Die Bahn gehört uns allen – darf der Staat unser Eigentum so einfach verhökern?
Rund 100 Milliarden Euro ist die Deutsche Bahn AG wert. Der Gesamtkonzern inklusive 34.000 km Schienen, 5.500 Bahnhöfen und weiterem Eigentum wird auf 140 bis 220 Milliarden Euro geschätzt. Für nicht einmal 15 Milliarden Euro soll all dies an Großinvestoren verscherbelt werden.
die bahn ist aus steuermitteln finanziert und gehört dem steuerzahler. so soll es auch bleiben.
Ist die Bahn schon weg ? ...kein Fahrgast wird durch die Privatisierung einen Vorteil haben. ...die Laufleistung der Züge wird noch mehr gestreckt. ...Inspektionsintervalle weiter ausgedehnt. ...dadurch noch mehr Verspätungen ! ...Fahrkartenkauf nur noch am Automaten. ...im Zug nicht möglich, kein Personal. ...Bahnhöfe werden aus Kostengründen nicht mehr verschlossen. Kein Personal vor Ort. ...die Länderbahnen zahlt der Steuerzahler-wie gehabt. Aber, die Bahn ist noch nicht weg,noch nicht!
Ich denke, daß da wieder mal ein plumper Riesendeal á la Treuhand etc. geplant ist, nach dem Motto: Bezahlt habens wir alle, verdienen sollen eine Handvoll. Und zwar fett. Bin Münchner und sehe beim täglichen S-Bahnfahren, wie ein ehemaliges Rangiergleis-Gelände, ca. 5 km lang und ca. 500 m breit, unmittelbar vom Hbf. München bis ins Villenviertel um Schloß Nymphenburg, von der Bahn Stück um Stück verkloppt und bebaut wird. Bei den Bodenpreisen in München ein Milliardengeschäft. Und das ist nur ein Klacks aller "Bahnflächen" in ganz Deutschland!
Erst wird privatisiert und abkassiert, dann wird optimiert und umstrukturiert, danach wird rationalisiert und ausgelagert bis kein Beschäftigter mehr von seinem Einkommen leben kann, siehe Telekom...
Die Bahn soll verkauft werden? Soso. Die Post und die Telekom sind schon ausverkauft, tut mir leid, das Sonderangebot von Seiten des Staates gilt schon nicht mehr. Also haben wir diesen Monat was Neues, bei dem rücksichtslose Raubtierkapitalisten zugreifen können: Bahn im Räumungsverkauf! Jaja. So fängt es an. Und was verkaufen wir als nächstes? Knäste? Justiz? Polizei? Bundeswehr? Den Bundestag? Ach nein, geht ja nicht. Der ist ja schon mindestens zur Hälfte privat. Und da die Hohen Herren selbst nie Bahn fahren, müssen sie sich auch keine Gedanken machen, was mit uns niederem Pack von dahergelaufenen Bundesbürgern ist. Damit das klar ist: Die Bahn gehört zum Bund und da soll sie gefälligst bleiben. Die Herrschaften in Argentinien und anderswo, wo bereits eine Privatisiserung beschlossen ist, müssten bestraft werden, indem sie den Rest ihres Lebens mit dem bisschen Bahn fahren müssten, was da noch Rest ist. Dann würden sie sehen, was die dem Volk zumuten! Ich hoffe jedenfalls, dass Deutschland sich da geschickter verhält und die Bahn beim VOLK (STAAT) bleibt.
Ich sage "nein". Wir haben es alle gesehen und spüren die Spätfolgen der Privatisierungen z. B. bei den Strom-, Wasser- und Gasversorgern noch heute. Die Großkonzerne (u. a. EON, Vattenfall) nutzen ihre Monopolstellung schamlos aus und schröpfen die Verbraucher wann immer es geht. Nur im geringen Maße hat sich eine Konkurenzsituation realisiert, die die Preissituation zu Gunsten der Verbraucher verändert hat. Darüber hinaus hat sich die Privatisierung dieser "staatlichen" Unternehmen gravierend auf die Beschäftigung ausgewirkt. Es ist beispiellos, wieviele Arbeitsplätze verlorengegangen sind und unter welch schlechten Bedingungen die verbliebenen Arbeitsplatzinhaber ihre Beschäftigung lesiten müssen. Dies steht uns nunmehr auch bei der Bahn bevor, wenn die Politik einen Verkauf zustimmt. Wir sollten versuchen, dies mit aller Macht zu verhindern.
Ein Gut ist immer so viel Wert, wie jemand bereit ist, dafür zu bezahlen. So funktioniert Marktwirtschaft. Was nützt es, wenn ich behaupte etwas ist 100 Mrd. Wert? Diese Aussage ist völlig unbedeutend, solange nicht auch jemand bereit ist, diesen Preis zu bezahlen. Der Staat hat im Übrigen auch keinen direkten Nutzen dadurch, dass diese Güter in seinem Besitz bleiben. Ganz im Gegensatz zu einem Verkaufserlös, der für andere Zwecke (Entschuldung, Investition) verwendet werden kann.
@ F-P Kayser warum sollte der staat die immobilien nicht selbst vermarkten? da kommt sicher ein vielfaches an einnahmen in die staatskasse als durch den gesamtverkauf des netzes an investoren (denn nur darauf haben sie es agbgesehen – das netz ist doch nur das notwendige übel um an die immobilien zu kommen). dieses geld würde uns allen zugute kommen und nicht nur den investoren.
H-D. zunächst hat einmal der Staat die Pflicht die nötige Mobilität der Bürger aufrecht zu erhalten(GG).Dazu zählen auch die die nicht motorisiert sind. Den ÖPNV durch private Unternehmen zu organisieren ist da die schlechteste Lösung. @F-P Kayser, dann erzähle doch mal einem Häusle Besitzer er könne sein Haus für 30% seines Wertes verkaufen. Jährliche Unterhaltszahlungen von ca. 2,5 Milliarden über 10 Jahre sind vom ehemaligen Eigentümer zu zahlen. Sollte die Immobilie nach 10 Jahren abgewirtschaftet sein musst du sie aber wieder zurück kaufen. Diese Geschäfte würde ich auch gerne machen.
H-D. Wer ist Hartmut Mehdorn. Im Jahr 1966 begann er, für die Vereinigten Flugtechnischen Werke Fokker GmbH (VFW) in Bremen zunächst als Betriebsassistent zu arbeiten. 1974 rückte er in eine leitende Position auf, in der er für die Produktion des ersten Airbus A 300 verantwortlich war. Ab 1980 war Mehdorn als Vorstandsmitglied der Airbus Industrie, einem europäischen Produktionszusammenschluss zur Herstellung von Zivilflugzeugen, in Toulouse (Frankreich) an der Entwicklung mehrerer Airbus-Modelle beteiligt. Im Frühjahr 1984 trat er als leitender Mitarbeiter in die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB) ein, wo er zwei Jahre später auch in die Geschäftsführung aufstieg.Im Jahr 1985 wurde der Industriemanager von der Deutschen Airbus GmbH (DA) in Hamburg als Vorsitzender Geschäftsführer übernommen. Mehdorn trat 1992 auch in den Vorstand der Deutschen Aerospace AG (DASA)Daimler-Benz in München ein, wo er für den Bereich Luftfahrt zuständig war. Im Dezember 1999 wechselte der Manager von Heideldruck und RWE zur Deutschen Bahn AG. Auch sah sich der Bahn-Chef im Mai 2003 zu einer Teilkorrektur des neuen Tarifsystems(Lufthansa) gezwungen, das im Dezember 2002 eingeführt worden war und wegen seiner Komplexität nicht nur auf große Kritik gestoßen war, sondern dem Unternehmen auch einen deutlichen Fahrgastrückgang beschert hatte.
Der Vergleich mit einem Einfamilienhaus hinkt. Bei Gewerbeimmobilien wird der Preis den ein Investor auszugeben bereit ist durch die erwartete Ertragskraft bestimmt. Ein Investor wird nicht mehr zu zahlen bereit sein, als er auch als Ertrag erwarten kann. Dieser Wert wird natürlich durch etwaige Risiken und Belastungen die mit dem Objekt zusammenhängen reduziert. So etwas wie diese Initiative und andere Anforderungen der Öffentlichkeit an ein Unternehmen wie die Bahn reduzieren also den Wert. Damit ein Käufer nicht - wie es hier befürchtet wird - überdurchschnittlich hohe Erträge abschöpft, muss der Verkäufer für ausreichenden Wettbewerb beim Verkauf sorgen. Ist das Objekt attraktiv, wird es auch genug Bieter geben, die sich zu Lasten ihrer Gewinne gegenseitig überbieten.
Nein, die Bahn darf nicht privatisiert werden. Der Staat verlangt von den Bürgern Mobilität am Arbeitsplatz und propagiert auch ständig woanders Mobilität. Wo soll eine bezahlbare Mobilität denn herkommen, wenn nur noch private Kommerzinteressen zählen? Ich wohne in einer Gegend, wo es bereits heute kaum noch Bahnhöfe gibt. Und das bedeutet: Auto fahren mit allen Nebenwirkungen (ständig steigende Kosten, Umweltverschmutzung, Ausschluss aller Menschen von der Mobilität, die kein Auto haben). Dies kann doch nicht unser Ziel sein. Ich fordere eine subventionierte Bahn mit einem viel dichteren Flächennetz (wie in der Schweiz), die allen Einkommensgruppen Mobilität ermöglicht!! Und außerdem: Was nützt mir eine formale Demokratie, wenn alle lebenswichtigen Dinge zur Versorgung der Bevölkerung ausschließlich Kapitalinteressen bedienen?
