helfen, weil der VRR mit der Bahn AG sehr große Probbleme hat, wegen mangelnder Pünktlichkeit, Sauberkeit und Sicherheit der DB-Züge. Da ist auch der Landesverkehrsminister eingeschaltet, die Bahn tut trotzdem was sie will. Da hilft einstweilen nur, wie auch praktiziert, die Mittelkürzung. Die Probleme zwischen VRR und DB sind indes nicht neu, auch in den 80er Jahren war der VRR auf gut deutsch mächtig sauer auf die DB, wegen der gleichen Probleme wie heute. Und da war sie noch Behörenbahn. Heute kann man mit einer Ausschreibung auf andere Bahnen, die oft städtischen Verkehrsbetrieben gehören, ausweichen und so für Besserungen sorgen.
Herr Mehdorn hat geschafft, was bei seinem Amtsantritt nur schwer möglich schien: Das Versagen seiner Vogänger in den Schatten zu stellen. Er kennt nur eins: Die Bahn an die Börse, egal wie. Dabei gleicht er einer Lok, die mit aller Kraft durch einen noch nicht fertiggebohrten Alpentunnel oder die Rückwand des Lokschuppens möchte, ohne Rücksicht auf Verluste. Durschsetzungsfähigkeit in allen Ehren, ohne Sinn und Ziel taugt diese nichts. H.M. Problem. Unternehmenszusammenhalt, Kunden, Steuergelder, Volkswirtschaft und Umwelt sind, wenn überhaupt zweitrangig. Mit viel (Steuer)Geld und ständig über der Inflationsrate steigenden Fahrpreisen möglichst wenig für das Personal und die Kunden erreichen, da treten nicht nur die Lokführer in den Streik. Die Bahn dümpelt seit Beginn der Bahnreform bei einem müden Marktanteilvon von unter 13% im Personenverkehr. Unter einem wirt. Wettbewerb versteht Herr Mehdorn anscheinend nur die bei seinesgleichen beliebte Modesportart "Steigerung von Managergehältern". Nicht nur er ist das Problem, sondern auch eine zahn- und haltlose Verkehrs- bzw. Bundespolitik, die ihn ohne Kontrolle an losen Zügeln straff schnurstracks in die falsche Richtung laufen lässt. Weg von den Menschen, die eine gute Bahn wollen und dafür viel Steuergeld bezahlen. Mein Fazit zur Bahn, ihrem Chef und der dazugehörigen Politik: Teuer, dafür nicht wirklich gut und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Das Klassenziel klar verfehlt, setzten, nicht versetzt. Gruss Thomas Schüller
@Walter: DR und DB wurden am 1. Januar 1994 zusammengeschlosen, dass Bundeseisenbahnvermögen herausgenommen, der Rest wurde gemäß dem Deutsche Bahn Gründungsgesetz, verabschiedet am 23. Dezember 1993, als Deutsche Bahn Aktiengesellschaft in privatrechtlicher Unternehmensform überführt. Damit war die Bahn privitisiert, auch wenn es einen Bündel von Gesetzesmaßnahmen, v. a. auf Druck der Länder gab. So wurde im Grundgesetz festgeschrieben, dass die Bahn als Eisenbahn privatrechtlich zu führen ist, der Bund aber sicher stellt, dass den Verkehrsbedürfnissen auf dem Schienennetz Rechnung getragen wird. Das ist v. a. für den Personenfernverkehr wichtig. Den Nahverkehr sichert das Regionalisierungsgesetz, das regelt, dass die Kompetenzen und Verantwortung für den Schienennahverkehr auf die Länder übergegangen sind. Weiter ist im DBGrG geregelt, dass Bereiche wie Fahrweg, Fernverkehr, Nahverkehr, Netz und Güterverkehr auszugründen sind als eigenständige Gesellschaften. Und jetzt kommt die Crux, Mehr als 49,9 Prozent vom Netz dürfen nicht verkauft weren, jeder Verkauf muss aber durch Gesetz gregelt werden. Und diese Gesetzesvorgabe versucht Mehdorn nun mit dem Holdingmodell zu unterwandern, in dem er am Parlament vorbei Anteile der DB AG beim rollenden Bereich veräußern will. Das ist die Kapitalprivatisierung. Die Bahn ist seit 14 Jahen privatisiert. Ihre Unterstellung Bigbug21 sei ein Mann Mehdorns, nur weil er Ihren Irrtum korrigierte finde ich daneben. Sie zeigt, dass Sie sich tatsächlich nicht sehr tief mit der Materie befasst haben können.
