Bringt die Bahnprivatisierung mehr Wettbewerb und dadurch Vorteile für die Kunden und den Staat?
Wie beantwortest Du diese Frage: hier das Diskussionsforum zum Thema Wettbewerb.
Wettbewerb auf einem der Allgemeinheit nutzenden Verkehrsträger produzieren zu wollen ist gespenstisch dumm . Die Allgemeinheit das bedeutet :Behinderte , Arbeitslose , Kinder , hilflose Alte , vermögende Alte , Geschäftemacher , Prostituierte , Studenten , Demonstranten , usw. , usw. -alle Sorten Menschen , die eine Gesellschaft ausmachen . Für ALLE wurde im Laufe von 170 Jahren in der Mitte Europas ein demokratisches , flächendeckend vorhandenes Verkehrssystem geschaffen - zugegeben nach langem Hin und Her - wie es 170 Jahre gesellschaftlicher Entwicklung vermögen . Statt nun dieses gewaltige Volksvermögen in der derzeitigen Krisenzeit unserer Existenz zu erhalten , organisatorisch zu korrigieren , in Richtung exzellenter Dienstleistungen zu verbessern soll es unter der vermeintlichen Zauberformel " WETTBEWERB " dem Kapitalmarkt zu einem Bruchteil seines Wertes zur Profitmaximierung übergeben werden . Das Beispiel Großbritanien hat gezeigt , daß die öffentliche Hand nun nach ca 23 Jahren ein dreimal so hohen Zuschuß in das britische Bahnwesen stecken muß , um es vor dem totalen Kollaps zu retten .Zudem steht die RE- Privatisierung an . Für die Gesellschaft kann die Idee des Wettbewerbs im Falle DB nur ruinös sein .
Wettbewerb und Gewinnstreben werden in unserer Gesellschaftsordnung als Triebkraft für Innovation, Forschung, effizientes Wirtschaften und das Streben nach bestmöglichen Angeboten für die Menschen angesehen. Ohne Wettbwerb kein Fortschritt! Mal abgesehen davon, dass es auf der Schiene nie Wettbewerb geben wird, müssen wir beginnen, die Frage zu diskutieren, ob wir Wettbewerb im heutigen Informationszeitalter überhaupt noch benötigen, um Innovation, Forschung, effizientes Wirtschaften und das Streben nach bestmöglichen Angeboten für die Menschen sicherzustellen. Basierend auf internationalen Erkenntnissen der neurobiologischen Forschung lässt sich aussagen, dass die Motivation der Menschen primär aus Kooperation und Resonanz erwächst und Konkurrenz und Egoismus Menschen eher krank machen. Literaturempfehlung: "Prinzip Menschlichkeit" von Joachim Bauer.erwächst und Konkurrenz und Egoismus Menschen eher krank machen. Literaturempfehlung: "Prinzip Menschlichkeit" von Joachim Bauer.
Ich bin überzeugt, dass wir keinen Wettbewerb benötigen, um eine kundenfreundliche und pünktliche Bahn zu haben. Wir benötigen Visionen, die nicht nur warme Worte sind und richtige Macher mit Ausstrahlung und emotionaler Intelligenz und Kompetenz als Manager. Wir benötigen Führungskräfte, welche ihre Mitarbeiter mitreißen, begeistern und motivieren. Die Mitarbeiter werden sich dann mit dem Unternehmen identifizieren und kundenfreundlich agieren, wenn die Arbeit wieder Spaß macht und ohne Gesundheitsschädigung leistbar ist. Sehr wichtig ist auch eine gute Ausbildung von (neuen) Mitarbeitern, welche sich über alle Tätigkeitsfelder der DB AG erstreckt und nicht nur auf das zukünftige Einsatzgebiet konzentriert, und die unternehmensinterne Förderung von Führungskräftenachwuchs.
Mögliche Vision: Wir sind die Bahn! Von Menschen für die Menschen! Unsere Mitarbeiter, Fahrgäste und Transportkunden stehen im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Unsere Arbeit darf auch Spaß machen. Unsere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, unser Arbeitsklima, unsere Zusammenarbeit und unsere Kommunikation im Unternehmen organisieren wir so, dass wir uns im Unternehmen wohlfühlen. Davon motiviert sorgen wir für das bestmögliche Angebot im Regional- , Interregio- , Fern- oder Transportverkehr. Mit unseren Angeboten schaffen wir die bestmögliche Alternative für unsere Fahrgäste und Transportkunden. Eine solche Vision widerspricht den Interessen von Aktionären! Lasst uns einen geeigneten Manager suchen, der Mehdorn ablösen soll und mit einer solchen Vision und Bahnsachverstand frischen Wind in die DB AG bringt!
Hallo Andreas,
Ich habe deine Zeilen mit Interesse gelesen. Deine Vision "Wir sind die Bahn" scheint in weiten Teilen das zu sein, was die Bahn in diesen Tagen als Imagekampagne starten möchte. Dass die Praxis oftmals nicht von Zusammenarbeit, Motivation und einem umfassenden Systemverständnis geprägt ist -- keine Frage -- da stimme ich dir voll zu. Wobei ich mich auch fragen würde, wer Herrn Mehdorn wirklich ablösen sollte. Würdest du den Job freiwillig machen wollen, selbst für drei Millionen Euro jährliches Schmerzensgeld?
Nicht so recht verstanden habe ich dabei, warum es auf der Schiene nie Wettbewerb geben wird. Die Bahn sagt, dass mit rund 330 Wettbewerbern (mit sprunghaft wachsenden Marktanteilen) mehr Konkurrenten auf deutschen Schienen fahren würden, als im Rest der EU(-15?) zusammen. Da es offenbar auch seit Jahren keine erfolgreichen Klagen bzw. Beschwerden gegen Trassenvergaben gab, scheint auch beim Netzzugang keine nachweisbare Diskriminierung zu herrschen.
Dies nur als kurze Antwort.
Viele Grüße aus einem Cafe in Nürnberg
Peter
Hallo Peter, hast Du Dir die anderen "Marktteilnehmer" und Ihre Eigentümer schonmal genau angeschaut? Siehe http://www.db.de/site/shared/de/dateianhaenge/berichte/wettbewerbsbericht__2007.pdf (Seite 59-64). Bei den Transportgesellschaften handelt es sich meist um TNU/KMU oder JointVenture zwischen TNU/KMU, denen ich unterstelle, dass sie vorrangig ihren eigenen Transportbedarf kostengünstigst selbst organisieren. Ich gehe davon aus, dass dies auch der Grund ist, warum die DB AG (bzw. Mehdorn) das Schienennetz nicht ausgliedern möchte, da die DB AG nur über die Netzzugangseinnahmen am steigenden Transportaufkommen dieser Gesellschaften partizipieren kann. Aus meiner Sicht ist es auch die bestmögliche Lösung, wenn TNU/KMU ihr Transportaufkommen selbst organisieren, da sie ihre Bedürfnisse am Besten kennen, aber man sollte dann nicht von Wettbewerb reden.
