bündnis bahn für alle

Wie können Arbeitsplätze bei der Bahn erhalten und geschaffen werden?

Lässt sich alles automatisieren? Rechnet sich dies wirklich? Wie kann die Qualität im Schienenverkehr gesichert und ausgebaut werden? Was wünschen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn? Gibt es überhaupt Raum für Ideen bei der Bahn? Oder regiert hier vor allem der Rotstift?

bigbug21 am 04.05.2007 10:19

Schwieriges und spannendes Thema. Durch die Öffnung des Schienenverkehrsmarktes ist einer großer Konkurrenzdruck entstanden. Viele Führungskräfte von Schienenverkehrs-Unternehmen, die bei uns an der TU Dresden referierten, betonten mehr oder weniger unisono: Personalkosten sind eine von nicht zu vielen Schrauben, an der man drehen kann (Energie und Trassengebühren fallen beispielsweise immer an).
Die Motivation der meisten Mitarbeiter der Deutschen Bahn ist derweil auf dem Tiefpunkt. Im ganzen DB Konzern wurden 2006 6,7 Verbesserungsvorschläge pro hundert Mitarbeiter eingereicht -- noch weniger als im Vorjahr (6,9). Vorzeigeunternehmen kommen da leicht auf den hundertfachen Wert... (Quelle: DB Welt 02/2007, Seite 11). Ich im Frühjahr 2006 selbst mal zwei Verbesserungsvorschläge geschrieben und Bahn-Mitarbeiter gebeten, diese in ihrem Namen einzureichen. Auf den ersten kam bis heute nicht mal eine Eingangsbestätigung, auf dem zweiten folgte nach der Eingangbestätigung kein Wort. Dazu kommt -- das bestätigten alle DBler, die ich dazu befragt habe bisher uniso -- dass nur sich direkt rechnende Vorschläge eine Chance auf Umsetzung haben. Maßnahmen, die indirekt zu niedrigen Kosten oder höheren Erlösen führen könnten -- beispielsweise Serviceverbesserungen zu geringen Kosten -- haben, soweit ich das im Überblick habe, keine Chance.
Dies als Einstieg. Ich schreibe am Wochenende mehr und hoffe auf eine anregende Diskussion.
Viele Grüße
Peter

Geno am 07.05.2007 17:02

Die Bahn, ist nach meiner Auffassung mit Ihrem Anspruch bester Mobilitätsdienstleister Deutschlands zu werden, gescheitert. Vertriebsmanagementfehler: In der Zentrale wurde Kundenbindung (ABO-Zwang bei BahnCard) praktiziert und die Pflege der Kundenbeziehung wegen zu hoher Kosten völlig außer Acht gelassen. Auflösung der örtlichen fernmündlichen Reiseauskunft, stattdessen eine viel zu teure Reiseauskunft ohne örtlichen Bezug. Massenhafte Schließung von Verkaufsschaltern, mit dem Verweis auf Internet und Fahrkartenautomaten. Drastische Reduzierung der Öffnungszeiten in den noch verbliebenen Reisezentren. Kundinnen und Kunden lassen sich nicht mit organisatorischen Tricks dauerhaft binden oder gar fesseln. VerbraucherInnen merken schnell aus welcher Richtung der Wind weht. Massenentlassungen im Unternehmen dämpfen die Arbeitsmoral des noch verbliebenen Personals. Aus Angst wird geschwiegen und vertuscht, selbst wenn das Personal laut aufschreien bzw. aufdecken müsste. Ernsthafte Verbesserungsvorschläge werden gemacht, wenn das Personal spürt, das diese Vorschläge mit Achtung und Respekt gewürdigt werden. Eine Umsetzung muss ernsthaft geprüft werden und nicht vorschnell wegen organisatorischer oder zunächst kostenerhöhender Faktoren abgewiegelt werden. Personal das schlecht behandelt und schlecht bezahlt wird, wird niemals in der Lage sein, dauerhaft serviceorientiert zu arbeiten. Profis wissen das! Gute Erfahrungen geben Menschen weiter, schlechte auch.