Es wird höchste zeit, das der Koruption in den Fürungsetagen der DB ein Riegel vorgeschoben wird! Es muß endlich ein Vorstand her, der im interesse der Inhaber der Bahn, also dem deutschen Volk handelt! Dazu gehören sicher nicht Einsparungen auf kosten der Sicherheit oder des Reisekompforts, wie Sreckenstilllegungen, Personalabbau, schlechtere Ausbildung des Personals, schlechte Instandhaltung der Fahrzeuge! Was da Tag für Tag, Nacht für Nacht auf den Strecken los ist, ist katastropal! Die DB braucht eine Führung durch kompetente Bahner, nicht durch total überbezahlte Buchhalter, die sich ihre Vorstandsgehälter ständig unverschämt erhöhen! Wir brauchen die Bahn, Verkehrs- wie Umweltpolitisch! Bei jeder Privatisierung eines Staatsbetriebes sind einige wenige auf kosten der Steuerzahler sehr reich geworden. Der derzeitige Bahnvorstand ist dabei das zu perfektionieren! Der Steuerzahler und Bahnkunde, wie auch die Mitarbeiter dürfen dafür zahlen!
Hallo,
also ich war heute in fünf Zügen (4xICE, 1xRE) unterwegs. Auf 1021 km hatte ich insgesamt fünf Minuten Verspätung.
Auch wenn ich mich über vieles ärgere -- die große Katastrophe sehe ich nicht.
Viele Grüße
Peter
Hallo liebe DRE, ein bisschen würds mich schon interessieren, warum jahrelang schwerste (Militär-)Züge auch zwischen Großlangheim und KT fahren konnten, ohne dass sich jemand über die Blindgänger gekümmert hat, die dort möglicherweise liegen (oder war das den Verantwortlichen, insbesondere bei der US-Army, tatsächlich egal??!!). Außerdem habe ich noch so gewisse Ankündigungen im Ohr, aus denen aber scheinbar nicht allzuviel geworden ist. Sorry, aber jemand, der Ankündigungen macht, muss sich irgendwann auch am Erfolg messen lassen. Soll ich mal die entsprechenden Zeitungsmeldungen aus meinem Archiv holen und hier (mit Datum/ zumindest auszugsweise) zitieren? Und ich bleib dabei: wenn es nicht ein paar Unentwegte gäb (von denen man auch gelegentlich in der Zeitung liest), wär die Strecke schon lange völlig zugewachsen und vermutlich auch vergessen. Kann es vielleicht sein, dass Sie sich anfänglich davon selber mehr versprochen haben, als jetzt umzusetzen geht? Kein Wunder bei der genialen Bahnpolitik in diesem unserem Land...