In diesem Gesellschaftssystem geht es schon immer um die Privatisierung der Gewinne und die Sozialisierung (Vergesellschaftung) der Verluste. Warum sonst schreit die DB-AG sonst so sehr nach Fördermitteln und Zuschüssen, wenn es um Sanierungen von Anlagen und Gebäuden geht? Die Frage von Bahnübergängen oder sicheren Untertunnelungen ist da nur ein Beispiel von vielen. Übrigens: Die Bahn will ja jetzt viele ihrer Immobilien und ehemaligen Anlagen meistbietend verkaufen. Hoffentlich wachen die Kommunen und Kreise noch rechtzeitig auf! Diese Flächen sind in den meisten Fällen nämlich in grauen Vorzeiten unter der Bedingung an die damaligen Bahnverwaltungen geschenkt worden, dass dort EISENBAHNVERKEHR UND DAZUGEHÖRIGE DIENSTLEISTUNGEN STATTFINDEN. Solch einen saftigen legalen Betrug gilt es zu verhindern!
Die bevorstehende Privatisierung der Bahn ist ein Verbrechen gegen die Menschen aus folgenden Gründen: Volkseigentum wird unter den Wert verhökert Die Daseinsvorsorge des Staates wird verschlechtert. Das Wartungspersonal wird abgebaut werden. Deswegen wird es mit der Wartung nicht mehr so genau genommen. Siehe Bahnunglück in Eschede, wo ein Radreifen platzte. Dies wäre bei genauerer Wartung der Lok bestimmt zu verhindern gewesen. Personal wird in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, damit die Profite steigen. Das man da auch ganze Familien ins Elend schickt, interessiert doch kein Aktionär. Da muss mal dann wieder der Staat für diese Arbeitslosen aufkommen. Da der Fahrplan sich dann nur noch nach der Wirtschaftlichkeit richten wird, werden mehr Menschen mit dem Auto fahren müssen. Resultat mehr CO2
Die Bahn gehört in BürgerHand dazu habe ich schon was geschrieben zu den Arbeitsplätzen. Eine Qualitätsverschlechterung hatten wir schon hinnehmen müssen, wie zum Beispiel den Wegfall des InterRegioBahn verkehrs, den Kilometertarif und die Abschaffung einiger Verbindungen sowie die D-Züge. Ich will nicht auf das Auto angewiesen sein müssen und möchte auch die Gelegenheit dazu nutzen zu sagen, dass der Regionalexpres in der DoStoAufmachung nicht für den Fernverkehr geeignet ist. Ich möchte auf der Fahrt nach Rostock von Berlin aus, mein Gepäck in die Gepäcklage ablegen können, mich im Zugabteil entspannen und mich auf den Ostseeurlaub freuen. Die Bahn muss wieder ein Reisenunternehmen im Fernverkehr und ein Dienstleister für den Bürger im RegioVerkehr sein. Aus diesem Grund unterstütze ich die BürgerBahn und hoffe damit nicht alleine zu stehen, dann auch meine Kinder sollen noch das Recht haben, mit der Bahn reisen zu dürfen.
Es muß endlich Schluß sein mit ständiger Privatisierung von Volkseigentum. Die Kapitalinvestoren sahnen ab und für die breite Masse wirds immer teurer, mit schlechterem Service.
es ist schon erstaunlich. Die Deutsche eisenbahn wurde schon mal Verstattlicht. da die privaten es Ruiniert hatten! Wie ist den die Deutsche Reichsbahn entstanden! und jetzt wiels der Statt wieder verscherbeln?
Hallo 007,
Vorweg: Webbbrowser wie Firefox bieten eine integrierte Rechtschreibprüfung für Formulardaten während der Eingabe. Damit lassen sich viele Tippfehler vermeiden. Ihrem Punkt würde ich indes nicht zustimmen. Die Zusammenfassung der einzelnen privaten und und staatlichen Bahngesellschaften zu einer großen Gesellschaft fand damals unter völlig anderen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen statt. Hätte die Bahn auch heute noch Marktanteile von weit über 50 Prozent und keine nennenswerte Konkurrenz, schon gar nicht auf einem auch für internale Gesellschaften liberalisierten Markt, würde wohl kaum jemand an einen Börsengang denken. Die Bedingungen haben sich jedoch grundlegend geändert: Die Deutsche Bahn steht in einem umfassenden Wettbewerb -- auch mit vielen Gesellschaften, die längst vom Kapitalmarkt profitieren --, die Eisenbahn hat einen recht überschaubaren Marktanteil und die staatlichen Mittel reichen für große Sprünge nicht aus. Vor diesem Hintergrund würde ich einem Börsengang per se nicht zustimmen, jedoch sollten Vergleiche schon dienlich sein, um diese "Diskussion" voranzubringen. Viele GrüßePeter
Die Bahn ist nicht nur einst aus Steuermitteln finanziert worden, sondern der ÖPNV gehört meiner Meinung nach zur Grundversorgung wie Wasser, Strom oder Sicherheit, die der Staat zu gewährleisten hat. Zwar ist DIE BAHN z.Z. von der Organisation her nicht sehr flexibel und kundenorientiert(Güterverkehr) - oftmals auch chaotisch!-, aber das ist doch kein Grund zur Privatisierung. Außerdem müssen doch nicht alle Unternehmen dicke Gewinne abwerfen, oder?
Hallo Druschka,
daher gibt es umfassende Mechanismen (Regionalisierungsmittel, Stilllegungsverfahren, Beförderungspflichten etc.) die diese Grundversorgung (und weit mehr) sicherstellen. Dass die Kundenorientierung der Bahn noch viel besser werden muss, da pflichte ich Ihnen voll und ganz bei.
Peter
Hallo zusammen, Alle Behauptungen, die Bahn würde privatisiert werden, damit der Bund Geld bekommt, sind völlig lächerlich. Die Erlöse, die der Bund real bekäme, bewegen sich im einstelligen Milliardenbereich. Gleichzeitig gehen aber Dutzende Milliarden – wenn allein das rollende Material verkauft werden würde – und mehr als hundert Milliarden Euro, wenn das rollende Material plus die Infrastruktur verkauft werden – an private Investoren. Was sich bei dem Gesetzesentwurf von Minister Tiefensee jetzt abzeichnet, ist ein Verkauf des rollenden Materials im Rahmen eines sogenannten Eigentumssicherungsmodell, mit dem die privaten Investoren in erheblichem Maße über die Infrastruktur bestimmen. Nach 10 bis 15 Jahren werden sie höchstwahrscheinlich auch formell Eigentümer des Gleisnetzes – mit allem was dazugehört. Das ist für uns ein Ausverkauf von Volksvermögen. Winfried Wolf (Bürgerbahn statt Börsenwahn)
Huch?! Wer sagt, dass die angedachte, teilweise Kapitalmarktprivatisierung der Deutschen Bahn im Wesentlichen des Bundeskasse füllen soll. War bis dato nicht immer davon die Rede, der DB AG finanziell den Rücken zu stärken, um sich ganz wesentlich auch in die sich nun öffnenden Schienenverkehrsmärkte Europas einzubringen?! Und soll nicht Anteile am Gesamtkonzern DB AG verkauft werden, ggf. ohne Netz, jedoch nicht nur auf das rollende Material beschränkt.
Rätselnde Grüße,Peter
Hallo Peter, für Sie habe ich dass aber hier nicht eingestellt ! War immer der Meinung dass Sie, als profunder Kenner, alles lesen. Meine Meinung steht fest, alles was Herr Mehdorn machen möchte lässt sich auch unter einer Bahn in Bundesbesitz verwirklichen. Es gibt keinen vernünftigen Grund für einen Börsengang. Aber, wie ich "unsere Politiker" kenne, ist die Sache schon entschieden. H.D.
Hallo H.D.,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Schön, dass wir zu einer Diskussion finden.
Viele Grüße aus Nürnberg
Peter
Hallo bigbug, wo steht denn eigentlich geschrieben, dass die DB AG (D-steht wohl für Deutschland?!) sich auf den europäischen resp. internationalen Märkten (sie ist ja nach eigenen Angaben das 2.größte Luftfrachtunternehmen der Welt!) behaupten muss? Kerngeschäft ist doch die Erbringung von Transportleistungen für Menschen und Güter auf dem nationalen Schienennetz. Und das so gut, und so preiswert, dass sie keine nationale bzw. internationale Ausschreibung scheuen muss. Nur hier spricht die tägliche Erfahrung eine andere Sprache. Sh. z.B. die Reaktion der Landesregierung NRW auf die Mängel im Regionalverkehrsanteil der DB AG im VRR, und die vielen großen und kleine Mängel die die Bahnbenutzer jeden Tag auf's neue erleben müssen. Weil eben das Mehdornsche Unternehmensziel die globalen Transportmärkte und nicht die Erfüllung des grundgesetzlichen Auftrags sind. Hierzu kann man sich lange Abhandlungen sparen und auf das Memorandum von Scheer (SPD) und Friedrich (SPD) gegen die Bahnprivatisierung verweisen. Es bleibt alternativlos: die DB AG muss staatlich bleiben und zwar zu 100%. Die Regierungsvertreter im AR müssen endlich vom Bahnvorstand die Umsetzung der Forderungen des Bundestages von 1994 zur Gründung der Bahn AR (Bahnreform) erzwingen.
Ich bin der Meinung, was mit Volkes Geld gebaut worden ist, muss auch dem Volke gehören, Privatisierung ist Diebstahl und ich kann mich besinnen, dass das Grundgesetz sagt, Eigentum verpflichet. auf der seite www.eisenbahnforum.de , vor der ich warnen möchte, sind keine Eisenbahnfreunde sondern Wirtschaftsfanatiker aktiv, die für den Ausverkauf unseres Landes einstehen, da mir das Wort entzogen worden ist, kann ich nur davor warnen, jetzt sind keine Neuzulassungen möglich, da jede soziale Äusserung als Fake in einem Zusammenhang gebracht wird, diese Verbrecher lassen auch nichts aus , sich dort einzunisten, wo man meint sich austauschen zu können. Eine Schande ist, dass Transnetz den Privatisierungswahn der Bahn unterstützt und wir als kleine Bürger von den in Stich gelassen werden.
