Unternehmen die Deutsche Bahn und ihr Besitzer, der Bund, zu wenig für den regionalen Bahnverkehr?
60 Prozent des Netzes sind regional, 80 Prozent des Bahnverkehrs findet im Regionalbereich statt. Die Deutsche Bahn AG hat den regionalen Güterverkehr faktisch aufgegeben, trotz großartiger Perspektiven. Mehr dazu hier
Dieser Meinung muss ich widersprechen! Die DB AG will mit allem Kasse machen, was sich irgendwie dafür anbietet... Deshalb mag Sie die Bahnhofsmission nicht so sehr, das sind zwar liebe nette Ordensschwestern die meist für wenig Geld was für die menshcen tun, und solch perversen Hobbies stehen bei Mehdorn, Tiefensee % Partnern auf der Abschussliste. Der Nahverkehr wurde und wird seit Beginn der Bahnreform hochsubventioniert und wenn es nach dem Willen vieler an diesem Geschäft Beteiligter ginge, könte doppelt siviel Geld darein fliessen. Das bringt den Kunden mitunter wenig, wenn sündhaft teure elektronische Stellwerke die letzten Bahner vor Ort verdrängen (wie in 2 Monaten im Odenwald) oder gute aber nicht mehr taufrische Triebwagen verschrottet werden, damit der immer noch eher geringe Nahverkehr ausschliesslich von Neubaufahrzeugen bedient werden kann. Viel Geld bedeutet nicht automatisch viel gute Qualität für die Kunden. Bei dieser DB AG bedeutet es oft leider Abzocke. Es bedeutet weiterhin viel zu teuere Fahrpreise bei den Einzelfahrscheinen und damit auch eine viel zu geringe Inanspruchnahme der Bahn. Da musste und muss ein Riegel vorgeschoben werden, die Kürzung der regionalisierungsmittel war und ist ein notweniger Warnschuss. Gruss Thomas
Bahnprivatisierung Allgemein. Ich bin der Meinung " Schuster bleib bei bei dein Leisten" Was ich da mit meine ist, die Deutsche Bahn sollte kein Global Player sein und das Geld in Ausländische Geschäfte stecken sondern in das Deutsche Gleis Netz und Bahnhöfe stecken. Wieviele Bahnhöhe oder Haltestellen sind für Rollstuhl fahrer unzugänglich ?
Oft hört man, daß unter der Bahnprivatisierung besonders der Regionalverkehr leiden wird, weil eine an der Börse verkaufte Bahn fast ausschließlich in den lukrativen Fernverkehr investiert. Dazu gibt es folgendes Gegenargument eines SPD-Abgeordneten: >>Die Bahn AG erwirtschaftet den größten Teil ihres Gewinnes im Regionalverkehr, hier natürlich bedingt durch die Regionalisierungsmittel, die der Bund über die Länder zur Verfügung stellt. Erst seit kurzem ist auch der Fernverkehr in der Gewinnzone.<< Ich spitze jetzt mal bewußt zu: Heißt das, daß der Regionalverkehr für die privatisierte Bahn das große Geschäft ist, und wir uns deshalb beim Börsengang keine Sorgen wegen Stillegung und Ausdünnung des Regionalverkehrs machen müssen, vorrausgesetzt, die Regionalisierungsmittel fließen weiter? Was meint Ihr dazu?
@thomas Das mag zwar soweit alles stimmen was du sagst aber vorallem die gelder der subventionierung der nahverkehrsstrecken, scheinen bei der bahn irgendwo anders zu versickern. Wie kann es sonst sein, das a.) seit die bahn die bahn ag ist schließen immer mehr nahverkehrs strecken bzw. fahren weniger züge. gerade in abgelegene gebiete in denen die leute die bahn gerade am dringensten bräuchten und b) immer mehr private bahnunternehmen den nahverkehrsbereich übernehmen - aber ganz ehrlich momentan sind mir in unserem gebiet die privaten züge lieber, die sind sauberer und auch schöner eingerichtet und fahren öfters als die liebe db und neue züge bei der DB im nahverkehr kann man genauso suchen (zumindest auf sog. nebenstrecken) wie die die hundekacke im 3 sterne essen.