Werter H-M, ich schlage vor, sich diesbezüglich doch direkt an die DRE zu wenden. Sie erreichen sie unter Kurfürstendamm 11, 10719 Berlin oder telefonisch unter 030/63 49 70 76. Diese Fragen gehören nun wirklich nicht zu einer Diskussion über die Zukunft der DB AG und ihres (Noch?)-Vorstandesvorsitzenden. Fragen zur DRE können auch auf dem dso-Forum diskutiert werden: http://drehscheibe-online.ist-im-web.de/forum/index.php MfG Manfred Kurt Vormelker Stellvtr. Vorsitzender DBV Südwestdeutschland
Hallo Herr Vormelker, sind Sie hier neuerdings der Moderator? Erstens hat sich hier die DRE an mich gewandt, und wer mich was fragt, kriegt eine Antwort. Zweitens denke ich, dass mein Hinweis auf die "geniale Bahnpolitik in diesem unserem Land" hier durchaus hergehört, denn dafür ist Herr H. M. der "Erfüllungsgehilfe". Drittens ist hier imho sehr wohl die Fragestellung angebracht, wie es sich ein Unternehmen leisten kann, Strecken zu pachten, auf denen doch gar kein Verkehr läuft. Die alten Römer fragten immer "Cui bono?" (Wem nützt es etwas?), ich frag jetzt mal: "Cur bonum?" (Warum ist es gut?). Wenn Sie mir nun unterstellen, ich mutmaße, dass es Einkünfte gibt, die die SteuerzahlerInnen bezahlen, dann haben Sie völlig Recht (denn fortgesetztes Handeln ohne Zweck oder gar dagegen mag ich einem gewinnorientierten Unternehmen nicht zutrauen, sonst geht es nämlich baden). Ich halte das absolut für einen zu diskutierenden Punkt im Rahmen der Gesamtfragestellung, denn das träfe ja sicherlich auch andernorts zu und ein Geschäft mit dem Nichtbetrieb von Strecken wäre doch wohl "etwas" widersinnig. Bin ja mal so gespannt auf die Regionalkonferenz am 16.04. ... (Ganz abgesehen davon hatten ursprünglich Sie die DRE hier ins Spiel gebracht, merci vielmal.) Beste Grüße, H-M (kein hochwohlgeborener Vorsitzender von irgendeinem Verein)
Zu den Kosten der Rückverstaatlichung in England darf man geteilter Meinung sein. Ich zitiere aus http://www.bahn-unterm-hammer.de/index.php?option=com_content&task=view&id=10&Itemid=42 : "In Großbritannien wurde die Bahn 1994 mit der Hoffnung privatisiert, der Zufluss frischen Kapitals werde den Schienenverkehr modernisieren. So wurde das Staats-unternehmen British Rail aufgelöst und an private Betreiber verkauft. Die staatlichen Subventionen an die privaten Unternehmen stiegen seither ebenso an wie die Zahl schwerer Unfälle. Die Investoren kassierten in nur acht Jahren Profite von mehr als 15 Milliarden Euro. 2003 ging die Netzgesellschaft Railtrack pleite. So musste die Infrastruktur erneut verstaatlicht werden. Laut britischer Regierung sind mehr als 100 Milliarden € erforderlich, um das heruntergewirtschaftete Schienenetz instand zu setzen." Nachdem es offenbar noch niemand geschafft hat, diese Aussage zu verbieten, muss ihr wohl ein gewisser Wahrheitsgehalt zugestanden werden. Und angesichts der Art und Weise, wie hier in Salami-Taktik die Verluste der Bayerischen Landesbank in Sachen Immobilienkrise eingeräumt werden, gehe ich davon aus, dass auch bei einer möglichen Bahn-Pleite vertuscht und bagatellisiert werden wird bis die Schwarte kracht - wir blöden BürgerInnen zahlens ja. Erwartet irgendjemand ernstlich etwas anderes?
Statt Zwiegespräch mal was zur Diskussion: Hartmut Mehdorn offenbart sich als Verfassungsfeind! Montagabend sagte er im "Heute Journal":
"Die Fürsorge und Daseinsvorsorge ist in dieser Zeit von Wettbewerb in Europa
nicht mehr die richtige Antwort."
Er fordert also, das Grundgesetz zu ändern bzw. fordert die Regierung auf, das Grundgesetz zu brechen. Denn dort steht in Artikel 87 e, dass der Bund für Schienennetz und Schienenverkehr im Allgemeinwohl zuständig ist. (Ausgenommen Personennahverkehr - für den gibt das Grundgesetz den Ländern die Verantwortung.)
Aber Mehdorn stellt Wettbewerbskampf und seinen Ehrgeiz offenbar übers Grundgesetz...