Ich habe hier noch ein Forum aufgemacht und bitte dort um eure Meinungen. http://bahnforum.blogspot.com/
Hallo Jim Knopf,
ich kann Ihre Kritik, die Bahn möge sich vollständig auf den deutschen Schienenverkehrsmarkt zurückziehen, im Ansatz nachvollziehen, aber nicht teilen. Soweit ich das als Student im Verkehrswesen beurteilen kann, macht die momentane Strategie des Unternehmens (soweit von außen nachvollziehbar) durchaus Sinn. Wir leben nun einmal in einer Welt, die sich wirtschaftlich weltweit zunehmend vernetzt. Immer mehr wird über immer weitere Strecken transportiert, immer größere Teile einer Produktion ausgelagert. Die Bahn ist einer von (nicht all zu vielen) Logistikunternehmen, die weltweite Transportketten -- quer über alle Verkehrsträger hinweg -- von Haus zu Haus anbieten kann. Würde Sie nur das reine Schienengütergeschäft in Deutschland anbieten und somit vom Kunden beispielsweise in vielen Fällen verlangen, seine Waren selbst zum Bahnhof zu bringen und dort wieder abzuholen, wäre sie sicher schlechter positioniert.
Peter
@ Peter und allgemein Sorry, aber dein Beitrag bringt uns zum Lachen. Ich glaube, als Student des Verkehrswesens fährst du nicht mit der Bahn. Sonst hättest du längst am eigenen Leibe erfahren, daß die Privatisierung von ehemaligem Staatseigentum nur Nachteile bringt und zwar massive. An der POST sieht man es doch bereits klar und deutlich. Die Preise sind überproportional gestiegen, Filialen wurden geschlossen, der Service ist extrem mies geworden. Man kann seine Filiale noch nicht mal mehr anrufen (!). Auch für die Angestellten. Saßen die "Schalterbeamten" früher auf dem Stuhl, stehen sie sich heute die Beine krumm im einheitlichen Dienstdress mit gelbgestreifte/-r/m Krawatte bzw. Halstuch und demonstrieren damit unterwürfiges Sklaventum, genannt "Dienstleistungsorientierung". Und mieseren Lohn als früher bekommen sie ja wohl auch. UND DIE BAHN? Wenn die Bahn heute schon Strecken verkommen läßt, Bahnhöfe schließt, die Preise so hoch gestaltet, daß kein Kleinverdiener mehr Bahn fahren kann, wie soll es erst nachher aussehen? Aber das ist ja nur ein Teil der Verschlechterung. Warteschlangen vor jeder größeren Reiseauskunft. Noch nie habe ich so viele Leute vor den Reiseauskünften bereits in mittelgroßen Bahnhöfen gesehen. Ehe man da am Schalter angekommen ist, ist der Zug weg ! Wartehäuschen statt Bahnhof? Wenn überhaupt mal solche gebaut wurden, dann sind sie viel zu klein und/oder zugig. Ich kenne Bahnhöfe, da gibt es weder Personal noch einen Automaten und mir hat eine Frau erzählt, sie habe mehrfach 40 Euro zahlen sollen, weil sie dort ohne Fahrkarte eingestiegen ist (!!!!!!!!!!!!). Pünktlichkeit? Nie war die Bahn so unzuverlässig. Ein ehemaliger Ingenieur der Bahn hat es mir erläutert. Loks, Wagen, Gerät werden nicht ausreichend gewartet so daß man alle Nasen zu hören bekommt: "wegen eines Lokschadens...", "wegen einer defekten Weiche...", "wegen einer Oberleitungsstörung...", "wegen einer Betriebsstörung..." usw. usw. ".....bitten wir um Verständnis". Nee, habe ich kein Verständnis, solange Sie auch bitten, Herr Mehdorn. In vielen S-Bahnen gibt es keine Toiletten mehr. Die S12 fährt von Au bis Düren, das sind ca. 2 Stunden. Wie oft habe ich Leute gesehen, die zwischendurch ausgestiegen sind, weil sie mal dringend ihre Notdurft verrichten mußten. JEDER, mit dem man darüber diskutiert, hält das für absurd. Das ist fast kafaesk. Aber logisch ist das ja, die Reinigung von Toiletten verursacht Kosten und nachdem den Rauchern der Kampf "in vollen Zügen" angeagt wurde, geht es jetzt auch endlich den Perverslingen an den Kragen, die vor Antritt der Reise nicht auf Toilette gegangen sind !!! Als der Orkan Kyrill den Bahnverkehr lahmlegte, fuhren bei uns die Busse. Die Bahn hat aber keinen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Warum nicht, wenn die Busse doch fuhren? Na klar das kostet Geld und da war es doch billiger, das zu tun, was die Bahn dann auch tat und noch als mildtätige Leistung pries: Warmen Tee und Decken verteilen, damit die Leute wenigstens im Bahnhof nicht erfroren ehe sie am nächsten Morgen mit blauen Flecken am Arsch zur Arbeit gingen. Und das alles war im Fahrpreis inklusive! Es lebe die Privatisierung!
Das ist schon ein Skandal. Vielleicht hat eine Privatstiftung ( Bertelsmann??)Herrn Tiefensee und den anderen Entscheidungsträgern die Zeilen der Immobilien und anderen Liegenschaftsverkäufen diktiert oder ein Wirtschaftsberatungsunternehmen wie McKinsey? Da zur Zeit soviel von Filz und Verflechtung von Wirtschaft und Politik bekannt wurde ( Fraport und Verkehrsministerium z.B.) muß man schon an eine kriminelle Unterwanderung glauben. Die Demokratie ist abgemeldet ! Das Gemeinwohl interessiert offensichtlich die Bahnmanager und die entscheidenden Politiker nicht. Wer hat an dieser Entwicklung Interesse?? Wenn das so weitergeht haben wir die einzige Chance der totalen Verweigerung. Das wäre nicht nur meine bittere Konsequenz.
Die Deutsche Bahn erfüllt einen wichtigen öffentlichen zweck für die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes und diesen Dienst am Volk sollte nicht durch ein Profitorientiertes Unternehmen erfüllt werden sondern durch ein qualitativ gutes öffentliches Unternehmen in Staatshand.
Hallo Petra,
herzlichen Dank für deinen Beitrag. Schade, dass meine Versuche, eine sachliche Diskussion auf die Beine zu stellen, für Belustigung sorgen. Ich hoffe, dass wir hier noch einmal sachlich diskutieren können und würde mich freuen, auf meine Argumente und Thesen auch einmal eine Antwort zu erhalten.
- Ich bin Jahr für Jahr etwa 100.000 bis 150.000 Kilometer mit der Bahn unterwegs. Gerade vor diesem Hintergrund kann ich viele immer wieder geäußerte Punkte nicht nachvollziehen: Die Bahn, die ich (im Personenverkehr) erlebe, fährt weitgehend pünktlich, hat einen brauchbaren Service und eine überschaubare Zahl von Langsamfahrstellen. Ein Beispiel: Seit Donnerstagabend war ich 1.310 km in 13 Zügen des Nah- und Fernverkehrs unterwegs. In sieben Fällen waren die Züge auf die Minute genau zur Plan-Ankunftszeit angekommen, einmal waren eine, einmal drei und einmal sogar sieben Minuten Verspätung zu verbuchen. Je ein ICE und ein Regionalexpress kamen zwei Minuten zu früh am Ziel an.
- Soweit ich das im Überblick habe, sind Deutsche Post (ebenso wie die Lufthansa) -- gerade aus Kundensicht -- durchaus positive Beispiele von (im Großen und Ganzen) gelungenen Marktöffnungen und Kapitalmarktprivatisierungen. Die Post ist heute der größte Logistiker der Welt, die Lufthansa zählt zu den größten Airlines weltweit. Eine Preissteigerung kann ich indes nicht nachvollziehen. Heute habe ich zwei Pakete zu jeweils rund 22 kg für je vier Euro verschickt. War das vor ein paar Jahren etwa noch günstiger zu haben? Dass die Mitarbeiter der Post heute wesentlich weniger Lohn wie früher bekommen, kann ich als Außenstehender nicht sagen. Da ein Gutteil der Postler immer noch Beamte sind (und entsprechend deren Tabellen bezahlt werden) sowie für Angestellte ein ausgehandelter Tarifvertrag gilt, würde ich das zumindest sehr bezweifeln. Welche Gewerkschaft würde nicht auf mehr Lohn pochen, wenn ein Unternehmen wie die Post derart erfolgreich ist?
- Die Bahn befand sich in den letzten Jahren in einem intensiven Umbauprozess. Dazu gehörte (und gehört, an manchen Stellen, auch heute noch) eine konsequente, nüchterne Untersuchung, was sich das Unternehmen leisten kann. Es liegt sicher nicht im Interesse des Kunden, wenn ein Fahrkartenverkäufer die Hälfte seiner Arbeitszeit Däumchen dreht und ein Drittel oder ein Viertel des Fahrkartenpreises nur zur Kostendeckung des Verkaufs aufgewendet wird.
Über Streckenstilllegungen indes, entscheidet im Wesentlichen der Staat sowie unterstaatliche einrichtungen, insbesondere über die Bestellung oder eben Abbestellung von Regionalverkehrsleistungen. Indes, ja, denke ich auch hier, muss man durchaus kritisch sehen, was wir uns hier als Bürger dieses Staates an Bahnverkehr leisten wollen. Wenn, wie heute morgen auf der Nebenbahn von Hilpoltstein nach Roth gegen 8:30 Uhr erlebt, ein Triebwagen für 120 Personen mit gerade mal vier Fahrgästen fährt, kann man sich denken, wie ökonomisch wie ökologisch unsinnig das ganze ist.
Obwohl ich gerne Bahn fahre und ein Freund dieses Eisenbahnsystems bin, würde ich hier ganz nüchtern sagen: Eigentlich macht das keinen Sinn. - Fahrpreise sind immer wieder ein heißen Eisen. Im Fernverkehr liegen die Fahrpreise, mit BahnCard oder Frühbucherrabatten, bei etwa 10 bis 15 Cent pro Kilometer. Ist das viel?
Im Regionalverkehr legen im Wesentlichen die Länder als Besteller die Fahrpreise fest. Hier würde sich auch durch einen Börsengang der Bahn nicht das Geringste verändern.