Die Bahn muss in Staatshand bleiben und das sollte auch das Volk durch seine Wahl mit entscheiden sollen. Bei der Privatiserung sehe ich ein Fahrkartenwirrwar kommen as ich hier mal an einem kleinem Beispiel preis geben möchte und warne davor das kleine ländliche Regionen abgekoppelt werden könnten. In diesem Zusammenhang habe ich mir mal einen Verbesserungsvorschlag erlaubt. Was ist wenn ich von Hamburg nach St.Peter Ording usw fahren will, da gibt es nämlich schon heute mehrere Anbieter.Das heisst im ungünstigenfall muss ich drei verschiedene Fahrscheine kaufen. Schon heute realisiert sich die Schwierigkeit darin, dass es nicht mehr möglich ist per Bahn direkt mit einem Ticket nach Büsum zu fahren, wo der Nutzer des Wochendetickets Zuzahlung leisten muss, weil einige Firmen das Ticket nicht anerkennen.Aus diesem Grund sollte die Bahn staatlich belassen werden, und wir sollten wie es heute in Polen der Fall ist verschiedene Zugprodukte haben, die meinetwegen auch teilprivatisiert aber mit einem Bundesfahrschein nutzbar abgefahren werden kann. Ein InterRegioNetz wie es in den 90er Jahren ergänzt mit einem kleinen D-Zug Netz welcher von den entlegenden ländlichen Regionen wie zum Beispiel Ueckermünde via Berlin nach Hannover seine Fahrt aufnehmen kann. ? Ein guter Service ein guter Zug der neben Grossraum auch Abteile für beide Klassen bieten kann , sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sollten dem doch Rechnung tragen oder ? Ich finde als Beispiel das 6 € für 100 km ein fairer Preis sind. Was haltet ihr von solchen Überlegungen ?
Regionaler Bahnverkehr richtet sich zunächst nach dem "Regionalisierungsgesetz" von 1993. Es sind die Bundesländer, die ihre Verkehrsplanungen machen und dabei die regionalen Bahnlinien stärken, schwächen oder vernichten können. In NRW gab es bei der letzten Verkehrsplanung, der IGVP 06/07, eine totale Schieflage zu Gunsten des Straßenverkehrs. Zahlreiche Bahnlinien wurden aus der Planung geworfen, Stilllegungen erfolgten, Bahnstrecken werden zurzeit entwidmet und damit vernichtet. Die Bewertungsdaten der meisten regionalen Bahnlinien sind tatsächlich aber erheblich besser als politisch gewollt. Der Bund stellt die Regionalisierungsmittel zur Verfügung, hat aber nur wenig Einfluss auf den tat- sächlichen regionalen Bahnverkehr der Bundesländer. Im Prinzip gilt aber: Je mehr Regionalisierungsmittel, um so mehr und besserer Bahnverkehr kann in den Regionen angeboten werden. Will der Bund mehr Schienenverkehr in den Regionen,z.B. wegen Klimaschutz, muss das auch klar und deutlich und genau mit den Bundesländern abgestimmt werden.
Die DB AG beeinflusst die Länder bei ihren Regionalverkehrsbestellungen massiv, zum Beispiel durch: * Trassenpreise: Da will die DB Geld verdienen und erhöht die Preise. die müssen die Länder bezahlen, die dafür Verbindungen abbestellen. * Gleiszustand: Wo die Schienen auf einem Stand von anno dazumal sind, kann einfach kein guter Verkehr angeboten werden. Die DB investiert zu wenig ins Regionalnetz, viel zu viel auf die Hochgeschwindigkeitsstrecken. Die Länder können also nicht frei über den Nahverkehr entscheiden, sondern sind von der DB AG abhängig, die den Nahverkehr nicht im Allgemeinwohlinteresse, sondern nur im Gewinninteresse betrachtent!
In Stichworten: Die Trassenpreise werden zukünftig durch die Bundesnetzagentur geprüft und müssen durch diese genehmigt werden. Zum Gleiszustand: Eine Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung wird hier erstmals eine recht weitreichende Transparenz schaffen. Zum Nahverkehr: Der wird über Regionalisierungsmittel des Bundes von den Ländern unmittelbar oder mittelbar bestellt. Daran verändert sich durch die Kapitalprivatisierung der Bahn nichts. Viele Grüße -- Peter
Peter, lies doch mal, was die anderen schreiben bevor Du die siebte Wiederholung gibst! Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung sind nicht dumm (hätte es schon die vergangenen zehn Jahre geben können), aber dazu braucht es keine Privatisierung...