Das zeigt nur das wahre Gesicht unserer so genannten Eliten. Reich und arrogant geworden auf Kosten des Volkes, keinerlei Verantwortung übernehmen wollen, nur kassieren, und noch entsprechende Zitate absondern. Selber schuld sind wir, wenn wir uns das gefallen lassen - "alle bekommen die Politiker, die sie verdienen". Würde jedeR einen Brief an die Frau Merkel schreiben und diesem Missfallen Ausdruck verleihen, sähe das sicherlich schon anders aus. Auf jeden Fall braucht die ganze Bande sich nicht zu wundern, wenn immer mehr Leute die Linken wählen (und wenn die es dreimal nicht besser können).
Die Bezüge des Hartmut Mehdorn sind zu einem Großteil "erfolgsgebunden" wie es so schön heißt. Was aber ist der Erfolg, kann und muss man sich fragen: Die gefahrenen Personenkilometer oder Tonnenkilometer? Die Anzahl der Bahnhöfe, Serviceangestellten, Streckenlänge? Nein, das sind Werte, die überwiegend gefallen sind. Die Zahlen, die den "Erfolg" für die Bezüge ausmachen, sind andere, die mit den Kunden, Angestellten, Verkehrsleistung und Service nichts zu tun haben.
Schon während der Tarifauseinandersetzung mit der GDL habe ich mich über Herrn Mehdorns Rechtsauffassung gewundert und noch mehr darüber, dass es dazu so wenig kritische Stimmen in der Öffentlichkeit gab. Die von Stefan erwähnte Äußerung zur Daseinsvorsorge habe ich Herrn Mehdorn auch sagen hören. Wegen der Ungeheuerlichkeit habe ich jedoch im Nachhinein an meiner Wahrnehmung gezweifelt. Nun wird mir bestätigt, dass ich richtig gehört habe. Wer es ebenfalls nicht glaubt kann nachschauen: www.zdf.de/ZDFmediathek/content/9280?inPopup=true. Hat es in den Medien dazu einen kritischen Kommentar gegeben? Hätte Frau Slomka nicht direkt intervenieren müssen? Aber wie sagte Herr Mehdorn noch? "Der Markt wartet nicht auf Deutschland". Tja, da müssen wir uns beeilen. Der demokratisch verfasste Rechtsstaat ist dabei wohl immer mehr im Weg. Siehe dazu auch heute abend in ARD.Monitor. Arbeit, die wir eigentlich mit unserer Wahl den Politikern anvertraut und aufgetragen haben, wird von Lobbyisten erledigt.
Nachtrag: Persönliche Schreiben an Abgeordnete und z.B. auch an die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten sind sicher ein guter Weg, um für mehr Aufmerksamkeit in Bezug auf demokratiegefährdendes Handeln (auch bzgl. der Bahnprivatisierung) zu werben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Hinweise beachtet und beantwortet werden. Also nicht nur an Frau Merkel und Co schreiben, sondern auch den Medien Argumente und Hinweise liefern und gegebenenfalls ihre Propaganda entlarven.
Hallo! Mehdorn ist doch nur der Handlanger. Wer steckt dahinter?Die bahn gehört dem Volk.Die Kontrolle übt der Bundestag aus. Die zustandigen Minister verstoßen gegen ihren Amtseid,wenn dei Bashn auf diese miese Art verhökert wird.Mehdorn hat schon viele ehemalige Politiker unter vertrag genommenz.Beispiel Wieheu.Als Krönung stellt Mehdorn dann Oberstaatsanwalt Schaupensteiner als Korruptionsbeauftragten ein.Der Mann ist als Beamter freigestellt.Was sind das für Zustände?Kann dieser Spinner Mehdorn sich alles erlauben?70% der Bundesbürger sind gegen eine Privatisierung,aber das juckt Steinbrück und Konsorten nicht.In Frankreich hätte es schon richtig Krawall gegeben,aber der Deutsche läßt sich von diesem politischen Mittelmaß alles gefallen.Es sind Handlanger des Kapitals.