Unter den Personenverkehrgesellschaften findet man überwiegend Betreiber von Schmalspur- und historischen Dampflokbahnen und die Betreiber von zuvor regional ausgeschriebenem Bahnverkehr durch die Bundesländer. Ich habe bei meiner Aussage nicht den allgemeinen neoliberalen Wettbewerbsbegriff zu Grunde gelegt (siehe http://www.insm.de/Lexikon/W/Wettbewerb.html). Ich denke, man sollte nur dann ehrlich von Wettbewerb reden, wenn es sich um einen Wettstreit um die Gunst des Kunden handelt. Und ehrlicher Wettbewerb um die Gunst des Kunden ist nur dann real, wenn der Kunde die Möglichkeit hat, zum gleichen Zeitpunkt aus unterschiedlichen Alternativen zu wählen oder darauf zu verzichten. Ich möchte behaupten, dass die Bundesländer bei der Vergabe von regionalen Strecken als Vorinstanz die tatsächlichen Kundenwünsche nicht in vollem Umfang berücksichtigen können und dass der überwiegende Teil der Fahrgäste nicht auf die Fahrt mit dem einen dann vorhandenen Anbieter verzichten kann.
Weiterhin gibt es nur drei "private Wettbewerber", die Fernverkehr anbieten. Die Vogtlandbahn AG (ehemals Bayern/Sachsen, jetzt 100% Arriva), Ostseeland Verkehr (bekannt als InterConnex, 70% Veolia) und GVG bieten genau drei Fernverbindungen an: Hof-Berlin, Leipzig-Berlin und Malmö-Berlin. Dabei werden Strecken bedient, die von der DB AG so nicht (mehr) bedient werden. Andere bekannte Anbieter im Fernverkehr (NZ, EN, D-Zug, CNL) sind Kooperationen zwischen DB AG und ausländischen Bahnen, um grenzüberschreitenden Verkehr besser zu organisieren, für die es ebenfalls kein gleichwertiges alternatives Angebot gibt. Man muss einfach akzeptieren, dass des Betreiben von Schienenverkehr mit sehr hohen Kapitalfixkosten verbunden ist und unternehmerisches Risiko nur dann eingegangen wird, wenn man sich sicher sein kann, dass kein Mitwettbewerber ein gleichwertiges alternatives Angebot hat oder plant. Unter diesen Voraussetzungen ist ehrlicher Wettbewerb nicht möglich. Dann kann man auch gleich "den Markt" aufteilen oder es eben lassen ;-) Für den Personenverkehr bin ich im Übrigen für Aufteilen und Streckenvergabe an Einzelunternehmen, die unter einem gemeinsamen Dach gemeinwohlorientiert ohne Profitinteresse wirtschaften, aber nicht zwangsläufig zu 100% den Bundesländern oder dem Staat gehören müssen. Die Infrastruktur (Schienen, Bahnhöfe, Energieerzeugung, Erstellung Kursbuch, Vertrieb Fahrkarten) muss selbstverständlich in einer Hand bleiben.. Grüße, Andreas
Die häufig als positive Beispiele angeführten Privaten arbeiten wie Andreas richtig ausführt so gut wie ausschließlich im Bereich Nahverkehr, wo der Staat via Regionalisierungsmittel 70 Prozent von jeder Fahrkarte bezahlt. Viele der genannten sind solche, die sich tatsächlich in öffentlichem Eigentum befinden (Gaisbockbahn,, Hessische Landesbahn) oder 100% Töchter der DB AG (Usedomer Bäderbahn). Dezentrale Formen des öffentlichen Eigentums sind oft von Vorteil gegenüber einer zentralisierten „Staatsbahn“. Ansonsten gilt: Etwas neuer Lack zu Beginn des Marktauftritts, aushängende Zeitungen und Café im Zug: mittelfristig sind derlei Nettigkeiten schnell verbraucht. Die meisten Kosten sind aufgrund der Ausschreibungskonditionen nämlich fix, der variable Posten sind die Personalkosten. Da es in Deutschland kein Tariftreuegesetz gibt, das die Anwendung eines branchenüblichen Tarifvertrags vorschreibt, bedeutet Reduzieren der Personalkosten zwangsläufig Sozialdumping und führt so zu einer rapiden Verschlechterung des Service, manchmal auch der Sicherheit. Das hierzulande häufig hervorgehobene Unternehmen Veolia, früher Connex, eines der größten privaten Personennahverkehrsunternehmen in Europa und Nordamerika, bot in Großbritannien eine derart schlechte Performance, dass die Aufsichtsbehörde ihnen z.T. den Verkehr entzog. Firmenübergreifend hinzu kommt der Verlust von bundesweit einheitlichen Tarifen, Fahrplänen, sozialen Standards und Standards für Sicherheit und Service.
Bei einigen Kommentaren wird einem ja richtig warm ums Herz - man möchte fast meinen staatliche Bahngesellschaften bringen uns früher oder später den Weltfrieden. Wettbewerb bei der Bewirtschaftung von Netzen ist ganz sicher nicht einfach zu erreichen. Die Bahn so weitermachen zu lassen wie bisher halte ich aber für grundlegend falsch. In der Vergangenheit ist der Zustand der Strecken immer schlechter geworden, die Preise sind gestiegen und gerade im Regionalverkehr sind immer mehr Strecken geschlossen worden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein anderer Manager deutlich bessere Ergebnisse erzielen könnte/wollte. Erst das Auftreten von Wettbewerbern würde der Bahn mal "richtig Feuer unterm Hintern" machen. Warum nicht das Netz einer staatlichen Aufsichtsbehörde unterstellen und Lizenzen für verschiedene Strecken versteigern? Aus den Lizenzgebühren könnte man dann das Netz in Stand halten. Das Wettbewerb in Netzen funktionieren kann sieht man im Telekommunikationsbereich. Die Preise sinken seit Jahren und selbst der befürchtet Arbeitsplatzabbau trat nicht ein. Die Wettbewerber der Telekom haben in den vergangenen Jahren mehr Jobs geschaffen als diese abgebaut hat.
Hallo Bisamratte,
so ganz kann ich deinem Beitrag nicht zustimmen. Der Wettbewerb auf deutschen Schienen ist längst Realität. Etwa 350 Unternehmen sind zum Betrieb von Schienenfahrzeugen auf dem Netz zugelassen, überwacht durch Aufsichtsbehörden wie das Eisenbahn-Bundesamt (technische Aufsicht) und die Bundesnetzagentur (Netzzugang). Hier hat sich, gerade im Personen-Nah- und Güterverkehr seit 1994 auch eine Menge bewegt. Jedes dazu befähigte Unternehmen kann darüber hinaus Trassen auf den Gleisen bestellen, zu Preisen von etwa 1,5 bis 10 Euro pro Zug-km.
Vergessen werden darf dabei nicht, dass sich offenbar kein großes Schienennetz auf dieser Welt vollständig selbst trägt. Trotz moderner Technik und Wettbewerb werden gerade kleine Nahverkehrs-Strecken sich niemals selbst tragen; zumindest nicht bei der Preisbereitschaft der Fahrgäste. Der Unterhalt des Netzes kostet den Bund pro Jahr 2,5 Milliarden Euro, ergänzt durch über eine Milliarde Investitionen seitens der Deutschen Bahn sowie Neu- und Ausbauinvestitionen im Bereich von 1,x Milliarden Euro per anno.