Die Warteschlangen an Schaltern prüfe ich indes regelmäßig selbst nach. Viel mehr als fünf Minuten musste ich hier bisher seltenst warten. Ich denke, hier sollte auch nicht vergessen werden, dass schon innerhalb einer Stunde der Strom der Fahrkartenkäufer sehr stark fluktuiert. Gerade an Taktknoten, wo einmal stündlich Fernzüge abfahren, lassen sich diese Schwankungen sehr gut beobachten. Natürlich könnte man hier nun ganze Herscharen von Mitarbeitern einsetzen (soweit man so viele zur Hand hat), aber wäre es wirtschaftlich, wenn diese Armada nach Abfahrt der stündlichen Züge dann wieder eine halbe oder dreiviertel Stunde Däumchen dreht?
Gibt an einem Bahnhof im Übrigen weder Automat noch Schalter, wird ein Reisender nicht nachzahlen müssen. Spätestens mit einem Zweizeiler hat sich die Sache erledigt. - Was die Ausstattung von Fahrzeugen und Bahnhöfen bzw. Haltepunkten angeht, ist die Sache klar: Die Fahrzeugausstattung im Nahverkehr ist im Wesentlichen Sache der Länder bzw. Verbünde (als Besteller der Leistungen), die bei Ausschreibungen heute meist auf dutzenden Seiten festlegen, wie Fahrzeuge beschaffen sein müssen, damit ein Anbieter -- im wahrsten Sinne des Wortes -- zum Zuge kommt.
Wartehäuschen indes sehen die Regelungen der Bahn meines Wissens auch für nahezu alle Wald-und-Wiesenbahnhöfe (Bahnhofskategorie 6, die niedrigste Stufe) inzwischen vor. Es mag im Einzelfall nicht sinnvoll sein, derartige Häuschen zu errichten (z. B. aufgrund wiederholtem Vandalismus), aber die große Mehrzahl der Station hat zumindest eine Unstellmöglichkeit. Wenn ich so nachdenke, fallen mir nahezu keine Stationen ein, wo dies nicht der Fall ist. - Ich würde mich freuen, wenn Sie weitere Indizien für Ihre These aufzeigen könnten, wonach die Bahn zunehmend unpünktlicher sei. Als Vielfahrer erlebe ich hier eine recht konstante Pünktlichkeit von über 90 Prozent (5-Minuten-Schwelle). Kürzlich blätterte ich mal in den Jahresberichten der alten Bundesbahn. Deren Pünktlichkeitsziffern waren eher schlechter als die der heutigen Deutschen Bahn.
- Abschließend ein Wort zum Schienenersatzverkehr: Soweit ich selbst als Fahrgast, aber auch im Gespräch mit den zuständigen DB Mitarbeitern erlebt habe, ist die Bahn stehts bemüht, möglichst schnell einen solchen Busersatz einzurichten. Leider stehen die Busunternehmer bei der Bahn nicht Schlange, um kurzfristige Aufträge zu bearbeiten. Gerade während der Hauptverkehrszeit oder bei Stürmen ist es sicher keine einfache Übung, überhaupt irgendeinen Bus aufzutreiben.
Ich hoffe, alle sachlichen Punkte damit aufgegriffen zu haben und freue mich auf eine hoffentlich anregende Diskussion. Viele Grüße und ein schönes Osterfest
Peter
Hallo bigbug21. Ich finde es doch gut, das du dir die Mühe machst solch eine Diskussion auf die Beine zu stellen. 1. Es stimmt das die Bahn heute relativ pünktlich ist. Aber wem glauben die Leute mehr: den Medien (darunter eine Zeitung die man nur BLÖD nennen kann) die laufend über die Bahn herziehen, oder den wirklich netten und freundlichem Personal der DB? Natürlich ersteren. Und es kommt erschwerend hinzu, das die Leute die heute über die Bahn meckern, oft noch nie einen Zug von Innen gesehen haben. Ich fahre gerne mit der Bahn und bin zufrieden. 2. Kann ich nicht direkt was sagen, aber auch Beamte sind nicht mehr so toll dran wie vor 10 Jahren. 3. Umbauprozess ja. Aber es ist doch nicht mehr normal wenn auf einer Strecke keine Fahrkarten mehr kontrolliert werden und den Schwarzfahrern alle Türen geöffnet werden. Desweiteren ist es ja nicht so das die Schalterbeamten nichts zu tun hätten. Das ist schlecht wenn man solch Personal abbaut. Früher war die Nähe zum Kunden was wert. Und, mal ganz ehrlich, welcher Rentner soll mit diesen "Fahrkartenautomaten" zurecht kommen? Streckenstillegungen? Schau dir mal an was seit der Bundesbahnära alles dicht gemacht wurde! Und dann dazu der Autobahnausbau! Der Staat hat versagt! Auf ganzer Linie. Was heute vom Netz noch da ist, kann eigentlich schon nicht mehr stillgelegt werden. Aber da gibts ja auch wieder so einen Treppenwitz mit Herrn Wittke und der Wiehltalbahn. Was da abgeht zeigt doch, wie sehr die Bahn gewollt ist. Ich bringe Wittkes Aussagen mal auf den Punkt "Je schneller die Bahn weg ist umso besser, dafür sorge ich persönlich!" Dazu braucht man doch nichts mehr sagen, oder? Das Beispiel mit dem Triebwagen ist insofern eine Ausnahme, da es oft vom jeweiligen Leistungsbesteller abhängt, was wie wann womit gefahren wird. Sicher ist das Unsinn, aber man darf heute keine Alibizüge mehr fahren. Dieser sture Stundentakt hat schon vielen Nebenbahnen das Genick gebrochen. 4. Fahrpreise sind durchaus gerechtfertigt, denn 1. ist die Bahn nicht von der Öko und der Mehrwertsteuer befreit, von denen das Flugzeug bei beiden Steuern befreit ist, und die Einergiekosten müssen auch umgelegt werden. Der Schalterservice ist einer der besten Service die es bei der DB NOCH gibt. Ja, die Wartezeit hängt vom Pendlerstrom ab, aber es ist doch nicht normal 2 Schlater Beamte zu terrorisieren, wie ich selber schon erlebt hab. Warum drehen die Däumchen, die arbeiten auch wenn keine Reisenden da sind( mehr oder weniger versteht sich) 5. Fahrzeugausstattung und Bahnhöfe ist genau so ein Thema! Wer hat den über Jahre hinweg die Gebäude verwarlosen lassen? Und jetzt werden die abgerissen und solche Wartehütten hingestellt. Da hat man bei richtigem Sturm keinen Schutz. Anstatt man in die Bahnhöfe pensionierte Eisensenbahner einziehen lässt, nein lieber abreißen oder verfallen lassen. Zu den Farhzeugen. Es ist eine Zumutung Triebwagen der Baureihe 425 und Co. auf Relationen wie Magdeburg - Halle(Saale) einzusetzten. Hab ich selber schon ausprobiert, ich weis jetzt wie sich die Fische anfühlen die in Konserven verpackt sind. Manchmal fragt man sich wie die Besteller überhaupt vorgehen bei ihrer Auswahl. Es ist auch nicht verantwortlich wenn man Triebwagen im Freiem abstellt, und sich dann noch wundert, wenn am nächsten Tag eine neue Lackierung (Graffiti) zu sehen ist. 6. Die Bahn wird immer pünktlicher, derzeit jedenfalls. Im Vergleich zu Reisen vor einem Jahr um diese Zeit hat sich die DB gut geschlagen. Wie gesagt, Medien und ihre Wirkung. Manche sollten sich Züge auch mal von Innen ansehen (vor allem Redakteure von BLÖD-Zeitungen). 7. Schienenersatzverkehr ist grundsätzlich zu unterteilen 1. In den planbaren, d.h. mit Ankündigung für die Reiseneden, das hat bis jetzt immer gut geklappt. Und 2. Außerplanmäßiger SEV, d.h. ein Triebfahrzeug ist schadhaft geworden, und zwar überraschend so das kein SEV geplant werden konnte. Und das es bei letzterem zu Problemen kommt ist doch nunmal logisch. Abschließend ein Wort: Die Politik hat die DB allein gelassen. Oder wie erklärt man sich bitte das es von einem 1974 gebautem Prototypen eines Regionalbahntriebwagens, mit dem das Streckensterben gemildert werden sollte, erst 1986 ((!) als das Sterben schon in "vollen Zügen" war) eine Serienproduktion anlief? Es handelt sich um den 628.
@ Petra So übertrieben braucht man es nicht darzustellen. Die Bahn läßt ihre Strecken nur verkommen, weil man auf den Staat angewiesen wäre, denn um die Strecken alle wieder attraktiv zu machen würden Milliarden drauf gehen. Das die Bahn Reihenweise Serviceschalter schließt ist eigentlich schwachsinn. Man will auf die Kunden zu gehen, aber schließt ein Schalter nach dem Anderen. Zum Thema Wartung von Fahrzeugen: Du solltest die mal das AW Dessau angucken, dann würdest du nicht sagen das die Loks schlecht gewartet werden. Und nur weil ein Wagen die Toilette kaputt ist kann man ihn nicht einfach aus dem Zugverband nehmen, das üwrde unnötig Zeit kosten. Vielleicht solltest du mal den Triebfahrzeugpark der DB besichtigen. Dort sind Loks vorhanden die seit 50 Jahren (!) treu ihren Dienst tun und das zuverlässiger als irgend so ein neues Fahrzeugmodell. Sicher hat sich die Bahn seit dem Zusammenschluss beider Deutscher Bahnverwaltungen rapide Verschlechtert. Aber warum? Wegen der "super" Verkehrspolitik. Mit dem Börsengang ist ein schlechterer Service so sicher wie das Amen in der Kirche.
www.handelsblatt.com Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) trifft mit seinen Plänen zur Bahnprivatisierung auf neue Widerstände: Das Bundesinnenministerium erhebt verfassungsrechtliche Bedenken, die von Fachleuten geteilt werden. Die Opposition fordert, Tiefensee müsse sein Konzept nun grundlegend überarbeiten.