Das Schienennetz wird immer schlechter,Güterzüge bleiben wegen Personalmangel stehen. Aber Lokführer müssen Fragebogen für einen Stellenabbau ausfüllen,weil Vorgesetzte nur dann Ihre Prämie erhalten,wenn Sie die Mindestspar- vorgaben erfüllen. Also wird Personal abgebaut und Bahnhöfe geschlossen. Die persönliche Prämie ist wichtiger als der Fortbestand der Bahn. Wo soll das noch hinführen ?
An Herrn H-M zum Thema DRE. Die DRE übernimmt nur die Strecken, die zur Stilllegung anstehen und wo sich sonst kein anderes Unternehmen mehr bewirbt. Das dient zu vörderst dem Erhalt dieser Strecke. Das impliziert aber nicht, dass darauf auch ein Betrieb stattfinden muss oder diese auf Dauer betriebsfähig vorgehalten wird. Die DRE ist immer Letztübernehmer einer Strecke. Nimmt sie von der Übernahme einer bestimmten Strecke Abstand, so heißt das, diese Strecke ist für immer stillgelegt und kann für den Bahnbetrieb entwidmet werden. Somit ist die Übernahme von DB-Strecken durch die DRE auch eine Investition in die Zukunft, falls das Bahnklima in Deutschland wieder besser wird. Dann dürfen alle der DRE dankbar sein, dass sie von der DB AG Strecken übernimmt, die diese zur Stilllegung vorgesehen hat, und es keinen anderen Interessenten gibt. Mehr Auskünfte über das genaue Prozedere geben das AEG und andere Eisenbahngesetze. Bei speziellen Fragen wenden Sie sich doch bitte an die angegebene Adresse, dieses Forum ist kein DRE-Blog. Ich wollte auch nur hinweisen, dass die DRE im Zweifel Strecken, die zur Atilllegung anstehen, übernommen werden können. MfG Manfred Kurt Vormelker
Sehr geehrter Herr Vormelker! Mein unwiderruflich letzter Beitrag zum Thema DRE speziell (ich halte das an dieser Stelle wie gesagt für einen absoluten Nebenkriegsschauplatz): es kann sich doch kein Unternehmen leisten, Strecken "just for fun" zu übernehmen. Irgendwo muss die Kohle herkommen, und wenn es so sein sollte, dass es dafür Steuergelder gibt, dass man nichts tut, dann wäre das imho teurer Unfug. Wenn Sie mir jetzt noch einmal erzählen, dass dieses Thema hier nicht hergehört (was ich bei kleinem glaube, aber Sie haben es als erster angesprochen)und mich direkt an die DRE verweisen wollen, gehe ich davon aus, Sie wollen dieses Thema aus der öffentlichen Diskussion raushalten und gehe der Sache noch einmal richtig nach. Sollte sich meine Unterstellung bestätigen, werde ich das Ergebnis hier "ganz allgemein" und ohne die DRE einzeln herauszupicken offenlegen, meinetwegen in einem neuen Thread "money for nothing". So sei es!
Sehr geehrter Herr H-M, Wie Ihnen die BRE geantwortet hatte, versteht sich die DRE als ein Infrastrukturunternehmen. Wenn dort Verkehre stattfinden sollen, auf ihrer Lieblingsstrecke, dann sorgen sie als politisch engagierter Mensch dafür, die Politik in Bayern mit vernünftigen Konzepten so zu beeinflussen und unwiderlegbar zu beeindrucken, dass dort vom zuständigen Aufgabenträger, die BEG, Verkehr bestellt wird. Auch die DB AG fährt (im Nahverkehr) nur dort, wo Schienennahverkehrsleistungen bestellt sind und nicht auf eigene Kosten. Nahverkehr, gerade im ländlichen Raum ist auf Schienen nicht kostendeckend zu betreiben, sondern braucht Zuschüsse (wie die Regionalisierungsmittel der Länder). Die Strecke liegt bereit, ist unterhalten, muss also nur noch Verkehr bestellt werden, wie es in Deutschland seit der Regionalisierung von 1996 üblich ist. Dafür sollten Sie sich stark machen.