Der Zustand der Strecken ist indes nicht per se "immer" schlechter geworden. Hamburg--Berlin, Berlin--Leipzig, Nürnberg--München seien hier nur als große Beispiele genannt, wo in den letzten Jahren überdeutliche Verbesserungen erreicht wurden. Beim Netzzustand fehlt eine differenzierte, offene Diskussion. Es läge an der Bahn, hier einmal die Fakten auf den Tisch zu legen.
Viele Grüße
Peter
Hallo Carl-Friedrich,
Deinen Argumenten in deinem Beitrag vom 8. März muss ich in einem Punkt klar widersprechen:
Es ist nicht richtig, dass die private Konkurrenz der Deutschen Bahn "so gut wie ausschließlich im Bereich Nahverkehr" aktiv ist. Zum Stand von Ende 2006 waren 358 Eisenbahn-Verkehrsunternehmen auf deutschen Schienen zugelassen; etwa 20 davon sind die Töchter der Deutschen Bahn, die restlichen gut 340 Konkurrenten der DB. Von allen Verkehrsanbietern betrieben 60 nur Personen-, 71 nur Güterverkehr. Die große Masse, 221 Unternehmen, betrieben sowohl Güter- wie auch Personenverkehr.
Im Jahresvergleich 2004/2005 nahm die Trassennutzung der Privaten um 25 Prozent, die Verkehrsleistung sogar um 55 Prozent zu. Der Marktanteil der Privaten im Schienengüterverkehr lag 2005 bei 15,1 Prozent (Vorjahr 10,1).
(Quelle: Unterlagen Herbstpressekonferenz der Bahnindustrie in Deutschland e. V. vom 1. November 2006)
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter, lass Dich nicht von der Anzahl der Konkurrenten beirren: Entscheidend ist der Marktanteil. Und der liegt im Personenfernverkehr weiter unter 2 Prozent. Was das Sozialdumping betrifft: Wenn man ein System einrichtet, das Dumping hervorruft, kann man das nicht durch "charity" in der Ausschreibung kompensieren. Die Interessen der Beschäftigten werden in so einem System ja sofort anonymisiert. Streiken sie, dann wird Ihnen vorgeworfen, am potentiellen Gewinn der nächsten Ausschreibung zu sägen. Die Länder wollen durch Ausschreibung "bis zu 30 Prozent einsparen" (Hessen). Der Normalverbraucher weiss gar nicht, dass es sowas wie Auschreibungstexte überhaupt gibt. Eine nennenswerte politische Lobby, die Einfluß auf Auschreibungstexte nimmt gibt es somit nicht. In Versprechen vor den Landtagswahlen mag so etwas noch vorkommen. Danach regiert der Preis. Was das besser bezahlte Fahrpersonal betrifft: Da wäre ich über jede Quellenangabe dankbar. Nach meinen Informationen liegen die Löhne um bis zu 30 Prozent unter DB-Tarif.
Hallo Carl-Friedrich,
ich habe mich in den letzten Tagen einmal durch einige Quellen gewühlt, konnte aber keine öffentlich zitierbaren Informationen zu den Gehältern finden. Fest steht, dass die Aussage des Herren "Leiter Arbeitsbedingungen in Konzern" in der aktuellen Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "DB Welt" nicht irreführend, sondern inhaltlich auch falsch ist. Die Weigerung, mit der Gewerkschaft der Lokführer überhaupt über einen vorgeschlagenen Fahrpersonal-Tarifvertrag zu verhandeln, wird darin unter anderem damit begründet, dass die DB bereits heute bis zu 25 Prozent über dem Niveau der Konkurrenz zahle. Naja, bei fast 350 Konkurrenten fällt es sicher nicht schwer, irgendeine Gesellschaft zu finden, die tatsächlich so mies zahlt...
Was ich bislang an Tarifen gefunden habe, unterstreicht den Eindruck, den ich in vielen Gesprächen mit Mitgliedern des Fahrpersonals erlebt habe: Die DB zahlt nicht sonderlich gut, einige Privatbahnen (offenbar vor allem große Konkurrenten im Cargo-Geschäft) bieten Arbeitsbedingungen und Gehälter, die deutlich über dem DB Standard liegen. Ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, sei hier die deutsche Sektion der SBB Cargo mit deutlich (erheblich dreistellig) höheren Gehältern genannt.
[Fortsetzung unten]
[Fortsetzung]
Ich denke, wir werden noch eine interessante Zeit erleben, wenn die Friedenspflicht der Lokführer Ende Juni endet. Gerade das zeigt mir aber auch, dass gerade Lokführer alles andere als wehrlose Arbeitnehmer sind, die ewig alles Schlucken. Wie gut, dass ich dann mitten in den Prüfungen stecke und damit nicht sonderlich viel unterwegs sein werde. ;-)
Viele Grüße aus Nürnberg
Peter
Peter, versuch doch bitte mal, Dich kurz zu fassen - es hat schon einen Grund, dass über dem Eingabefeld "max. 1.500 Zeichen" steht. Wenn Du das mit Fortsetzungen umgehst, macht das Deine Aussagen nicht spannender, sondern sollte Dir zeigen, dass Du etwas kompakter schreiben solltest.
Hallo Anja,
Danke für das offene Feedback. Ich werde mich bemühen, noch ein bisschen kompakter zu formulieren. Gerade bei komplizierteren Sachverhalten, die nicht in drei Sätzen abgehandelt werden können bzw. nicht so kurz abgehandelt werden sollten, bleibt der Weg über die Fortsetzung unausweichlich.
Viele Grüße
Peter
Ich finde es schlimm, dass man Argumente auf 1500 Zeichen runterbrechen muss... und peter ist hier nicht der einzige, der derart lang schreibt...wenn man mehr zu sagen hat, sollte man es auch tun dürfen...
Wettbewerb scheint ja nicht nur was Gutes zu sein. So kann auch in der Argumentation von Privatisierern Angst mitschwingen: Man steht bereits in einem (sich durch die Globalisierung verschärfenden!) Wettbewerb, der zu Reaktionen zwingt! Tatsächlich ist es wohl weniger Angst als Angstmacherei: Der scharfe Wettbewerb, von dem hier die Rede ist, gilt im Schienenverkehr nur sehr eingeschränkt. Im Fernverkehr gibt es nahezu keine Konkurrenz zur DB AG, obwohl jeder Private – oder Öffentliche – hier seit 1994 einsteigen kann. Im Nahverkehr werden 70 % vom Bund bezahlt, dann beginnt erst der Wettbewerb. Im Güterverkehr gibt es hunderte von Anbietern mit einem Marktanteil von zusammen dennoch nur 15 Prozent. Auch in Großbritannien ist ein Unternehmen mit rund drei Viertel des Marktanteils der klar bestimmende Marktakteur im Schienengüterverkehr. Bildet man die Differenz aus der Bewertung der Modelle des PRIMON-Gutachtens, die sich nur in der Verfügung der DB über das Netz unterscheiden, erhält man den Geldwert der Möglichkeiten der DB, Wettbewerber zu diskriminieren. Wem dieser Wettbewerb dennoch zu scharf ist, der könnte eine bessere Regulierung fordern. Stattdessen: Macht aus dem Staatskonzern einen Privatkonzern! Gebt auch ordentlich Startkapital, z. B. das Schienennetz + Immobilien, ca. 150 Milliarden Euro wert. Durch das Ersetzen des Staatsmonopolisten durch einen kapitalstarken Privatmonopolisten will man dem Wettbewerb mal richtig auf die Sprünge helfen.