Die Deutsche Bahn hat eklatante Netzprobleme. Bereits heute stößt diese an die Grenzen des Machbarenmehrverkehrs. Inzwischen wachsen die LA-Stellen wie Pilze, der Netzzustandsbericht ist ein Witz, Vergeudung des Papiers. Der Börsengang hat schreckliche Folgen für die Schiene: Der letzte Zug wird reihenweise in der Fläche fahren. Um es mal mit Mehdorns blumigen Worten auszudrücken: Die BAhn ist eine Rose. Um das zu bekommen, was wir heute haben und haben wollen musste man viele kleine Nebenäste abknipsen.... Das ist die Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG. Und ehrlich gesagt macht das keinen guten Eindruck. Im Gegenteil. Die Bahn denkt bereits jetzt über die Stilllegung von 14000(!) Kilometer Schiene nach. Für die die immer den Nahverkehr als Kassenschlager der DB anführen: Klar, über die Regionalisierungsmittel wird die DB bereits heute subventioniert. Im Gegenzug macht die Bahn nichts für das Bestandsnetz. Immer mehr Prestigebauten die kein Mensch braucht. Die NBS Köln-Frankfurt wird niemals wieder die Summen einfahren, die sie gekostet hat. Andernfalls müssten für die nächsten 10-15 Jahre alle 5 Minuten Züge über die Strecke fahren. Berliner Hbf wurde auch teurer als geplant, genauso die ABS bzw. NBS (München)-Ingolstadt-Nürnberg. Gleichzeitig verschrottet die Bahn Jahr für Jahr mehr als 300 Loks, entspricht praktisch jedem Tag eine Lok. Der Service ist bescheiden, die Regionalisierungsmittel werden gekürzt. Gleichzeitig wundert man sich dann über Streckenabbestellungen und Stillegungen.
@Ursula: Genau, diese Fragen sind weitgehend unabhängig von einer Kapitalprivatisierung der Bahn.
Hallo, ich habe heute in der Frankfurter Rundschau die Stellungnahme von Herrn Tiefensee zur Bahnreform gelesen. Ich hätte gerne eine Antwort auf die Frage: Was sagen die Provatisierungsablehner zu seiner Frage: Woher das Kapital nehmen, um weltweit konkurrenzfähig zu bleiben, wenn nicht von reichen Privatleuten? Sehen wir nicht das Problem ein wenig zu national? Ich hätte auch die Sorge, dass ausländische, von deutscher Politik nicht kontrollierbare Konzerne die Bahn "freundschaftlich" übernehmen und das zu ihren Bedingungen, die keineswegs bahnkundenfreundlich sind. Funktioniert das Bürgerbahnkonzept der Schweiz nicht deshalb so gut, weil die Schweiz ein kleines Land ist? Um es klar zu sagen: Ich bin ein leidenschaftlicher Bahnfahrer und kenne die Gefahren der Privatisierung öffentlicher Einrichtungen. Gruß von Hans-Jörg aus Mittelfranken/Bayern
Hallo Hans-Jörg, gute Frage! Herr Tiefensee möchte also etwas konkurrenzfähig machen. Eine konkurrenzfähige Bahn, ist das eine Bahn die Konzerne auf der ganzen Welt aufkaufen kann? Dann sind wir schon soweit... Konkurrenzfähigkeit ist meiner Auffassung nach nur eine Wortblase. Was konkurriert denn da? Schienenverkehr mit Auto- und Luftverkehr? Da hilft kein Kapital, sondern nur Verkehrspolitik. Oder konkurriert der Preis pro Schieneneinheitskilometer der DB AG mit dem der Schweizer SBB? Da siehts schlecht aus für die DB AG: Pro gefahrenen Kilometer zahlen Staat bzw. Kunde und Steuerzahler hier fast dreimal mehr als in der Schweiz. Das wird nach einem Verkauf der Bahn genauso bleiben, so sehen es alle Verträge und Vertragsentwürfe (LuV) mit der DB AG vor. Die laufenden Kosten für das System Bahn werden jedes Jahr so hoch bleiben, wie der Einmalerlös durch den Verkauf beträgt! Nicht die Bahn braucht frisches Kapital (ist das alte schon Gammelkapital?) - das Kapital auf den internationalen Finanzmärkten braucht Anlagemöglichkeiten! Aber wir verkaufen nicht :-)
Tiefensee erzählt viel wenn der Tag lang ist. Wenn ich mir den Gesetzentwurf teilweise durchlese, kommt es mir echt vor als will der mich für bescheuert erklären und mich veräppeln. "Konkurrenzfähig" ist in der Tat nur eine Worthülse. Fakt ist; Vater Staat kann sich entweder die Bundeswehr oder die Bahn AG leisten. Beides geht nicht mehr. Und faktisch hat man die DB AG schon längst abgeschrieben. Da kam '94 der Zusammenschluss von DR und DB gerade recht, um das "Schuldenmonster" Bundesbahn endgültig in die "Freiheit" zu entlassen... Immer verschleudert die Bahn ruhig. Wir sprechen uns in 30 oder 40 Jagren noch einmal. Denn bis jetzt wiederholte sich die Geschichte immer wieder: Nach jeder Privatisierten Bahn kam über kurz oder lang wieder eine Staatsbahn. Von daher könnte man sich die Diskussion sparen.