Ich habe gerade in www.german-foreign-policy.com den Artikel "Hunderttausend-Euro-Angebot" gelesen. Was für eine Schmierenkomödie, wenn stimmt, was dort über den Umgang des Bahn-AG-Aufsichtsrates mit dem Zug der Erinnerung (www.zug-der-erinnerung.com)und unserer Vergangenheit geschrieben steht. Das derzeitige Bahn-Management richtet großen gesellschaftlichen Schaden an. Es muss ihm von der Politik die Macht entzogen werden. Die Zukunft der Bahn muss ganz neu gedacht werden!
Das mit dem 100 000-Euro-Angebot habe ich auch gelesen. Soviel ich weiß, ist der aktuelle Zug der Erinnerung sowieso schon der zweite Anlauf, weil beim ersten die DB komplett gemauert hat (vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich bild mir ein, so war es). Tja, zum einen macht es wenig Freude, wenn die eigene Organisation (und sei es 60, 70 Jahre her) in eine perverse Mordmaschinerie eingebunden war und dies (wieder) ins Licht der Öffentlichkeit gebracht wird. Zum anderen kann ich mir aber lebhaft vorstellen, dass die DB sich durch das Herausreißen von Weichen und Gleisen selbst so kastriert hat, dass man dort für jeden außerplanmäßigen Zug dankbar ist, der nicht fährt bzw. irgendwo Abstellplatz wegnimmt. Sollte außerdem die Formulierung mit der "jüdischen Einrichtung" wörtlich zitiert sein, so wäre dies genau der Ton, den ich von unserer "Elite" erwarte, und der erinnert mich fatal an ebendiese Zeiten mit den doittschen Härrrenmennschen von vor 70 Jahren. Bin mal gespannt, wie lange "wir" bei den meisten anderen Weltbewohnern noch so positiv gesehen werden wie derzeit...
Welchen Vorteil hat der Kunde von der Privatisierung? die Erafhrungen in anderen Ländern (GB) lehren uns: entgegen aller Versprechen gar keinen. Sondern nur Nachteile - und zwar eben die, die derzeit noch als Unkenrufe abgetan werden. Warum sollte ein gewinnorientiertes Privatunternehmen von Vorteil sein? Der widerspruch in dieser Logik liegt auf der Hand - Gewinne in private Kassen abschöpfen - und dann noch besser sein? Das kann nicht sein! Und nicht nur die Kunden werden betroffen sein. die folgenden Umstrukturierungen und Flexibilisierungen werden (mals wieder) zu Lasten derer gehen, die noch wirklich arbeiten müssen und ihr Geld nicht mit Kapitalerträgen und Vorstandsgeplänkel verdienen können. Mehdorn - in 20-30 Jahren könnte er ein Betrüger sein. Ein Staatsfeind. Wenn dieser Ausverkauf des Staates an die Besitzelite so weitergeht wie bisher, dann könnte dies durchaus auch schon schneller der Fall sein. Was da vor sich geht ist eine bodenlose Freichheit, welche sich der Steuerzahler nicht mehr lange tatenlos anschauen wird. Hoffentlich zumindest. Die telekom. Die post. Zwei Musterbeispiele gelungener Privatisierung. Zumindest für die, die sich den Mehrwert der Objekte und die Erträge aus Kursschwankungen [...] einverleiben konnten. Wenn es mit den Bahnverbindungen ähnlich läuft wie mit den Briefkästen und Telefonzellen, dann gute Nacht, Deutschland! Aus der Traum von klassenloser und umweltverträglicher Mobilität.