Tiefensee sollte seine gesamt Verkehrspolitik überdenken. Ich hab nochmal geguckt, ich verstehe nicht wie ihr über die Triebfahrzeuge rummeckern könnt! Seit 1994 sind 40(!) neue Baureihe bei der DB AG in Dienst gestellt worden. Das der Fahrzeugpark mangelhaft ist und ungepflegt ist Unsinn.
Die Vielfalt an Baureihen ist wohl auch der Bahn selbst ein Dorn im Auge. Allenthalben kann man lesen, dass das Unternehmen auf Standardisierung setzt, um die Kosten zu senken. Die hohe Zahl an neu in Betrieb gesetzten Baureihen, das darf man auch nicht vergessen, hat sich auch mit der umfassenden Modernisierung des Fahrzeugparks zu tun, ebenso wie mit der Internationalisierung (Mehrsystemfahrzeuge).
Viele Grüße
Peter
Sicher. Das stimmt. Aber auch nicht vergessen darf man, dass die DB noch über unzählige Bundes- und Reichsbahnloks besitzt. Und davon gibt es Loks die schon 50 Jahre (Baureihe 110) auf deutschen Schienen laufen. Da ist es nur verständlich neue Loks zu beschaffen. Mir persönlich gefällt es nicht wenn alles vereinheitlicht wird. Immer dieses Kastenbauprizip wie bei Baureihe 101,152,185 und 189 ist auf dauer langweilig und bietet auch kein großes Aushängeschild.
... ist aber weit günstiger, als dutzende Baureihen, mit dutzenden Arten von Motoren, Bremsen, Transformatoren, Schrauben und tausenden anderen Einzelteilen, zu betreiben.
@ bigbug21 Nein. Es wäre billiger die Loks die noch vorhanden sind, und nicht mehr benötigt werden einfach bis auf den Lokkasten aus zuschlachten, anstatt eine Lok die erst vor 2 Jahren eine HU hatte mit Neulack zum Bender zu über stellen und samt Ersatzteilen zu verschrotten. Wie viel Ersatzteile schon so um die Ecke gebracht worden........ Es ist eine Schande. Siehe Thema Interregio Wagen ist genau das slebe. Genau das selbe. Es geht doch einfach nicht an das man mutwillkig Ersatzteile und Loks zerstört, die damals mit Steuergeldern gekauft worden ! Ist dass den noch normal? Wo leben wir denn? vor einem Halben Jahr wurde beim Bunhdestag angefragt wie es bei der DB mit Ersatzteilgewinnung aussieht. Es werden alle Ersatzteile ausgebaut um andere Loks am laufen zuhalten. So ein Schwachsinn. Hat mal alle 192 Loks der Baureihe 150 wegen Ersatzteilen für 2 Museumsloks ausgeschlachtet und zerlegt? Nein. Die Loks sind teilweise aus eigener Kraft bis zum Bender gefahren. Ihr könnt das nennen wie ihr wollt. Ich nenne das Schwachsinn und kriminell. Wenn man alle nicht benötigten Loks aller brauchbaren Teile berauben würde, wären manche Baureihen weitere 2 Jahrzehnte unterwegst. Aber das passt ja nicht in das Profil der Börsenbahn, und Herrn Jäzorn schon gar nicht. So viel zum Thema weit günstigere neue einheitliche Baureihen. Wenn man so Ersatzteile beschaft, wie beschrieben, braucht man sich nicht wundern das das über lang oder kurz sau teuer wird. Wenn man doch alle Loks aller brauchbaren Teile berauben würde, wären die Kosten wesentlich geringer. Wie gesagt: Börsenbahn.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2273#more-2273
Man darf nicht etwas verkaufen, was einem nicht gehört, dass wäre Diebstahl und müsste von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden. Die Bahn ist mit steuergeldern finanziert und aufgebaut worden, allein hier schon auf solche Gedanken zu kommen, müsste mit Haftstrafen und operativen Maßnahmen geahndet werden, wird hier in diesem Land alles privatisiert dann wird es Zeit gemäss Grundgesetzt Widerstand zu leisten, wenn politisch nichts zum Erfolg führt, dann müssen eben notfals andere Maßnahmen greifen.
Hallo Gerhard,
Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat, in dem staatliche Maßnahmen nicht auf der Willkür einzelner, sondern auf sehr konkreten Rechtsnormen fußt, die demokratisch legitimiert sind.
Viele Grüße
Peter
Einfach mal grundlegend: Es geht bei der Bahn zunächst nicht um die wirtschaftliche Rentabilität oder die Befriedigung anderer betriebswirtschaftlicher Kennziffern, sondern darum, Mobilität zu gewährleisten (Artikel 87e Abs. 4 GG). Dies ist der Verfassungsauftrag, dem sich alle weiteren Aktivitäten unterordnen müssen. Es handelt sich um eine hoheitliche Aufgabe, für die wir alle Steuern zahlen (und schon viele Jahre gezahlt haben). Dass dieses Ziel auch wirtschaftlich solide erreicht werden kann, zeigen Beispiele unserer Nachbarn - hier insbesondere die Schweiz. Dass im Gegenzug eine Privatisierung für die Bürger zumeist massive Nachteile bringt, zeigt nicht nur das Beispiel Großbritannien, sondern auch der Blick auf andere ehemals öffentliche Unternehmen, von der Post bis zur Energieversorgung. Insofern ist die Privatisierung der Bahn letztlich ein Akt, der mit Betrug und Diebstahl gleichgesetzt werden muss. Und noch etwas: Politiker sind Vertreter des Volkes und vertreten dessen Anliegen (zumindest ist das ihre Aufgabe). Wenn der weitaus größte Teil der Bevölkerung einer Privatisierung nicht zustimmt, so erübrigt sich m. E. jegliche weitere Diskussion. Um dies zu beurteilen, benötigt man kein Verkehrswesen-Studium und keine Debatte über weltweite Logistik-Ströme, sondern einfach nur ein wenig gesunden Menschenverstand.
Hallo Peter II,
ohne den kalten Kaffee wieder hochzukochen, nochmal ein paar grundlegende Anmerkungen:
- Die Erfüllung des staatlichen Gemeinwohlauftrags ist ohne Zweifel auch in Zukunft in gewährleistet. Regionalisierungsmittel, Baukostenzuschüsse und Instandhaltungsmittel werden auch in Zukunft weiter in vollem Umfang fließen. Positiv sind die Bemühungen, diese Mittel zu verstetigen, damit nicht wieder (wie Ende 2003 passiert) mal eben die längst eingeplanten Mittel unter laufenden Baustellen um gut ein Drittel gekürzt werden.
- Auch in der Schweiz wird öffentlicher Personenverkehr bezuschusst, wenn auch in einem (bezogen auf die Verkehrleistung) geringen Maße. Mir ist weiterhin kein Beispiel bekannt, in dem sich ein größeres ÖPNV-Netz in Europa selbstständig tragen würde. In Deutschland liegt die Kostendeckung durch Fahrgeldeinnahmen gerade mal zwischen einem Drittel und der Hälfte.
- Wenn man eine grundsätzliche, komplexe Frage wie die Kapitalmarktprivatisierung der Bahn durch einen einfachen Vergleich betrachten will, kann man auch nach Japan und nach Italien gucken. Im Reich der Mittel wurde die ehemals staatliche Bahn Ende der 1980er zerschlagen und vollständig an die Börse gebracht. Dem Ruf des schnellen, pünktlichen Shinkansen-Systems hat das offenbar nicht geschadet. In Italien hingegen sprach der neue Chef der staatlichen Trenitalia zum Amtsantritt letztes Jahr ganz offen davon, dass der Laden im Prinzip Pleite ist.
Ich möchte ausdrücklich davor warnen, komplexe Fragestellungen mit zwei Beispielen in einem Satz abzuhandeln. Ich weiß nicht, ob die Kapitalprivatisierung letztlich zu befürworten oder abzulehenen ist (ich bin hier, um mir dazu eine Meinung zu bilden), aber durch Zweizeiler werden wir hier sicher keine brauchbare, ausgewogene Lösung finden. - Die Kritik an der Post kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Vorletzte Woche habe ich zwei Pakete zu jeweils über 20 Kilo zu knapp vier Euro verschickt. Die guten Stücke waren am nächsten Tag an einer anderen Ecke Deutschlands. Die Briefporti blieben darüber hinaus ziemlich stabil. Gleichzeitig, und das sollte besonders betont werden, ist die ehemals träge Behörde heute das größte Logistikunternehmen der Welt. In vielen Ländern wäre man auf so etwas stolz.
Also: Was übersehe ich hier? - Mit der Energieversorgungen habe ich mich noch nicht vertieft auseinandergesetzt. Grund zur Unzufriedenheit hatte ich bis dato jedoch noch nicht. Soweit ich, am Rande, die Diskussionen an der Ecke mitbekomme, hängt es im Wesentlichen an der konkreten Ausgestaltung von Markt und Wettbewerb. Genau hoffe ich, dass auch im Bereich des Bahn-Börsengangs eine ausgewogene, vielschichtige und differenzierte Diskussion erfolgen wird.
Viele Grüße
Peter
....na endlich mal einer der es verstanden hat.....Zitat"Insofern ist die Privatisierung der Bahn letztlich ein Akt, der mit Betrug und Diebstahl gleichgesetzt werden muss. Und noch etwas: Politiker sind Vertreter des Volkes und vertreten dessen Anliegen (zumindest ist das ihre Aufgabe). Wenn der weitaus größte Teil der Bevölkerung einer Privatisierung nicht zustimmt, so erübrigt sich m. E. jegliche weitere Diskussion. " Zitat ende
Man möge einmal bedenken, was in einer energiekritischen Phase an Aufwendungen nötig wäre, die entsprechenden Wegerechte, die bisher uraltes Überlassungsrecht sind oder mit Steuermitteln gekauft wurden, zurückzuerwerben. Das Eigentum der Bahn ist heute unschätzbar und eigentlich nicht zu beziffern. Ich arbeite zur Zeit für die Bahn und die Folgen der bisherigen Politik sind jedem Bahner und "Zulieferer" täglich sichtbar.Unermessliches Volkseigentum darf nicht für kurzfristigen Erlös verschleudert werden. Irgendwann einmal werden wir alle dafür teuer bezahlen. Abgesehen vom öffentlichen Versorgungsauftrag, der es eigentlich jedem ermöglichen müßte, sich innerhalb der deutschen Länder mit der Bahn fortbewegen zu können, weil alle anderen Angebote teurer sind. Ha, ha, ha.