Auf Umwegen auf Eure Seite gestoßen, um genau zu sein über meinebahndeinebahn und einem Kommentar von Anna Wolter auf meinem eigenen Blog zu den Fragen der DB AG: Wie lassen sich die Diskussionen hier auf dieser Seite, als auch der entsprechenden Initiativen so weit in die Öffentlichkeit tragen, daß die weitere Privatisierung der Bahn bei Bevölkerung UND Politikern wirklich überdacht wird?? Daß ist doch das Riesen-Manko, daß weder ausreichend die Politiker, die darüber abzustimmen haben, als auch die "Kunden" bzw. tatsächlichen Eigner der Bahn genügend Bescheid wissen über die Umstände, Hintergründe der scheinbaren Wettbewerbs-Verbesserungen! Wieso gibt es keine Aufstellung darüber, welcher der Verantwortlichen nun für bzw. gegen die Privatisierungs-Pläne ist und demnach beurteilt oder ge/abge-wählt werden kann? Ich diskutiere gerne auch auf www.rangierer.de
@Birgit: Das Ding hier heißt ja "Diskussion", nicht (Peters) Vortrag. Da finde ich 1500 Zeichen ausreichend, damit alle "zu Wort kommen". Und wenn ich mich auf einen anderen Diskutanten beziehe und eine Sache diskutiere, reicht das - reicht eben nicht für Vorlesungen. Wer mehr als 1500 Zeichen will, soll sich eine eigene Page basteln ;-)
Nun, es sagt schon etwas die herrschende Diskussionkultur aus, wenn Beiträge höchstens 1500 Zeichen lang sein sollen. Das reicht vielleicht, um einen Standpunkt zu formulieren, aber nicht, um wirklich in eine fundierte Diskussion einzusteigen.
Beste Grüße
Peter
In solchen Fällen müssen dann eben gleich 3 Kommentare hintereinander geschrieben werden ;-), so wie es Andreas am 5.5. gemacht hat! Also sollten uns 1500 Zeichen nicht davon abschrecken, Standpunkte ausfühlich zu diskutieren!
Spiegel online, 22. Mai: Deutsche hoffen auf besseren Service "Ob mit oder ohne Schienennetz: Die Deutschen scheinen nicht daran zu zweifeln, dass die Deutsche Bahn privatisiert wird. Sie setzen sogar auf konkrete Vorteile, sollte sich der Staat aus dem Zuggeschäft zurückziehen. Danach geben 58 Prozent der Befragten an, mehr Service und eine bessere Kundenorientierung zu erwarten, sollte die Bahn teilweise privatisiert werden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Forsa. 46 Prozent der Deutschen rechnen weiter damit, dass sich die Position der Bahn als weltweiter Dienstleister verbessern würde und 42 Prozent hoffen auf eine Entlastung der Steuerzahler. Dass das Bahnfahren billiger werden könnte, glaubt allerdings nur rund ein Drittel: Gerade mal 36 Prozent erwarten auch niedrigere Fahrpreise."
Peter diskutiert nicht, Peter lässt hier ellenlanges Zeug ab, und zwar ungefähr immer das Gleiche. So etwas lese ich gar nicht - und, Peter, ganz nebenbei, andere auch nicht. Ich glaube, die Deinebahn-Leute wollen hier den Diskutanten eher helfen, sich kurz zu fassen. Gerade im Internet werden lange Texte einfach nicht gelesen! Und in der Offline-Diskussion habe ich auch keinen Bock drauf, wenn irgendwelche Männer (meist Männer) sog. Diskussionsbeiträge von 5, 10 oder 15 Minuten halten und sich allen Raum nehmen. vielleicht sollten die DeineBahn-Leute mal eine Diskussion nur für BigBug einrichten. Ganz nebenbei finde ich es auch daneben, in dieser themen-Diskussion über Regeln zu diskutieren, wie ihr es angefangen habt.
@Udo / Umfrage: Spiegel online ist da einer Pressemitteilung aufgesessen, ohne die Umfrage anzusehen. Denn da stehen noch mehr Zahlen, die die Auftraggeber in ihrer Pressemitteilung verschweigen: Dass die Bahnprivatisierung die Steuerzahler entlastet, meinen nur 42 Prozent; noch weniger (36 Prozent) rechnen mit sinkenden Preisen durch die Privatisierung (umgekehrt vermutet die Mehrheit sicher zu Recht steigende Preise). Und nur knapp ein Viertel meint, dass die Privatisierung am Ende Arbeitsplätze sichern würde. Die veröffentlichten Teilergebnisse stehen hier: http://www.zukunftmobil.de/aktuelles/aktuelles/umfrage-teilprivatisierung.html Und die Pressemitteilung der Auftraggeber, die nur wenig wieder gibt: http://www.zukunftmobil.de/zukunftmobil/presse/newsdetails/artikel/politik-soll-sich-aus-alltagsgeschaeft-der-deutschen-bahn-heraushalten.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=205&cHash=4fe68455ea
An "Anja", dann lies es halt nicht. Punkt. Ende! Manchmal sollte man sich überlegen, worüber man debattiert. Über die Bahnprivatisierung oder wie lang Texte sein dürfen.
Hallo Anja,
herzlichen Dank für dein offenes Feedback. Den Eindruck, ich würde im Kreis und zu ausführlich schreiben, nehme ich gerne auf.
Ich denke allerdings schon, dass man einen komplexen Sachverhalt nicht immer auf 1500 Zeichen herunterbrechen kann. Dafür gibt es andere Medien.
Auch bewegt sich die Diskussion, soweit ich das beurteilen kann, an vielen Stellen immer wieder im Kreis. Wenn immer wieder Grundzusammenhänge bewusst und unbewusst ignoriert werden -- z. B. die These, eine Kapitalprivatisierung führe zu einer Ausdünnung in der Fläche -- bleibt oft nichts anderes übrig, als die immer selben Fakten erneut herunterzukauen.
Es würde mich ja freuen, wenn wir in solchen Grundfragen zu einem Konsens kämen und dann tatsächlich einmal in tiefere Schichten vorstoßen könnten. Ob ich das zu Lebzeiten wohl noch erleben werde?
Viele Grüße aus Dresden
Peter
P. S.: Carl-Friedrich, ich habe deine Nachrichten gelesen und werde mir bei nächster Gelegenheit die Zeit für eine ausführliche Antwort nehmen. Herzlichen Dank für deine Zeilen -- dies als erstes Lebenszeichen.
Hallo, eine Bahn in Staatshand kann auch Nachteile haben. Der Tagesspiegel schreibt, dass die Bahn ohne erkennbaren Grund keine Sonderzüge und auch keine zusätzlichen Waggons zu den G8-Protesten einsetzt. Erst im Sommer werden zusätzliche Waggons angehängt. Die Länder hätten keien Kapazitäten bestellt. Nachtigall, ick hör Dir trappsen... http://www.tagesspiegel.de/brandenburg/archiv/25.05.2007/3289361.asp Ob allerdings eine private Bahn das anders gemacht hätte, weiß ich nicht. Die wollen sich ja auch nichts verderben. Wichtig wäre eine echte öffentliche Kontrolle...