ein weiterer Aspekt, der bis heute noch nicht benannt wurde ist: Als Ausgleich für die finanziellen Belastungen von Behinderten wurde die kostenlose Nutzung der Deutschen Bundesbahn flächendeckend in der BRD eingeführt. Hartmut entzieht sich dieser gesellschaftlichen Verpflichtung indem er seine FernZüge ICE+IC/EC Behinderten-frei hält (wie in einem "Gaststätten" Urteil bestätigt wurde). Diese Vergünstigung gilt nur im NahVerkehr - in VerkehrsVerbünden: im Zug, Bus, Straßenbahn, etc.). Selbst dort winken den Behinderten 40€ MehdornAbzocke, weil die VerkehrsVerbünde nicht immer direkt aneinander grenzen. Als Beispiel die Strecke Reutlingen nach Ulm: hier tun sich zwei Fallen auf; 1. Metzingen-Bempflingen=1,30€ und 2. Reichenbach-Amstetten=6,60€. Für diese Besonderheiten gibt die DBAG jedes Jahr eine extra Broschüre heraus. Kosten?
man lese: "Mehdorn, die Bahn und die Börse" von Markus Wacket aus dem redline-Verlag München sowie den Artikel von Franz Schmider aus der Badischen Zeitung, Freiburg im Breisgau dazu vom 12.04.: "Das System Mehdorn und die Tricks des Bahnchefs"- ..."wo all dies nicht reicht ("mit Briefen von Mehdorn wird einerseits Druck ausgeübt, andererseits werden Personen bei Vorgesetzten angeschwärzt"), werden M.s Mannen aktiv, z.B. der einstige Verkehrsminister Klimmt, SPD, oder der ehemalige bayrische Wirtschaftsminister Wiesheu, CSU. Der handelte seinerzeit noch als Beauftragter der Union noch den Koalitionsvertrag mit aus, der den Börsengang der Bahn festschreibt, und wechselte dann direkt in den Bahnvorstand. ... Mehdorn muss zurücktreten! Die deutsche Volkswirtschaft ist kein Selbstbedienungsladen! Wir sind das Volk!
Dieses Wochenende toben die Gerüchte in Berlin: Sollte sich die SPD aufs Becksche Modell einigen, also Privatisierung ohne Nahverkehr, für den Fall hätte der gesamte DB-Vorstand mit Rücktritt gedroht.
Dass dieses Gerücht geglaubt wird, liegt wohl daran, dass es bestätigen würde, dass der DB-Vorstand um Mehdorn sich für die Entscheider hält, nicht den Eigentümer Bund.
Andererseits wäre ein Rücktritt tatsächlich konsequent: Mehdorn hat im falsch verstandenen Auftrag des Eigentümers die Bahn auf Privatisierung gedrillt. Wenn der Eigentümer endlich klare Worte findet und erklärt, was er mit seiner Bahn will, dann müsste Mehdorn weg. Denn er kann nicht anders als zur Börse steuern...
Also jetzt ist es raus: nach Beschluss der SPD sollen maximal 24,9% des Personen- und Güterverkehrs privatisiert werden, die Infrastruktur im staatlichen Besitz bleiben. Jetzt würd mich nur mal interessieren: 1) wie wird sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieses "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Modells darstellen (vor allen Dingen für die BürgerInnen)? 2) was heißt das, Strecken und Bahnhöfe bleiben in staatlichem Besitz? Darf Mehdorn trotzdem alles stilllegen und verkaufen, was er der "Großen Politik" schmackhaft macht (oder vielleicht besser "plusminus nötigenderweise unterschiebt")? 3) ist das nicht der Einstieg in die weitere Verramschung, wie man auf Unionsseite gerne vermerken will? 4) wollte nicht das ganze Damage... äh DB-Management geschlossen zurücktreten, wenn die Privatisierung ohne Netz passieren soll? Wie darf man es verstehen, wenn sie nicht zurücktreten? Fragen über Fragen...