Hallo Peter, Du schreibst: „Mir ist weiterhin kein Beispiel bekannt, in dem sich ein größeres ÖPNV-Netz in Europa selbständig tragen würde. In Deutschland liegt die Kostendeckung durch Fahrgeldeinnahmen gerade mal zwischen einem Drittel und der Hälfte.“ Genauso ist es. Kein Schienensystem (und kein anders Verkehrssystem) trägt sich selbst. Daraus Gewinne machen zu wollen, ist absurd. Die Bahn ist per se nicht dazu geeignet und auch nicht dazu bestimmt, Gewinne für Private oder für den Staat abzuwerfen. Sie dient unser aller Mobilität. Das ist auch in Japan nicht anders: In Japan wurden 1987 nur die lukrativsten Teile der ehemaligen Staatsbahn JNR privatisiert. Das Kerngeschäft der Schiene macht Verluste; die Schiene verliert weiter Marktanteile. Gewinne werden nur beim Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen den Ballungszentren gemacht. Die Bahn in der Fläche wird abgebaut. Die japanische Gesellschaft hatte von dem ganzen Vorhaben nur Nachteile, die Investoren und ihre Berater den Rahm.
Hallo Carl-Friedrich,
Danke für deinen sachlichen Beitrag. Es freut mich, aus den laufenden Diskussionen zunehmend mehr mitnehmen zu können. Vor allem merke ich, dass ich mir die Beispiele England und Japan bei nächster Gelegenheit einmal intensiver ansehen werde müssen.
Mein Hinweis auf nicht kostendeckende Netze bezog sich den Nahverkehr. Dieser wird auch in Zukunft mehr als zur Hälfte aus staatlichen Mitteln gedeckt werden. Ein junger, aber offenbar zunehmend besser funktionierender Wettbewerb sorgt hier auch dafür, dass der Platzhirsch DB -- bei zurückgehenden Marktanteilen -- sich anstrengen und beweisen muss, um Aufträge von den Ländern und Zweckverbänden zu bekommen. Wer, in einem inzwischen wohl weitgehend fairen und durchgehenden Wettbewerb, das beste Angebot macht, kann auch guten Gewissens eine Rendite daraus ziehen.
Die Deutsche Bahn in ihrer heutigen Form mag dazu geeignet sein, teilweise an den Kapitalmarkt zu gehen, nachdem inzwischen offenbar alle Bereiche profitabel arbeiten. Die Frage des Ob und ggf. des Wie gilt es ausführlich zu diskutieren. Ich denke aber schon, dass es mittels entsprechender Rahmenbedingungen möglich sein könnte, hier eine gute Lösung zu finden.
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter, den Teil der Diskussion zum Wettbewerb schlage ich vor, in dem DeineBahn.de-Forum“ Bringt die Bahnprivatisierung mehr Wettbewerb...?“ fortzuführen. Im dortigen Kontext wird auch deutlich, dass es im Schienenverkehr keinen „jungen, aber offenbar zunehmend besser funktionierender Wettbewerb“ gibt, und erst Recht keinen „wohl weitgehend fairen und durchgehenden Wettbewerb“ der jemanden dazu legitimieren könnte, „guten Gewissens eine Rendite daraus zu ziehen.“ Daher hier nur kurz: Wir haben es bei der Ausschreibungspraxis im Nahverkehr mit einer Form der Subventionsvergabe zu tun, in der die Vergabekriterien für 10-Jahres-Monopole nicht etwa mehr Verkehr auf der Schiene, guter Service oder die umfassende und präzise Befriedigung von Mobilitiätsbedürfnisen sind. Es zählt allein der (keineswegs volkswirtschaftlich gerechnete) Preis. Da die meisten Kosten fix sind, kann nur billig sein, wer sich verkalkuliert oder seine Leute schlecht bezahlt.
Hallo Peter, auch Deine Aussage, bei der Bahn würden „inzwischen offenbar alle Bereiche profitabel arbeiten“ ist unzutreffend. Die Bahn weist im April 2007 ganz fleissig Gewinne von 1,6 Milliarden Euro aus. Diese Gewinne resultieren allerdings aus dem zu 70% bezuschussten Nahverkehr, der Logistik und aus Immoblienverkäufen. In der Summe hat die DB AG im gleichen Geschäftsjahr ca. 10 Milliarden Euro an Zuschüssen erhalten, für Baukosten, Regionalisierungsmittel, Pensionen und Anteile an Gehältern. Seit 1994 hat sie zudem 20 Milliarden Euro Schulden gemacht, im Schnitt 1,6 Milliarden Euro jährlich, siehe dazu auch die Stellungnahme des ehemaligen DB-Vorstands und jetzigen Berliner Finanzsenators Sarrazin (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1126371) Die DB ist – wie jede Bahn, wie jeder Verkehrsträger – defizitär. Dass sie dreimal mehr Geld verbrät pro km als z.B. die Schweiz bei schlechterer Erfüllung ihrer Aufgaben (mehr Verkehr auf die Schiene, umfassende und präzise Befriedigung der Mobilitiätsbedürfnisse) ist Schuld der Politik, die sie gewähren lässt.
Wer im März die "Aktuelle Stunde" im Bundestag zum Gesetzentwurf aus dem Haus Tiefensee verfolgt hat, muss in tiefste Depression verfallen, wenn er glaubt, die Interessen der Bahnkunden und der Staatsbürger seien bei den Abgeordneten in besten Händen. Bei einigen Rednern hatte man den Eindruck, sie hätten sich noch nie auch nur einen Deut um die vielen gewichtigen Argumente gekümmert, die gegen diese missgeburtliche Gesetzeskonstruktion sprechen. Schließlich hat die DB schon manchem Politiker, der in die Plenumsbütt geschickt wurde und im Hintergrund zwischen Parlament, Fraktion, Ministeriumdie und Bahn die Weichen gestellt hat,ein feines Auskommen im Konzern geboten. Wenn jetzt qua Fraktionszwang schon wieder die andern MdBs von dieser Art von "Fachleuten" zu einer solchen Jahrhundertentscheidung gedrängt werden, wird der "Börsengang" der DB zu einem weiteren Paradebeispiel für die Politkverdrossenheit der resignierenden Bundesbürger.
Das Verschenken der Bahn an den Raubtier- kapitalismus wäre ein weiterer krimineller Akt (Veruntreuung von Volksvermögen) der Politiker. Verschenken deshalb, weil allein die Grundstücke der Bahn ein zigfaches vom angedachten Verkaufspreis wert sind. Sollte die Bahn wirklich ("verkauft") werden, ist eines sicher, daß analog der Post der Service erheblich schlechter und die Zahl der fair bezahlten Arbeitsplätze erheblich sinken wird. Deshalb: Ohne Volksbefragung Hände weg vom Volksvermögen!
JA. Genau! Hände weg! Richtig so!
1993 ist die Bahn den ersten Schritt gegangen und wird von Bundestag und Bundesrat beschlossen. Als die Bundesbahn zur AG wird, war ein Börsengang bereits im Gespräch. Die 2. Stufe der Bahnreform folgte im Juli 1999. Der Konzern erhält AGs als Töchter. Nun ist es sinnvoll das angestrebte Ziel auch mit vereinten Kräften durchzusetzen und nicht kurz vorm Erreichen zu stagnieren. Die 3. Stufe, der Börsengang und die damit verbundene Teilprivatisierung sind unausweichlich. Nur so können die in der Vergangenheit angelegten und in die Bahn investierten Gelder auch sinnvoll in der Zukunft genutzt werden. Andernfalls waren investierte Zeit und Geld sinnlos verschwendet – Schade!
Liebe_r "kuka", Du benutzt den Terminus "Raubtier-Kapitalismus", dem ich zustimme. Dies, weil Kapitalismus immer auch Sozialdarwinismus ist. Nicht nur das: Der Kapitalismus ist seit dem letztem Jahrhundert in die Phase des verallgemeinerten Kapitalverbrechens eingetreten. Die Bahn wurde zum Transporteur für Soldaten und die "Endlösung". Wenn ich nun im Zusammenhang mit der Telekom immer wieder den Terminus "Auslagerung" höre, dann wird mir ganz schlecht. Ist dieses Land immer noch ein (h)eilig Lagerland? Menschen sind Menschen und wir dürfen nicht hinnehmen, dass Menschen "ausgelagert" werden. Viele Existenzen, Familien geraten immer mehr in Not und wir müssen jetzt solidarisch und kämpferisch zusammenrücken! Deshalb meine Bitte: Unterstützt den Streik der Telekom-Belegschaft! Und unterstützt bitte auch die Proteste der Menschen mit Migrationshintergrund gegen geplante Abschiebungen bzw. die Verschärfung des Ausländergesetzes ! Wir müssen wieder zu einer sektorenübergreifenden, kämpferischen Klasse werden, die auch die Standortkonkurrenz nicht mehr mitmacht! http://tk-it.verdi.de/ http://hier.geblieben.net/
Hier noch ein Link zum Telekom-Streik: http://tk-it.verdi.de/telekom_kampagne_2007 Sprecht mit Freund_innen, Nachbar_innen, Bekannten und Verwandten und organisiert sie! Vielleicht sollten wir ja auch ein "Bündnis Telekom für Alle" aufbauen? Mit herzlichen und kämpferischen verdi-Grüßen, Angelika
Hallo Thomas, bei Deinem Fahrplan zur Börse bist Du einer PR-Kampagne der FROGS (Friends Of Gerhard Schröder) aufgesessen. Es gibt keinen logischen Pfad zur Privatisierung. 1993 haben bis auf die FDP alle Parteien beteuert, sie wollten keine Privatisierung der Bahn. In der SPD gibt es bis heute keinen einzigen Partei-Beschluss zur Bahnprivatisierung. Auch die CDU, noch mehr die CSU sieht zumindest die Verschleuderung des Netzes sehr kritisch, von Regierungskreisen mal abgesehen. In der Bevölkerung sind 71 % dagegen. Das investierte Geld, von dem Du sprichst, wurde der Bahn nicht für einen Börsengang gegeben, sondern zum Erhalt und Ausbau unser aller Mobilität. Dass die DB AG deratig unkontrolliert mit unserem Geld umgeht, Logistik-Unternehmen weltweit einkauft und zu wenig in die Schieneninfrastruktur investiert, ist ein Fehler der Politik, der dringend korrigiert werden muss. Mit einem Teilverkauf wird der Fehler zementiert.