Bringt die Bahnprivatisierung mehr Wettbewerb und dadurch Vorteile für die Kunden und den Staat? "NEIN" DIE KUNDEN SIND DER SAAT DER SAAT BESTEHT AUS KUNDEN ich finde das ist so wie wenn ich mir die beine abhacken soll damit ich mir einen rollstuhl kaufen soll. keine privatisierung hat bisher dem bürger was positives gebracht, nur nachteile.
@friedemann stuhm "keine privatisierung hat bisher dem bürger was positives gebracht, nur nachteile." Dazu möcht ich nur anmerken, dass meine Telefonrechnung nicht mal mehr halb so hoch ist wie noch vor ein paar Jahren. Wär die Post/Telekom/der Staat noch immer der einzige Anbieter auf diesem Gebiet sähe das, denk ich, etwas anders aus. Hier http://www.teltarif.de/arch/2007/kw21/s26037.html kannst du auch von der nächsten Preisrunde lesen. Ab August wirds noch günstiger. Hier gibts nen Überblick über die Preisentwicklung seit 1997 http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/1539.pdf
Die mit den Privatisierungsvorbereitungen einhergegangene Regionalisierung des Nahverkehrs hat in vielen Fällen sehr positive Folgen gehabt. Z.B. sind auf der fränkischen Saaletalbahn seit 2004 die "UnterfrankenShuttles" der Erfurter Bahn (öffentliche GmbH) unterwegs, die hohen Komfort und fast immer Zugbegleiter, manchmal zwei pro Zug, bieten. Der Service dort hat sich meiner Meinung nach durch den Wechsel weg von der DB stark verbessert. Etliche "Vorzeigeprojekte" im regionalisierten Schienennahverkehr, z.B. die BOB, sind nicht mehr öffentliche Betriebe, sondern gehören nun wenigen Großunternehmen, die BOB z.B. gehört zu Veolia. Eine Privatisierung in Form dieser sich abzeichnenden Aufteilung des Verkehrsbetriebs in Deutschland unter wenigen Großunternehmen kann die hohen Erwartungen an Serviceverbesserung und Preissenkung durch mehr Wettbewerb nicht erfüllen. Die Unternehmen hätten große Marktmacht und könnten die Preise diktieren - mit den begrenzten Mitteln der öffentlichen Hand für die Nahverkehrsbestellung ginge das direkt zu Lasten des ländlichen Raums. Mein Vorschlag zur Privatisierung der Bahn wäre, den Fernverkehr abzuspalten und den Nahverkehr (mit Streckennetz) in regionale Netze aufzuteilen, die dann als unabhängige Unternehmen an die Börse gingen. Diese Netze könnten sich untereinander und mit Veolia usw. Konkurrenz machen, die auf Preis und Service positiv wirken würde. Außerdem würde so regionaler Sachverstand und nicht das Diktat aus Firmenzentralen über den Betrieb entscheiden.
Hallo Christian, keine Privatisierung muss ja nicht heißen, dass alles in einem Konzernmonstrum gesteuert wird. Öffentliche Bahn kann ja auch heißen: Regionale Bahnen in öffentlicher Hand, z.B. mit Beteiligung der Kommunen. Denn die wissen, wo der Schuh drückt, welche Verkehrsbedürfnisse die Menschen haben. Und eine solle regionale öffentliche Bahn kann dann auch politisch entscheiden, welches Angebot sinnvoll und gewollt ist. Und dafür die Regionalisierungsmittel ausgeben. Wenn dann noch eine öffentliche Deutsche Bahn AG dafür sorgt, dass es Fernverkehr nicht nur zwischen Metropolen gibt, sondern auch zwischen anderen Siedlungsgebieten (den InterRegio hat die DB abgeschafft, IC und EC sterben langsam - auf langen Strecken fährst Du oft mit Regionalzügen, ohne Reservierung und mit häufigem Umsteingen - alles subventioniert mir Regionalisierungsmitteln!), dann haben wir wirklich eine öffentliche Bahn für Alle!
Durch Privatisierung stellt sich der Staat letztlich selbst in Frage. Ein Unternehmen wie Die Bahn die durch den Bürger über Steuergelder schon zwei mal Bezahlt worden ist (in All den Jahren )kann mann nicht Privatisieren. Wenn der Staat (Wir der Bürger)immer mehr der Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben durch Privatisierung entledigt,verliert er damit Handlungs - Und Gestaltungsspieläume und nicht zu vergessen Arbeits /Ausbildungsplätze
Die für Grundbeduerfnisse der Buerger unverzichtbare Infrastruktur hat der Staat zu befriedigen. Dazu zaehlt der oeffentliche Nah- und heutzutage auch der Fernverkehr, weil Arbeitnehmern das Pendeln bis zu 1 1/2 Stunden pro Hinfahrt zur Arbeitsstätte zugemutet wird und Studenten ebenfalls zunehmend derartige Strecken zu ihrem Studienort täglich bewältigen müssen, zumal ihnen nach den Hartz-Gesetzen das Wohnen im Elternhaus ggf. zugemutet wird. Privatisierung bedeutet ausnahmslos Ersatz des Betriebs im öffentlichen Interesse der betroffenen Bürger durch Ausrichtung am Ziel der Gewinnmaximierung im Interesse der Anteilseigner und Vorstände, die per Optionen von Gewinnsteigerungen profitieren! Die endlose Welle der Privatiesierungen untergräbt zusehends die Grundlagen der nach demokratischen und sozialen Grundsätzen organisierten Gesellschaft und ihres staatlichen Rahmens. Wann werden die Deutschen ein Volk von bewussten Staatsbürgern wie das französische bei Grundsatzfragen und emanzipiert sich vom Untertanengeist wie er in Russland wieder Urständ feiert? Wann gehen wir auf die Straße wie attac gegen die Globalisierung?
Es ist doch erbärmlich, wie sich hier die EWIG-Gestrigen bis zum ruhmreichen Untergang für den Erhalt uralter Privilegien und Pfründe einsetzen! GERADE durch den Wettbewerb wird die Bahn überhaupt erst bezahlbar werden bzw. bleiben. Die aktuellen Preise sind doch bereits ein SKANDAL! Das EINZIGE was in eine UNabhängige!! Betreibergesellschaft überführt werden müsste ist eben das Schienennetz, welches ein naturgemäßes Monopol darstellt, da eben nicht mehrere Strecken parallel gebaut werden können. Was aber wohl die Meisten übersehen, ist die Möglichkeit und gleichzeitig auch NOTwendigkeit einen entsprechenden "Ordnungsrahmen" zu schaffen, der alles in geregelte und FAIRE Bahnen! lenkt. Dazu kann sich jeder, der halbwegs denkfähig ist einiges überlegen, denn auf den Flughäfen funktioniert das ja AUCH!