Erstaunlich, dass es zu dieser Diskussion kommen kann. Es geht um einen Betrieb der noch nie in seiner über 100jährigen Geschichte echte Gewinne eingefahren hat und in der Zeit massiv aus dem Staatshaushalt unterstützt wurde. Die DB ist einer der letzten großen und zuverlässigen Arbeitgeber, der noch wesentlich zur Bereitstellung von weniger qualifizierten Arbeitsplätzen und darauf aufbauende Qualifizierungsmaßnahmen mit hohem Aufwand betreibt. Es wird vergessen dass die DB das Logistik-Rückgrat für unsere Wirtschaft darstellt und spätestens dort die Zeche zu zahlen ist. Andererseits werden idiotischten Maßnahmen zur 'Umweltrettung' bis hin zur Aushungerung von Drittweltländern (biosprit) massiv gefördert, die einfachste Lösung soll nun unmöglich gemacht werden: kostenloser Personenverkehr. Sollte es nun noch zu einer Optimierung des Güterverkehrs kommen (Es ist zB nicht einzusehen dass ein Container aus dem Bremer Hafen eine Woche braucht um per Bahn nach Hamburg zu gelangen- lachhaft) kann dies zu einer wesentlichen Entlastung der Weitverkehrsnetze BAB und Bundesstraßen führen. Warum soll eine Privatisierung helfen, glauben die Entscheider dass die Logistikprobleme mit der derzeitigen Besetzung nicht gelöst werden können und es lieber einer Firma überlassen die Angestellten zu entlassen? Dass sich dafür dann sogenannte 'Manager' auch noch gegenseitig Sternchen an die Brust heften ist glaub ich nur der übliche Schwachsinn über den wir die wesentlichen Fragen vergessen.
Ich bin gegen eine Bahnprivatisierung, ebenfalls gegen eine Teilprivatisierung! Bei einer Privatisierung hat nur der Finanzminister ein Geschäft gemacht. Für 1 Jahr! Neues Geld kommt dann ja nicht nach. Ich fürchte auch, daß die potentiellen Privateigentümer den Service vernachlässigen. Vor allem daß sie die Verbindungen ausdünnen! Gerade wir Älteren sind auf gute Bahnverbindungen, fern- und nah-, angewiesen, da wir das Autofahren scheuen. Wir machen einen großen Teil der Bahnkunden aus. Wir würden im Falle einer Privatisierung in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da wir ebenfalls aus ökologischen Gründen das Fliegen ablehnen. Von Herrn Mehdorn weiß man, daß er kein Bahnnutzer ist. Wie kann ein solcher Mann Leiter der Deutschen Bahn sein? Also: ich fordere eine neue Bahnpolitik!
Eine andere Bahnpolitik werden wir nicht bekommen, solange die Verkehrspolitik in Deutschland plusminus von der Automobil- und Mineralölindustrie gemacht wird. Frau Giani, Ihre Forderung ist zwar gut und berechtigt, aber ich bezweifle sehr, dass die Ausschlag gebenden Herr- und Damenschaften sich dieses Forum hier antun - schon mal aus Prinzip. Schreiben Sie direkt an die Frau Bundeskanzlerin: Bundeskanzleramt, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin (Adresse so aus der Seite des Bundeskanzleramtes entnommen). Wenn alle 60 bis 70 % aller BundesbürgerInnen, die gegen die Bahnprivatisierung in irgendeiner Form sind, da einen Brief oder eine Karte hinschicken, geht denen vielleicht doch ein Seifensieder auf - schließlich sind wir alle potenzielle WählerInnen. Und nicht vergessen: alle bekommen die Politiker, die sie verdienen. Wenn wir uns alles gefallen lassen, brauchen wir uns über nichts zu wundern!
Diese Diskussion war eine der intensivsten auf DeineBahn.de. Jetzt wollen wir aber weniger über das Bahn-Management reden als über die politischen Entscheider. Darum schließen wir diese Diskussion und laden Dich ein, Deine Meinung zu sagen zu: "Wenn ich SPD-Chef wäre..."











DieAnja am 28.02.2008 10:23
Als ich klein war, habe ich auch gerne Simulationsspiele gespielt - ob mit Playmobil, am Computer (Simcity) oder in ausgeprägten Gedanken: Was wäre wenn... ich eine Million hätte, ich dies und das steuern könnte. Wäre ich Konzernchefin geworden, hätte ich aber den Unterschied zwischen Spiel und Realität gekannt; Mehdorn spielt das große Konzernspiel - die KOsten tragen andere. Der Mann muss zurück ans Computerspiel!