Geno am 07.05.2007 19:18

Der Dienst am Menschen lässt sich mit Automaten unterstützen, Automaten können jedoch die menschliche Dienstleistungsbereitschaft nicht ersetzen. Qualität im Schienverkehr wir gesichert und ausgebaut in erster Linie mit einer fortschrittlichen Personalpolitik, in zweiter Linie mit gutem und zuverlässigem Arbeitsmaterial, billig ist meist nicht gut! Angst und Unterdrückung sind die Basis für Albträume und einen hohen Krankenstand. Gute Gesundheitsstände muss sich jeder Betrieb erarbeiten, die fallen nicht vom Himmel. Große und kleine Ideen können nur dort wachsen, wo Menschen sich frei von Angst und Zukunftssorgen entfalten dürfen. Wertschätzung und Anerkennung sind die Zauberworte für eine gelungene Personalführung. Gelungene Personalführung muss belohnt werden und nicht der Abbau von Personal. Wie gesagt: Billig ist nicht immer gut, Billig kann ganz schön teuer und existenzvernichtend sein! Auf Ihre/ eure Antworten freut sich Geno

christin am 08.05.2007 22:34

Als Bahnkundin muss ich bei der Diskussion hier ja auch mal betonen, dass das Personal bei der Bahn überall abgebaut wird und das ist richtig schlecht. Es gibt immer mehr Automaten und dafür weniger Schalter. ich denke, wenn die Bahn so weiter macht wird sie ihrem Auftrag als Personenverkehrsunternehmen nicht gerecht. Und das in Zeiten von Klimawandel! Das ist wirklich zu kurz gedacht und schlecht für uns alle. Würde der Interregio wieder eingesetzt dann würde doch auch wieder Arbeitsplätze geschaffen werden, da mehr Züge fahren. Die ganze Richtung der Politik der Bahn ist völlig falsch. Ich fände weitaus sinnvoller als eine Orientierung auf schnelle ICEs: mehr orientiert an den Wünschen der KundInnen und dazu mehr regionalen Verkehr.

sven am 10.05.2007 12:07

Als täglicher Nutzer der Regionalbahn (NOB) ,von Niebüll nach Westerland Auf Sylt.Die "Privatbahn" startete mit dem anspruch, beser zu seihen als Die Bahn.Der Gegenteil ist der Fall .Verspätungen ,schlechter Service ,weniger Sitzplätze.Und es fahren 3 Züge weniger ,als bei der Bahn.Das heist mehr Wartezeit !Die Richtung der Politik ist völlig falsch .Privetisirung ist nicht immer das aller beste.Die Bahn muß eine alternative zum Auto und zum Flugzeug werden.Dazu muss die Politik die Weichen stellen.Abschaffung der Subventionen und steurvorteile,für Fliger und Auto.

bigbug21 am 10.05.2007 14:44

Hallo Sven,
du vergisst: Taktzeit, Sitzplatzangebot und dergleichen werden vom Besteller vorgegeben. Und an diesen Rahmenbedingungen wird sich nichts verändern, egal ob mit oder ohne teilweiser Kapitalprivatisierung der Bahn.
Viele Grüße
Peter

ibagznarf am 10.05.2007 15:13

Sven hat nichts vergessen, sondern exakt festgestellt, dass die Politik die Weichen zu stellen und ihre Verantwortung wahrzunehmen hat! Fehlende Bahnhofsansagen und Zuganzeigen, Züge ohne Schaffner, geschlossene Bahnhöfe und Schalter u.v.a. personal- und wartungsbedürftige Leistungen werden aber wohl kaum vom Besteller gefordert. Dies ist auf Kosteneinsparungen seitens der DB oder auch anderer EVUs zurückzuführen. Und ein kundenorientierter Service wird definitiv nicht durch eine Kapitalprivatisierung der DB entstehen. Im Gegenteil. Die Automatisierung und der Personalabbau versagen bereits auf der ganzen Linie, dass es einem vergeht Bahn zu fahren. Ich frage mich welche Mitarbeiter die DB eigentlich noch entlassen will, wenn allzu oft sowieso nur noch der Lokführer und der eine oder andere Schaffner als einzige vor Ort sind? Vielleicht automatisieren?

Thomas am 11.05.2007 11:50

Die Politik als Weichensteller der Deutsch Bahn ist definitiv ein falscher Ansatz. Die Herren verschiedner Parteien machen Gesetze und debattieren über wichtigere Probleme Deutschlands. Haben sie denn da noch Zeit und (Steuer-) Gelder ein Unternehmen zu führen? – Das sollte man kompetenten Managern überlassen. Der Staat sollte kein Unternehmen führen, sondern ihm die Chance einräumen, am marktwirtschaftlichen Wettbewerb teilzuhaben und sich Geld für Investitionen aus dem freien Kapitalmarkt zu beschaffen.