Ich finde es erbärmlich, Herr Hesse, dass Sie hier die Standardbeschimpfungen herunterleiern, die immer wieder gegen Kritiker allzu blauäugiger Wirtschaftsliberalität ins Feld geführt werden. Die Privatisierung eines quasi-Monopolisten wie der DB führt eben nicht automatisch zu mehr Wettbewerb. Außerdem sehe ich nicht ein, warum ein staatliches Unternehmen nicht wettbewerbsfähig sein sollte, da es immerhin keinen nennenswerten Profit erwirtschaften müsste.Wer die niedrigeren Preise fürs Telefonieren als Argument gebraucht, sollte beachten, dass sie nur durch weniger und schlechter bezahlte Angestellte möglich sind (abgesehen von den viel zu niedrigen Preisen für Geräte aus Fernost und Rohstoffe aus Afrika).Alte Zöpfe, Herr Hesse, sind m.E.eher die dauernden Behauptungen, der Markt werde es richten, "der" Staat aber sei ineffizient.
Erstmal müssten die alten Zöpfe (Gesetze) abgeschafft werden, z.B. darf ein privater Busunternehmer die Strecke Berlin - Frankfurt nicht tagsüber bedienen, sondern nur nachts. Die Bahn hat nicht nur auf dieser Strecke ein Vorrecht. Übrigens fährt der Nachtlinienbus die Strecke für € 20,-- (Bahnticket ist erheblich teurer). Meiner Meinung nach wäre es besser, die Gleise und Anlagen in öffentlicher Hand zu belassen, den Schienenverkehr im private Hand zu verkaufen. Für die Nutzung der Schienen und Anlagen müssten die Betreiber bezahlen. Man sieht doch schon an den wenigen Privatbahnen, dass es geht (zudem sind das Strecken, die die Deutsche Bahn aufgegeben hat). Beispiel eines Lebensmittelladens auf den Lande: Der Lebensmittelmarkt wird seit einigen Jahren in einer kleineren Stadt auf dem Lande als Verein betrieben. Einzige fest angestellte Mitarbeiterin ist die Verkäuferin. Alle anderen Tätigkeiten werden ehrenamtlich von den Mitgliedern erledigt und es funktioniert wunderbar. Daher sind die Preise nicht höher, als im Supermarkt. Das wäre doch auch auf einigen ländlichen Bahnstrecken möglich.
Schade, dass so einseitig diskutiert wird. Wo waren die Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes bei der Privatisierung der Post, der Telekom... Tausende von Arbeitsplätze wurden vernichtet, und jetzt hat man den Mund voll. Ist hier noch von Anstand zu sprechen. TRANSNET hat mehr getan, als VIELE war haben wollen.
Also, ich denke, daß man die Privatisierung der Bahn keinesfalls mit der der Telekom vergleichen kann. enn beim Telefonanbieter kann ich einfach den Anbieter wechseln, bei der Bahn wird wohl immer nur eine Bahngesellschaft fahren. Und gerade dadurch kann es bei einer kompletten Privatisierung mit dann X Bahngesellschaften eher schwieriger und wohl eher teurer werden. Denn heute kaufe ich ein Ticket z.B. von Eckernförde nach Tutlingen nach einen Bahntarif. Im Extremfall benutze ich dann vieleicht 4 Bahngesellschaften, für die ich jeweils ein Ticket bräuchte, und das das günstiger werden kann bezweifle ich. (Mal ganz Abgesehen von den Problemen, die bei Anschlußverlust auftreten...) Ich weiß schon, daß ich damit eine "Düstere" Zukunftsvision male, aber ich befürchte, daß es langfristig genau in diese Richtung laufen wird.
Hallo Holger,
gerade im Güterverkehr ist ein Markt mit zahlreichen Anbietern auf deutschen Schienen längst Realität (über 200 der rund 350 DB-Konkurrenten bieten Güterverkehr an). Auch im Personennahverkehr wird der Großteil der Leistungen heute ausgeschrieben, wobei die Bahn die Mehrzahl der Verfahren hier verliert. Nur im Fernverkehr fehlen noch die großen Würfe. Mag sein, dass wir in den nächsten Jahren hier die großen Bahnen der Nachbarländer verstärkt auf deutschen Schienen sehen (wie jetzt in ersten Ansätzen mit dem SNCF bis Stuttgart, ab Dezember bis München).
Wichtig zu wissen ist: Dieser Wettbewerb ist heute schon wirksam und praktisch vollkommen unabhängig von der Frage einer Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn. Einheitliche Tarife und eine zentrale Netzverwaltung lassen die von dir beschriebenen Probleme dabei kaum aufkommen.
Viele Grüße
Peter
Wir werden beschworen: „Wettbewerb“ in allen gesellschaftlichen Bereichen wird uns heilen. Wer aber fragt, wer sich mit wem und um was bewirbt oder überhaupt bewerben kann? Die nächste Beschwörung: „Der Markt“ wird es schon richten. Wer aber ist „der Markt“ und und für wen wird „an“gerichtet? Ich habe nicht den Eindruck, dass mit einer Änderung der Besitzverhältnisse der Deutschen Bahn ein sicheres, komfortables und flächendeckendes Verkehrssystem angerichtet werden soll. Die Deutsche Bahn (das derzeitige Bahn-Management) will weltweit Märkte beherrschen - für mich und meine bahnfahrenden Mitbürger???? Doch wohl nicht! Wenn man nicht nur Bildzeitung und andere Mainstream-Medien nutzt, erfährt man von unglaublichen Vorhaben des Bahn-Managements, die so gar nicht das Ziel einer bürgerfreundlichen Bahn erkennen lassen. (s. z.B. www.german-foreign-policy.com: Ambitionen in Saudi-Arabien und Der Herr der Schienen). Politik und Bahn-Management haben sich verfahren. Alle sollten sie sich Zeit nehmen für eine gründliche Reflektion des bisherigen Handelns. Sie sollten sich von der Gier nach immer mehr Größe und Geld verabschieden und den Experten folgen, die aus vielen guten Gründen mehrheitlich von einer Privatisierung und einem Börsengang der Deutschen Bahn abraten und sinnvolle Alternativen anbieten. Oder ist der "Zug" schon abgefahren, weil zuviele Beteiligte bestens am Verkauf des öffentlichen Gutes verdienen können?
Hallo Irmhard,
Wettbewerb ist grundsätzlich einmal gut, auch ist Wettbewerb ein wesentlicher Grund für unseren hohen Lebensstandard.
Dies allgemein gesagt hat auch Wettbewerb auch aus einem trägen Behörde ein agiles privates Unternehmen gemacht, das heute in Deutschland mehr Konkurrenten gegenübersteht als im Rest von Europa zusammen. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass der Platzhirsche Verkehre bekommt, die öffentlich ausgeschrieben werden. Übrigens ist die Bahnversorgung in der Fläche heute Sache des Staates, der die (zuschussbedürftigen) Regionalverkehre bestellt. Mit der "bösen Börsenbahn" hat dies praktisch nichts zu tun.
Auch ein liberalisierter Markt ist eine gute Sache, soweit die Rahmenbedingungen funktionieren. Genau hier liegt auch einer der Knackpunkte der geplanten, teilweisen Kapitalprivatisierung der Bahn.