71% der Bevölkerung sind gegen eine Bahnprivatisierung. Woher nimmst du diese Zahl? Gibt es noch andere Quellen, außer dieser Seite? http://www.zukunftmobil.de/aktuelles/aktuelles/umfrage-teilprivatisierung.html 64% der Bevölkerung sind dagegen, dass die Politik in Alltagsgeschäfte der Bahn eingreift. 51% sagen, dass der Staat für einen fairen Wettbewerb sorgen, aber nicht selbst eine Bahn betreiben soll und 58% erhoffen sich besseren Service...
Die 71 % sind das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage vom vergangenen November. Im Gegensatz zu den Daten der berlinpolis-Umfrage, aus der Du zitiertst, sind die Zahlen öffentlich: http://www.bahn-fuer-alle.de/media/docs/presse/bahnumfrage-emnid.pdf sie wurden damals umfassend in der Presse rezipiert. Leugnen hilft nicht...
@Thomas: Du zitierst die Umfrage leider nicht vollständig. Aus den veröffentlichten Zahlen geht klar hervor: Die Mehrheit erwartet _keine_ Vorteile einer Privatisierung. Nur 27 Prozent meinen, dass dadurch Arbeitsplätze gesichert werden. Lediglich 36 Prozent glauben, dass die Preise sinken werden, 42 Prozent meinen, die Steuerzahler würden entlastet. Eine überwiegende Mehrheit erwartet also nicht, dass diese Vorteile eintreten würden. Eine knappe Mehrheit von 58 Prozent hofft, dass Service und Kundenorientierung der Bahn besser würden. Wohl wegen dieser Kritik am Service wünschen 29 Prozent der Bevölkerung, dass die Politik in die Alltagsgeschäfte der Bahn eingreift. Damit geht fast jeder Dritte noch über den Auftrag des Grundgesetzes hinaus, nachdem der Bund eine Verantwortung für angemessene und gute Schienenverkehrsangebote und für das Schienennetz hat.
Hallo Jungs, es macht wirklich Spaß, euch seit ein paar Tagen beim "Statistiken-Gesundbeten" zu beobachten. In Rostock brennt die Luft, weil die Fuzzies von Attac die Situation mal wieder total unterschätzt haben und hier vor laufenden Kameras die "Gutmenschen" geben, während nebenan die Autos abgefackelt werden und dann wird diskutiert, ob 58% eine knappe Mehrheit, oder nicht sind. Super, dass man sich daran als Mann/Männer tagelang abarbeiten kann. 58% sind definitiv eine klare Mehrheit und ich hoffe als jahrelang geschundene Bahnfahrerin tatsächlich auf mehr Service und vo rallem an weniger Staat in diesem Unternehmen. Ich hoffe tatsächlich, dass durch eine Privatisierung ein bisschen mehr frische Luft in den Laden kommt und sich wieder etwas anderes bewegt, als nur die Preise.
Wenn unsere Eisenbahnpioniere wüßten was Herr Mehdorn und seine Mitstreiter aus unwerem Volksbetrieb gemacht haben, und noch machen, würden sie sich im Grabe umdrehen. Denn die Eisenbahn ist ein Volksbetrieb und soll es auch zum Nutzen des Volkes bleiben. Es kann nicht sein, einige wenige über Zukunft des Betriebes entscheiden, um für sich nur Geld daraus zu ziehen. Es kann nicht sein, das Konzerne Ihren nutzen daraus ziehen, während der Kleine Arbeiter nicht einmal einen Ausflug machen kann, oder zur Arbeit kommt. Die Auswirkungen sind doch jetzt schon zu sehen. Verwahrloste Bahnhöfe, Strecken um die sich niemand mehr kümmert, zugewachsene Gleise sind jetzt schon der Alltag.
Hallo Inge K., bezüglich der frischen Luft werden sich Deine Hoffnungen bei einer Privatisierung sicher erfüllen; nämlich für eine Vielzahl von Bahn-Mitarbeitern, die an dieselbige befördert werden. Bei der Hoffnung auf mehr (besseren) Service wirst Du ebenso sicher bitterlich enttäuscht werden. Da brauchst Du Dir nur die Post anschauen. Massenweise Vernichtung fairer Arbeitsplätze und schlechterer Service. Nach einer Privatisierung geht es nur noch um Profit um jeden Preis, da bleibt für Service kein Geld mehr übrig. Übrigens, früher als es noch Kundendienst hieß, gab es noch guten Service. In diesem Sinne viele Grüsse Kurt
Hallo Kurt, die frische Luft hatte ich tatsächlich nicht so polemisch gemeint, wie du es in deiner Replik machst. Erstens sind bei der Bahn viele Mitarbeiter verbeamtet und damit quasi wohl mehr oder weniger unkündbar und zweites denke ich, dass gerade vor dem Hintergrund der neuen Preisoffensiven auch die Bahn nicht auf halbwegs qualifiziertes Personal verzichten kann. Dein Vergleich mit der Post hinkt ebenfalls ein wenig, da ich seit vielen Jahren bei der Post Kunde bin und mich zwar bisweilen über die Warteschlange bei der Telefonauskunft ärgere, das aber inzwischen wieder weitestgehend direkt am Schalter mit ausgesprochen netten, freundlich aussehenden und kompetent wirkenden Mitarbeitern regele. Die kennen mich und ich Sie, sodaß es vielleicht bisweilen auch daran hängen könnte, mit welcher "Fresse", sorry ich meine natürlich Gesichtsausdruck, man dort aufkreuzt, um eine Info zu bekommen. Kleiner Tipp am Rande.....In diesem Sinne viele Grüße, Inge.
Hallo Inge, warum den so agressiv? Ich habe mich doch in keiner weise negativ über Service-Mitarbeiter geäußert sondern nur über den Service allgemein. Deutlich schlechter ist dieser z.B. durch die erheblichen Schließungen von Post-Filialen bzw. -Agenturen sowie die Reduzierung der Briefkästen. Mit Deinen Warteschlangen bei der Telefonauskunft hast Du das Thema Telekom aufgegriffen. die haben aktuell ja vor 50.000 Mitarbeitet "auszulagern" um diese in einer neu gegründeten Firma bei mehr Arbeitsstunden geringer zu bezahlen. "TOLL!!". Der "Maneater", der sich das ausgedacht hat, bekommt dafür bestimmt eine fette Erfolgsprämie. Übrigens: Ich hatte noch nie Probleme mit Servicepersonal, selbst nicht mit zickigen oder frustrierten Finanzbeamtinnen. In diesem Sinne mit der Hoffnung auf weitere Diskussionen viele Grüße Kurt
Hallo Inge, die Preisoffensive der Bahn ist ein Fake, wenn Du das 29-Euro-Ticket meinst. Eine Karte zu dem Preis ist kaum zu bekommen - und wenn, dann wäre das Ticket mit Bahncard50 oder Sparpreis50 oft preiswerter gewesen. Vor allem, wenn Du Kinder mitnimmst. Was den Service der DB AG angeht, die bereits seit Jahren so tut, als sei sie privatisiert: Im Nahverkehr darfst Du keine Fahrscheine mehr im Zug kaufen. Das Servicepersonal soll Dich als Schwarzfahrerin behandeln, wenn Du am unfreundlichen Automaten keine Karte bekommen hast. Als nächster Schritt darf das Servicepersonal dann frische Luft schnuppern. Die Bahn setzt auf Automaten und Internetverkauf, nicht auf Servicepersonal. Beim Personal kostet das 29-Euro-Ticket nämlich 34 Euro. So sieht das aus.
Ja Leute, es kommt halt immer wieder darauf an, was man/frau daraus macht! - Oder anders gesagt - in welchem Ordnungsrahmen, mit welchen Spielregeln soll das Ganze ablaufen? Da zeigt dann eben die Erfahrung, daß WIRTSCHAFTEN an sich NICHT Aufgabe des Staates sein kann! - Jeder der mal auf "Staats-Seite" aktiv an einer "Ausschreibung" beteiligt war, weiss, was das für eine "Kugelfuhr" ist!!! - Oberstes Gebot: Gleichheit!!! - Ein Unding in wirtschaftlichen Dingen... Das EINZIGE was in eine UNabhängige!! Betreibergesellschaft überführt werden müsste ist eben das Schienennetz, welches ein naturgemäßes Monopol darstellt, da eben nicht mehrere Strecken parallel gebaut werden können. Und das dürfte ja mit der dickste Brocken an der Sache sein... Was aber wohl die Meisten übersehen, ist die Möglichkeit und gleichzeitig auch NOTwendigkeit einen entsprechenden "Ordnungsrahmen" zu schaffen, der alles in geregelte und FAIRE Bahnen! lenkt. Dazu kann sich jeder, der halbwegs denkfähig ist einiges überlegen, denn auf den Flughäfen funktioniert das ja AUCH! Und an der Art des Verkaufs könnte sicher auch och die ein oder andere Idee einfließen, damit das kein Ausverkauf sondern ein echter Verkauft wird.