Maik am 11.05.2007 19:58

also,ich hab festgestellt,ständig wird das Bayernticket teurer!Jeder Fahrplan -und Jahreswechsel wird dazu missbraucht,es lohnt sich schon fast nicht mehr,solche "Extraangebote" zu kaufen.Die Bahn hat eh nur Sonderangebote für 104 jährige Omas,die am 30 .Februar Geburtstag haben,noch das Originalgebiss und fit im Internet sind!!!Es fehlt halt echte Konkurrenz,man siehts auch bei der Telekom-wie diese einknickt,weil ihr die Kunden zuhauf wegrennen durch echt gute Angebote der Konkurrenz.Tja,MONOPOLE sind was furchtbares-es sein denn Dir gehört selbst eines!

bigbug21 am 12.05.2007 00:05

Hallo ibagznarf,
Wie gesagt: Taktzeit, Sitzplatzangebot, aber eben auch die Begleitung von Zügen mit Zugbegleitern, besondere Dienstleistungen und dergleichen werden in der Regel haarklein genau vom Besteller vorgegeben. Und an diesen Rahmenbedingungen wird sich nichts verändern, egal ob mit oder ohne teilweiser Kapitalprivatisierung der Bahn.
Viele Grüße
Peter

bigbug21 am 12.05.2007 00:08

Hallo Maik,
Der Preis des Bayerntickets wird, wie Regionalverkehrstarifs allgemein, nicht von der Bahn, sondern vom Besteller (Freistaat Bayern) festgelegt. Darüber hinaus ist die Bahn, sieht man einmal vom Streitfall Netz ab, auch schon längst kein Monopolist mehr. In Deutschland fahren hunderte Schienenverkehrsunternehmen und machen es dem Laden im Güter- und auch zunehmend im Regionalverkehr richtig schwer.
Im Übrigen können Monopole in manchen Fällen auch eine sinnvolle Sache sein. Man denke an den Schutz von Innovationen durch Patente, der in vielen Fällen Sinn macht.
Viele Grüße
Peter

Fragesteller am 12.05.2007 07:49

Es ist schon erschreckend festzustellen, dass die Öffentlichkeit und mancher Forumteilnehmer keine Kenntnis hat wer den Nahverkehr bestellt, wer die Preise vorgibt und wer diese Einnahmen verbucht, sowie dass die Knete an den Nahverkehr von den Verkehrsverbünden mehr oder weniger pauschal gelöhnt wird. Oder ist es nur schick "Sch.... Bahn" zu brüllen und von allen Seiten dafür Schulterklopfen zu ernten?

Carl-Friedrich am 21.05.2007 11:44

Hallo Peter / bigbug21, jetzt wirds ein wenig absurd: Monopole können in manchen Fällen sinnvoll sein? Natürlich nur private Monopole, oder? Die auf keinen Fall eine demokratische Mitbestimmung ermöglichen? Patentschutz im Bereich der Daseinsvorsorge ist übrigens ein echter Killer: Weltweit sterben täglich viele Menschen, weil die Pharmaindustrie erfolgreich Generika von AIDS-Medikamenten via Patentschutz verhindert. Um das Thema Arbeitsplätze scheint es hier übrigens nicht mehr zu gehen, schade eigentlich. Peter, die Geschichte von den hunderten von Wettbewerbern bringst Du jetzt zum dritten Mal, ich hatte Dir schon zweimal erwidert, zuletzt im Forum "Wettbewerb". Geh doch mal darauf ein, statt das Ding einfach auf neuen Listen wieder zu bringen.

Unwissender am 23.05.2007 18:54

Ich oute mich jetzt mal als "Unwissender" in Sachen Entsteheung der Bahnpreise. Aber auch wenn ich die Politik dahinter nicht kenne, so ist mir als Verbraucher wenigstens eines klar. Der Service läßt gravierend nach, Verspätungen von einer halben bis zu einer ganzen Stunde sind Alltag. Ich verstehe nicht, warum eine Privatisierung "helfen" soll. Es würde doch nur die jetztige Unternehmenspolitik bin hin ins Absurde steigern. (Kosten-sparung ist das Größte). Wie soll - auch in Sachen Klimawandel - die Bahn als Transportmittel attraktiv werden / sein, wenn die Preise fortwährend steigen (mancherorts ist es billiger innerhalb Deutschlands zu fliegen) und der Comfort parallel rapid nachlässt. Außerdem wundert man sich schon. Da wird immer betont, dass die Zahl der Bahnreisenden zurückgeht. Aber einen Sitzplatz auf einer Langstrecke zu finden ist trotzdem fast unmöglich. Und auch im Nahverkehr ist stehen an der Tagesordnung.