Logistik-Weltmeister und nationaler Schienenverkehr schließen sich grundsätzlich nicht aus. Im Gegenteil: Im Güterververkehr greift das eine ins andere.
Viele Grüße
Peter
ich:"keine privatisierung hat bisher dem bürger was positives gebracht, nur nachteile." @Bisamratte:Dazu möcht ich nur anmerken, dass meine Telefonrechnung nicht mal mehr halb so hoch ist wie noch vor ein paar Jahren. Wär die Post/Telekom/der Staat noch immer der einzige Anbieter auf diesem Gebiet sähe das, denk ich, etwas anders aus." ich:wenn wie fast alles heute am preis bemessen wird... "billig ist gut/geiz ist geil" dann wird die globale ausbeutung/ unterdrueckung der terror immer schneller voranschreiten. wir verkaufen unsere seele für einen super dumpingpreis an den teufel. die politiker und manager wissen das und sie haben angst vor terror und diese angst reden sie uns frecher weise dann auch noch ein... meine eltern sagten immer: "der kluegere gibt nach, tja und jetzt regieren die dummen die welt!
Und trotz alledem geht es uns in vielerlei Hinsicht so gut wie nie zuvor. Schon eigenartig, was so ein paar dumme Menschen auf die Beine bekommen...
Viele Grüße
Peter
@friedemann stuhm: und warum meckern dann alle über die zu hohen Bahnpreise? Müßte doch jeder einsehen, dass es gut ist, mehr zu zahlen um vor "globaler ausbeutung/ unterdrueckung, terror" zu schützen. ;-) Meine Eltern sagen immer: "Der Klügere gibt solange nach, bis er der Dumme ist."
Hatte bigbug21 erwartet und wurde prompt bestätigt. 46 Einträge, davon 11 von bigbug21, immer mit einem Hinweis, dass die DB auf dem richtigen Weg ist. Vertrauen wir bigbug21. Gibt's dafür Vergütung? Er und das Bahn-Management wissen was richtig ist. Die Deutsche Bahn als Logistik-Weltmeister, das wird uns auch weltweite Achtung sichern. Deutschland der Globalplayer. Jawoll, machen wir nur so weiter. Exportweltmeister sind wir ja schon lange. Fragen wir uns auch, welche Güter da weltweit von Deutschland verteilt werden? Wieviel militärisches Rüstzeug ist dabei? Sagen wir nicht später, wir hätten nichts gewusst! Dank Internet ist alles nachzulesen.
Hallo zusammen, gestattet eine umfangreichere Einlassung zum Wettbewerb, in der ich versuche, meine Meinung zu dem Begriff zusammenzufassen. Wettbewerb ist kein Wert an sich. Somit ist er nicht per se gut, im übrigen auch nicht per se schlecht. Es ist ein Mechanismus des Wirtschaftens. Welche Folgen der Mechanismus zeitigt, also für wen der Wettbewerb Gutes bringt und für wen Nachteile, hängt vollkommen von seiner Ausgestaltung ab, von den Wettbewerbsregeln. Manche behaupten, Wettbewerb wäre erst dann welcher, wenn er überhaupt nicht von Regeln behindert wird. Keine Regeln gibt es aber nicht. Keine Regeln würde ja zum Beispiel bedeuten, dass auch Privateigentum nicht mehr geschützt ist. Mit "keine Regeln" ist eher gemeint, alle Regeln zum Schutze von Arbeitnehmern, Umwelt, regionalen Märkten und sozial Schwachen außer Kraft zu setzen. Die sehr ungleiche Kapitalverteilung zu Beginn des Spiels gehört auch zu den Regeln: Wir sollen nur ein Spielsteinchen bekommen, die anderen zwanzig. Diese Grundregel tasten auch die nicht an, die sich für einen "fairen Wettbewerb" einsetzen. In unserem Beispiel werden zwei Garanten für diese Wettbewerbsform präsentiert: Die Gewerkschaft Transnet (Stellen bis 2010 gesichert) und die Regulierungsbehörde. Weder beim Strom noch bei der Telekom konnte eine solche Behörde die Regeln nennenswert beeinflussen. Dennoch spielt im aktuellen Gesetzentwurf zur Bahn-Privatisierung eine Regulierungsbehörde nur eine vollkommen marginalisierte Rolle.
@Irmgard: Dank Internet kann man auch viele Unwahrheiten lesen, denn jeder, dem nichts besseres einfällt, kann den anderen schlecht machen. Man sollte selektieren, wo propagiert wird und was wirklich wahr ist. Die Bahn hat bewiesen, dass es bergauf geht. - Vorreiter wie die Post und die Telekom haben bewiesen, dass sich eine Privatisierung positiv auf Kunden und Marktpreise auswirken kann und Konkurrenz belebend wirkt. - Das Justizministerium hat den Gesetzentwurf in vollem Umfang für verfassungsgemäß erklärt. Jetzt sollten wir Bürger der Bahn beweisen, dass wir Vertrauen haben und ihr System akzeptieren. Auch die Schweizer Bahn hat durch Akzeptanz mehr Kunden und somit eine rentabele (egal ob staatliche oder private) Bahn erzielt. Großbritannien hatte andere Voraussetzungen, unter denen zum damaligen Zeitpunkt privatisiert wurde. Ein Vergleich - mit der Schweiz oder GB - wäre unsachlich .
Hallo Irmgard,
Guck einfach in der Außenhandelsbilanz nach. Der Anteil von Rüstungsgütern durfte verschwindend gering sein.
Viele Grüße
Peter
Hallo Ihr alle im Diskussionsforum, da jedes Unternehmen Geld verdienen will bzw. muss wird die Bahnprivatisierung für alle die vom Verkehrsmittel Bahn abhängig sind noch sehr stürmisch werden. Ein gutes Beispiel sind doch die Abbestellungen von Bahnstrecken wegen angeblich nicht vorhandener Finanzmittel aber der gleichzeitige Ausbau des Straßennetzes. Warum wird eigentlich das Straßennetz nicht privatisiert? Ganz einfach, weil es dann zu viel Widerstand von Seiten der Bevölkerung geben würde, immerhin haben mehr als 80% der Bürger ein Kfz. Der Anteil der Bürger die ohne Kfz leben ist vernachlässigbar und der Widerstand gegen den weiteren Abbau des Schienenverkehrs daher gering. Ein Beispiel dafür ist das Schicksal der Kyffhäuser- und Unstrutbahn. Grüße aus Erfurt von Ralf
@friedemann stuhm: Nun hast du meine Argumentation mit dem moralischen Vorschlaghammer pulverisiert. Was nützen an dieser Stelle noch rationale Argumente. Du instrumentalisierst die diffuse Angst vor dem globalen Terror genauso wie die Politiker denen du eben genau dieses vorwirfst. Ich denke nicht, dass uns dieser Terror treffen wird weil wir Wettbewerb im deutschen Schienennetz zulassen. Als sozialkalter marktradikaler Neoliberaler habe ich den Glauben an die schöpferische Kraft des Wettbewerbs noch nicht aufgegeben. Es muss natürlich echter Wettbewerb sein. Dass dies im Schienennetz nicht leicht zu realisieren ist hab ich oben bereits erwähnt. Das es unmöglich ist glaub ich nicht und dass das was wir zur Zeit auf der Schiene sehen das Non Plus Ultra ist glaub ich auch nicht. "Neue Unternehmen bringen neue Ideen und Impulse in den Wettbewerb, halten ihn lebendig und funktionsfähig und verhindern Erstarrung und Verkrustung." - Martin Bangemann
Hallo, Die Post, die Krankenversorgung, Bildung und die... Bahn sind für alle da. Ich hoffe, allerdings ohne Hoffnung, weil ich aus dem Osten komme, dass die Privatisiertung der Bahn noch noch ein klein wenig aufgehalten wird. Es sind viel zu wenig Unterschriften! HR aus Cottbus
Die Bahn ist seit 1. Januar 1994 bereits privatisiert. Und wie auch in den anderen von dir genannten Beispielen kann ein bisschen offener Markt und Wettbewerb einiges bewegen -- so lange die Rahmenbedingungen richtig gesetzt sind. Genau das ist das Thema, das im Moment in Berlin (richtigerweise) heiß diskutiert wird.