Ich schlage alternativ zum Irrsinn der Bahnprivatisierung die Privatisierung einiger wichtiger Autobahnen in Deutschland vor, z.B. A1, A2, A7, A8, A9. Für Investoren wäre das vermutlich weitaus interessanter, weil da über die dann fälligen Mautgebühren richtig Kohle hereinkommt. Für den Bund wäre diese Autobahn-Privatisierung interessant, weil er mit den Milliarden-Erlösen seine alten Versprechen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, locker einlösen könnte. Doch halt, dem stehen in unserer automobilen Gesellschaft wohl gewaltige Lobbygruppen entgegen, die die Politiker in Berlin ganz schnell ausbremsen würden. Oder doch nicht?
Die A8 wird im Rahmen eines Private-Public-Partnership-Projekts ausgebaut. Für den Ausbau enthält das Konsortium dann die Mauteinnahmen über eine gewisse Zeit. Weitere PPP-Projekte sind geplant, mal gucken, wie sich das entwickelt. Übrigens ist die Bahn längst privatisiert, aber das scheint ja hier kaum jemanden zu stören. ;-)
Viele Grüße
Peter
Danke Herr Mehdorn, dass Sie in Rekordzeiten das Volkseigentum (Loks, Wagen, Immobilien,...)in Bares verwandelt haben. Der Schrottpreis liegt ja bei ~180,-€ je Tonne. Dann wollen Sie die Bahn schnell mal privatisieren und husch schon ist das Volkseigentum in Privatvermögen verwandelt. Danke danke..... das Sie mein Geld schnell mal um die Ecke bringen wollen.
... ach und noch einmal Danke für die sehr unbequemen Sitze im Nahverkehr und auch im ICE. Spätestens nach einer halben Stunde tut einem der A.... weh. Selbst die 3. Klasse hatte ergonomischere Sitze. Alles soll billig sein aber an die Kunden denkt man nicht.
... noch einmal Danke für die vielen Streckenstillegungen mit allen Mitteln. Schon eigenartig wie plötzlich Fahrpläne so gestrickt werden, dass Anschlußzüge grundsätzlich nicht erreicht werden und somit niemand mehr die Züge nutzen kann und um so unliebsame Strecken los zu werden.
... ach ich habe jemanden von der Heidelberger Druckmaschinen AG kennengelernt. Schönen Gruß, denen gehts nun wieder gut. Zitat von www.nachdenkseiten.de "...Die Etiketten ersetzen das Denken. Übrigens kennt Mehdorn die Sprach-Gebräuche meiner Heimat. Er war Chef der Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort war man durchweg heilfroh, als man ihn wieder los war....
Hallo Herr Hartmann,
Sie sind aber ein Pessimist...
Mit Mitarbeitern der Heidelberger Druckmaschinen (nicht mit denen, für die frühere Zeiten immer die besseren sind) habe ich mich vor ein paar Monaten einmal unterhalten. So undankbar war man da Herrn Mehdorn nicht. Harte Einschnitte hat er sicher gemacht, aber nun ist die Heidelberger ein gedeihendes, konsolidiertes Unternehmen, das wesentlich besser dasteht wie früher.
Ich finde es immer wieder schade zu sehen, wie wenigen Menschen offenbar die Grundzusammenhänge in dieser Diskussion bekannt sind: Streckenstilllegungen sind beispielsweise in der Regel durch die Abbestellung von Verkehrsleistungen durch den Staat geschuldet.
Die Sitze im ICE in Regionalverkehr sind übrigens in der Regel deutlich teurer als Sitze in einem durchschnittlichen Auto. Hohe Anforderungen an Lebenszeit und Vandalismus-Resitenz führten dazu, dass wir heute nicht mehr die alten Plüschsitze haben. Als Vielfahrer kann ich in des Ihre Kritik, nach einer halben Stunde würden Körperteile bereits wehtun in der Sache nicht nachvollziehen. Wenn Sie (über das Meckern hinaus) konkrete Vorschläge haben, nehme ich diese gerne auf und gebe diese an die zuständigen Unternehmen weiter. Aber Ihnen kommt es nur aufs Meckern an und früher war ohnehin alles besser, oder? ;-)
Viele Grüße aus Dresden
Peter
Hallo Peter/bigbug21, Du schreibst "Wenn Sie (über das Meckern hinaus) konkrete Vorschläge haben, nehme ich diese gerne auf und gebe diese an die zuständigen Unternehmen weiter..." Hast Du einen besonderen Draht zu "den" Unternehmen (kritisiert wurde vor allem eines)? Ich habe bei Beschwerden immer nur ein kleines Visitenkärtchen bekommen, mit einer Beschwerdestelle, die monatelang nicht antwortet. Eventuell vorhandene besondere Beziehungen würden erklären, warum Du hier, ohne Deiner eigenen Wiederholungen müde zu werden, als stetige Abwurfmaschine der DB-AG-Positionen fungierst. Nun könnte man sagen: besser einen Punching-Ball als gar keinen Gegenpart in der Diskussion. Nur reagierst Du leider nicht auf Gegenargumente. Wenn man Deine (häufig recht dünne) Privatisierungs-Propaganda einmal ein bißchen ernst nimmt und widerlegt, versprichst Du höflich, zu antworten - und tauchst ohne Antwort ab, um an anderer Stelle wieder die gleichen Behauptungen zu platzieren. Von diesem Spiel etwas enttäuscht - Carl-Friedrich
Hallo Carl-Friedrich,
Herzlichen Dank für deine Nachricht. Als Student und Vielfahrer habe ich in den letzten Jahren so einige Leute bei der DB kennengelernt. In vielen Fällen kann ich Hinweise direkt an Ansprechpartner weitergeben. Beschäftigt bin ich bei dem Haufen dennoch nicht, wenn ich mir die Personalleute von denen angucke, möchte ich dies auch nicht sein...
Übrigens habe ich keine qualifizierte Meinung, was die geplante, teilweise Kapitalprivatisierung der DB AG angeht. Im Wesentlichen versuch ich in diesem Forum auf sachlich nicht begründete Argumente hinzuweisen. Wenn wir über die Kapitalprivatisierung sprechen, sollten wir schon sauber differenzieren und argumentieren.
Im Übrigen nehme auch ich die Kommunikation der DB AG als wesentliches Problem durch alle Bereiche war. Das reicht von der Kommunikation mit dem einzelnen Kunden (geprägt von Textbausteinen, die all zu oft am Thema vorbeiführen) bis hoch zur Unternehmenskommunikation.
Vollkommen Recht muss ich deiner Kritik geben, dass ich nicht -- wie letzten Monat versprochen -- auf sachliche Antworten reagiert habe. Ich schreibe mir das in meinen Terminkalender und will mal gucken, ob ich am Mittwoch auf einer längeren Zugfahrt dazu komme, in der notwendigen Ausführlichkeit zu antworten.
Viele Grüße
Peter
Hallo Peter, gib mir doch mal die paar direkten Ansprechpartner bei der Bahn, das wäre wirklich nett! Ich habe eine Handvoll Anliegen, und obwohl ich auch Vielfahrer bin, ist es mir auf meinen Reisen nicht gelungen, zu entscheidungsrelevanten Ebenen durchzudringen. Schade, dass Du Dir noch immer keine qualifizierte Meinung zu Bahnprivatisierung bilden konntest. Du hast Dich ja mit einer großen Anzahl von Beiträgen hier fragend eingebracht, und immer bist Du noch unschlüssig? Wegen der vielen sachlich nicht begründete Argumente wahrscheinlich, die Dich verwirren. Ich weiß nicht, ob ich Dir einen Tip geben darf - Du musst ihn ja nicht annehmen. Aber Du würdest Dir vielleicht leichter tun, wenn Du Deine Definition von "sachlich nicht begründet" und "nicht sauber differenziert" eingrenzt. Nimm einfach an, was andere schreiben fällt nicht von vornherein unter diese Kategorie - dann wird gleich alles viel überschaubarer. Und falls die Kategorie Dir dann gar zu leer erscheint, schieb doch probehalber einmal offizielle Verlautbarungen der DB hinein! Oder wettbewerbsgläubige Professoren! Ich habe damit schon gute Erfahrungen gemacht.
In Nordhessen ist es wieder soweit. Es drohen Streckenstillegungen und eine geplante Wiederinbetriebnahme einer Schienenstrecke ist geplatzt. So lange nicht nur bei den Bahnvorständen sondern auch bei Politikern (fast)jeglicher Couleur die vorgebliche betriebswirtschaftliche Rationalität das Denken und Handeln bestimmt, sieht es für die Bahn schlecht aus. Egal ob privatisiert oder in öffentlicher Hand. Die Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass in privater Hand, Service, Sicherheit und Pünktlichkeit sich nicht verbessern, eher im Gegenteil. Wer allein Ingenieuren und Betriebswirten die Bahn überlässt, muss sich nicht wundern, wenn Bahnkunden nach wie vor Beförderungsfälle sind. Eine Reform an Haupt- und Gliedern mit mehr Personal, besseren Bahnhöfen und einem Schienennetz, das die Bezeichnung Netz tatsächlich verdient, ist unabdingbare Voraussetzung. Und bezahlbar, wenn die Mittel für die verschiedenen Verkehrsträger vor allem vom Auto auf die Schiene umgeleitet werden. Und wenn die verfügbaren Mittel aus unsinnigen, immens teuren Höchstgeschwindigkeitsstrecken in das Netz der Fläche umgeleitet werden. Ansonsten Bye, Bye Bahn.
Diese Diskussion lief nun viele Tage lang mit vielen interessanten Beiträgen. Sie wird nun geschlossen. Vielen Dank für Deine Beiträge!
Wir wollen die Diskussionen auf DeineBahn.de künftig an aktuellen Themen orientieren, um frischen Argumenten mehr Chancen zu geben. Wir laden zu diesen aktuellen Diskussionen
ein:
Was ist Schienenverkehr im Allgemeinwohl?
Ist so etwas wie das Eigentumssicherungsmodell schon einmal gescheitert?











Das Gemeinwohl am 18.03.2007 08:22
Von wegen Demokratie! Der finanzmarktgesteuerte Kapitalismus beeinflusst die Politik stärker als Vernunft und Wahlvolk. Es wird Zeit, dass sich grundsätzlich etwas in diesem Land ändert!