Volkov am 18.06.2007 21:48

Also die Bahn soll schon in Staatshand bleiben, es kann nicht sein, dass Stellen gefähredt werden, damit noch mehr Arbeitslose entstehen und die Bahn noch teurer wird und unzuverlässiger. Für eine Staatsbahn ! In jedem Land fumktionierts. Nur Deutschland muss mal wieder rumspasten !

bigbug21 am 19.06.2007 09:37

Hallo Volkov,
möchtest du dann auch zurück in Monopolzeiten, indem alle gut 350 Konkurrenten der Bahn beseitigt werden? Anders wäre, will man nicht umfassend subventionieren, würde ein Staatsbahn nicht überlebensfähig sein.
Viele Grüße
Peter

Doreen am 19.06.2007 16:13

@Volkov: Dass eine Staatsbahn in jedem Land funktioniert zeigt am "besten" Italien! Ich bin froh, dass wir hier die Deutsche Bahn haben, und nicht chaotische italienische Zustände. Qualitativ hochwertige Arbeitsplätze werden durch eine Privatisierung geschaffen und gesichert. Durch den verschärften Wettbewerb kann sich die Bahn Verspätungen und hohe Preise bald nicht mehr leisten. Schließlich muss sie konkurrenzfähig bleiben. Ich glaube, dass der Bahn und letztendlich den Fahrgästen Fremdinvestitionen zugute kommen und helfen, effizienter zu sein. Denn schließlich spart die Bahn - wie es in der Wirtschaft üblich ist - unproduktive Arbeitsplätze ein und kann service- und kundenorientiert agieren.

bigbug21 am 19.06.2007 21:02

Hallo Doreen,
so sehr es mich freut, dass auch mal jemand die Vorteile einer Kapitalprivatisierung heraushebt, so sehr muss ich dir in manchen Punkte widersprechen: Einen wesentlichen Einfluss auf die Betriebsqualität und auf die Preisgestaltung wird eine Kapitalprivatisierung wohl nicht haben. Schon heute agiert die Bahn auf allen Feldern in einem Wettbewerb und ist äußeren Einflüssen unterworfen, die weit häufiger als technisch vermeidbare Störungen Verspätungen erzeugen.
Viele Grüße
Peter

Volkov am 21.06.2007 17:45

So Leute, jetzt sag ich euch mal was: Das die Wirtschaft recht frei agiert ist ja ok, aber die Bahn, Energie/Wasser und Post gehören definitiv nicht dazu. Das muss für jeden bezahlbar bleiben und es sichert Arbeitsplätze. Einstellen tut man auch und es muss dabei eine nicht mal schlechte Bezahlung geben. Fing schließlich diese ganze Bahn und Postmisere nicht mit der Privatisierung ? Ich frage mich bis heute wer solche Flausen sich in den Kopf setzte !

bigbug21 am 21.06.2007 20:30

Gerade die Privatisierung der Bahn und die Öffnung des Marktes haben in der Bahnindustrie zu erheblich mehr Wettbewerb und zu vielerorts sinkenden Preisen geführt. Und ob wir uns noch künstliche Monopole leisten wollen, um künstlich Arbeitsplätze zu erhalten, denen keine adäquate Leistung gegenübersteht, wage ich zu bezweifeln.
Viele Grüße
Peter

Volkov am 23.06.2007 15:53

Eher zu Preiserhöhungen mein Gutster. Das Statement vieler Bürger zu den Bahnpreisen: "Die haben wohl ne Meise..."

gerhard am 24.06.2007 18:42

Ein Beispiel in der Schweiz zeigt, die SBB hat es geschafft als Bundesbahn auch mit wenig Subvention auf dem Markt sich zu behaupten. 50 Jahre oder länger war die deutsche Bahn okay, nun wird alles verkauft. www.dergrosseausverkauf.de solltet mal drüber nachdenken, statt diesen neoliberalen mist zu glauben. Glauben, tut man in der Kirche und die hat warlich in der Geschichte nix gutes gebracht.