Viele Grüße
Peter
Hallo Ralf,
danke für deine Nachricht.
Bitte vergiss nicht: Nebenbahnen werden ursächlich nicht von der Deutschen Bahn stillgelegt, sondern letztlich durch den Staat, der über die Regionalisierungsmittel den (hoch zuschussbedürftigen) Schienenpersonen-Nahverkehr bestellt. Daran wird sich auch in Zukunft im Grundsatz nichts verändern. Soweit ich das überblicken kann, ist diese Frage also unabhängig von der einer teilweisen Kapitalprivatisierung der Bahn zu diskutieren. Oder habe ich hier etwas übersehen?
Eine erste "Privatisierung" (PPP-Projekte) wurde vorletzte Woche mit der A8 zwischen Augsburg und München auf den Weg gebracht. Weitere Projekte sind geplant. In Zeiten klammer Kassen erhofft man sich eine schnelle Umsetzung von dringenden Infrastrukturprojekten. Keine Ahnung, ob das unter dem Strich sinnvoll ist.
Dass "80% der Bürger" ein Kfz haben, halte ich für ein Gerücht.
Laut statistischem Bundesamt gab es Ende 2005 in Deutschland 45,3 Millionen zugelassene Pkw. Bei rund 82 Millionen Einwohnern sowie unter der Prämisse, dass so mancher Wagen hier von Unternehmen als Dienstwagen gehalten wird, ergibt sich eine Quote von allenfalls 50 Prozent. Woher hast du die Zahl von 80 Prozent entnommen?
(Fortsetzung folgt...)
(Fortsetzung...)
ÖPNV ist für viele Bürger von maßgeblicher Bedeutung zur Teilnahme am öffentlichen Leben. Dennoch müssen wir uns als Gesellschaft durchaus fragen lassen, ob wir diese oder jene Nebenbahn tatsächlich zu 90 und mehr Prozent aus Steuergeldern finanzieren lassen wollen. Grundsätzlich kann mit der Hälfte der Kosten ein doppelter so dichter Takt mit Bussen angeboten werden. Eine oftmals ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Alternative.
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter/bigbug21, warum schreibst Du auf allen Listen hier eigentlich immer die gleichen drei schlichten Formeln? Du scheinst Dich lieber zu wiederholen als auf bereits erfolgte Entgegnungen einzugehen. Entschuldige, wenn ich etwas summarisch werde, aber nach 10 von Dir unbeantworteten Erwiderungen auf Deine ca. 40 weitestgehend gleichlautenden Beiträge drängt sich mir der Verdacht auf, dass Du gar nicht wirklich diskutieren willst. Als (selbstredend unbezahlter und unabhängiger) Privatisierungsbefürworter findest Du es sicher ein wenig lustig, dass hier bei den Privatisierungsgegnern überhaupt nicht moderiert wird. Da ist es ein leichtes, einfach mal ein bisschen Sperrfeuer vom Stapel lassen, nicht wahr? Denn es geht Dir ja nicht wirklich ums argumentieren. Ein bisschen Zwielicht auf die Argumente anderer werfen, ein paar unterschwellige Unterstellungen, die Liste zuspammen, das scheint Dir auszureichen. Halt: den Werbeblock habe ich vergessen. Ich übernehme es heute mal für Dich: 1. Die Bahn ist längst privatisiert, wozu die Diskussion hier eigentlich? 2. Die Bahn befindet sich in einem scharfen Wettbewerb gegen 350 andere Bahnen! Und da steht sie super da! Und nach einer Privatisierung (äh, ist sie nicht schon privatisiert?) noch besser! 3. Vergleiche jedwelcher Art sind unseriös, undifferenziert oder unzulässig.
Diese Diskussion lief nun viele Tage lang mit vielen interessanten Beiträgen. Sie wird nun geschlossen. Vielen Dank für Deine Beiträge!
Wir wollen die Diskussionen auf DeineBahn.de künftig an aktuellen Themen orientieren, um frischen Argumenten mehr Chancen zu geben. Wir laden zu diesen aktuellen Diskussionen
ein:
Was ist Schienenverkehr im Allgemeinwohl?
Ist so etwas wie das Eigentumssicherungsmodell schon einmal gescheitert?











Carl-Friedrich am 03.05.2007 21:40
Wettbewerb als Argument für die Bahnprivatisierung: Die Strahlkraft dieses Begriffs ist fast ungebrochenen, zumindest solange er allgemein bleibt. Geht es an den Einzelfall, stellt man manchmal fest, dass unter dem Deckmantel "Wettbewerb" das Gegenteil betrieben wird: Monopolbildung auf der einen Seite und Auslagerung von Kosten auf die Allgemeinheit auf der anderen Seite. Die irreführende Behauptung, Wettbewerb im Schienenpersonenverkehr belebe das Geschäft, lenkt zunächst davon ab, dass der eigentliche Wettstreit zwischen Straßen-, Luft- und Schienenverkehr stattfindet. Dort wird vornehmlich um die jeweiligen Subventionen der einzelnen Verkehrsträger gerungen, denn schließlich sind auch Auto und Flugzeug weit davon entfernt, sich selbst zu tragen. Ich kann mich also entscheiden, statt mit der (subventionierten) Bahn mit dem (stärker subventionierten) Auto zu fahren. Ich kann aber nicht auf einer Strecke und zu einer (ungefähren) Uhrzeit zwischen verschiedenen Bahn-Betreibern wählen. Regionalen Monopolen folgen nach einer Markt-Konzentration bald Oligopole im Gesamtnetz, und von beider Willkür sind die Verkehrsnutzer schließlich abhängig - und auch die öffentliche Hand. Die öffentliche Hand? Veolia fordert aktuell gerade einen finanziellen Nachschlag in Schleswig-Holstein aus der Landeskasse. Zuvor hatten sie aber mit einem gegenüber der DB günstigeren Preis den Zuschlag erhalten. Auch in Großbritannien sind solche Forderungen nach einem finanziellen Nachschlag üblich. Wettbewerb belebt das Geschäft? Oder lebhafte Geschäfte mit dem Begriff Wettbewerb?