bigbug21 am 24.06.2007 21:17

Super. Diese Ein-Zeilen-Vergleiche sind schon eine klasse Sache. Wozu differenziert betrachten? Deutsche Politiker sind dumm, in der Schweiz läuft alles klasse. Hintergründe? Rahmenbedingungen? Zusammenhänge? Igitt, wir braucht schon sowas.
Wie schön, wenn man einfach strukturierte Vorurteile pflegen kann.
Viele Grüße
Peter

Gerhard am 25.06.2007 20:58

Wie schön, dass Du als besserwisser, deinen Hans Werner Unsinn verbreiten kannst.

bigbug21 am 26.06.2007 09:13

Ja, prima. Lass uns auf bei diesen Zweizeilern bleiben. So herrlich oberflächlich und undifferenziert kosten Beiträge dieser Länge keine Zeit. ;-)
Viele Grüße
Peter
P. S.: Als Student bin ich alles andere als Allwissend. Ich finde es nur bedenklich, wenn komplexe Themen in fünf Zeilen abgehandelt werden. Eine sachliche, differenzierte und tiefgründige Diskussion wäre einmal eine feine Sache.

Phil69 am 26.06.2007 22:04

@Doreen: Meine bisherigen Erfahrungen (nicht repräsentativ) mit der ital. Bahn: pünktlich und richtig billig. Die Fahrpreise liegen so etwa bei einem Drittel (!) dessen, was man hier löhnen muß. Meine persl. Erfahrungen mit der deutschen Bahn: wenn die mal auf der Hinreise weniger als 10 Minuten verspätung haben, dann endet die Rückreise in einem Desaster mit Stunden Verspätung. JEDES Mal. Egal, wann ich mal mit dem naiven Glauben in die Fänge der Bahn begebe, weil ich hoffe, daß doch EINMAL alles klappen könnte. Buschbrände, verklemmte Weichen, Ausfall des Triebwagens, "wir hatten ein Rotsignal", Streik bei der belgischen Eisenbahn, böse Blätter auf den Schienen, ein Gütertransport, der mal wieder Vorfahrt hat, eine falsche Auskunft, die über eine Strecke mit Totalsperrung führt... Jedes Mal so, daß der max. Schaden entsteht: Anschluß weg, man soll nachzahlen, weil man sich nicht am überfüllten Schalter die Bestätigung geholt hat (weil sonst der n. Zug auch noch weg wäre) und wird dann gar mit der Bahnpolizei bedroht. Ein Transportsystem auf Level eines Entwicklungslandes zum Luxuspreis. Kurz: Zum Teufel mit der Saubande. Privatisierung ist wohl kein Allheilmittel, aber kann es wirklich NOCH schlimmer werden? Meine Empfehlung: Das gesamte Unternehmen völlig zerschlagen und jährlich nach neutral ermittelter Kundenzufriedenheit neu ausschreiben.

bigbug21 am 27.06.2007 08:58

Die Bahnpolizei wurde im 1992 abgeschafft, die Bahn im Jahr 1994 privatisiert. Was soll man sonst noch zu diesen Zeilen sagen?

Carl-Friedrich am 27.06.2007 13:33

Hallo Peter/bigbug21, schade, dass Du weiterhin uns Mitdiskutanten diffamierst("herrlich oberflächlich und undifferenziert", "einfach strukturierte Vorurteile"). So kommt sicher die von Dir (in unermüdlicher Unterstellung der Unsachlichkeit anderer) geforderte sachliche Diskussion nicht zustande. Auch dass Du in unzähligen Beiträgen immer wieder das gleiche schreibst, ohne auf Repliken einzugehen, behindert meiner Meinung nach die Diskussion hier sehr. Aber darum geht es Dir ja gerade, oder?

DeineBahn-Redaktion am 27.06.2007 20:21

Diese Diskussion lief nun viele Tage lang mit vielen interessanten Beiträgen. Sie wird nun geschlossen. Vielen Dank für Deine Beiträge!

Wir wollen die Diskussionen auf DeineBahn.de künftig an aktuellen Themen orientieren, um frischen Argumenten mehr Chancen zu geben. Wir laden zu diesen aktuellen Diskussionen ein:

Was ist Schienenverkehr im Allgemeinwohl?

Ist so etwas wie das Eigentumssicherungsmodell schon einmal gescheitert?