Leider stelle ich fest, dass der Service der Bahn auf Regionalstrecken in den letzten Jahren zwar zum Teil exklusiver wurde (mit Getränkeautomat und allerlei Schnickschnack) aber der Service für möglichst viel Mobilität überall eingeschränkt wurde. Der Regionalverkehr und die Bereitstellung von Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger ist offensichtlich nicht das, worauf die Bahn setzt. Unter DB-Lounges und immer nobleren Zügen für Reiche und einen Service wie im FLugzeug leidet der Nahverkehr stark. wenn wir nicht weiter in die Klimakatastrophe reinschlittern wollen, müssen wir weg vom Autpfahren, wo immer das möglich ist. Wenn Züge vor allem im Nahverkehr zu selte fahren und es für finanziell schwächere Menschen keine ausreichenden Ermäßigungen gibt, muss auf das Auto zurückgegriffen werden. Ich halte es für die Pflicht der Bahn in Staatseigentum sowohl für einen ausreichend befahrene und bezahlbare Regionalzüge zu sorgen sowie dafür zu werben, dieses Angebot mehr zu nutzen.
Wenn ich mir hier vor Ort die Regionalbahn,die Bahnhöfe, die Gleisanlagen, absichtlich heruntergekommene und einsturzgefährdete Brücken (Lauterbach/Vogelsbergkreis) Gießen-Fulda - Fulda-Gießen anschaue, dann, ja dann komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Fahre selber die Strecke Lauterbach Fulda-Frankfurt mit der Bahn und zurück, an Verkommenheit nicht mehr zu überbieten. Die Bahnprivatissierung wird zwnagsläufif zu Stillegungen kommen und der Zerfall allgemein öffentlichen Eigentums absichtlich zunichte gemacht. Wolfgang Bastian Rheinstraße 35 D-36341 Lauterbach www.ngo-online.de/reg/?R=VB Redaktion Vogelsberger Online Zeitung
Also ich kann dem Herrn Bastian nur zustimmen (ich komme auch aus der Gegend), die Bahn versucht vor allem zu klotzen (ICE, World Logistik etc.). Dabei wäre weniger mehr! Kürzlich habe ich einen interessanten Vortrag zum Thema Schmalspurbahn gehört. Der Referent hatte vorgetragen, dass mit diesem Schienensystem auch in der Fläche wirtschaftlich gefahren werden könne und dazu der Platzbedarf etwa 1/3 einer Bundesstraße betägt! Dazu sind die Kosten für Gleise und Bahnanlagen geringer als bei der Normalspur. Es gibt meiner Ansicht nach innovative Lösungen, aber man muss sie eben suchen! Grüße aus Fulda
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Wie weiter mit der Bahn nach dem der Beschluss des SPD-Bundesparteitags?
Wie kann die Deutsche Bahn sich für europäischen Verkehr aufstellen, ohne in Großmannssucht zu verfallen und Global Player zu spielen?











Judith am 16.08.2007 16:58
Für den Regionalverkehr auf der Schiene sind zwar die Länder (bzw. Verkehrsverbünde und Kommunen) zuständig. Aber der Bund gibt zu wenig Regionalisierungsmittel weiter und die Bahn gibt ihr Geld und das Geld des Bundes lieber für Fernverkehrsstrecken als für Nahverkehrsstrecken aus. Die Möglichkeiten der Nahverkehrs-Besteller sind daher höchst beschränkt; oder anders gesagt: Die DB AG boykottiert den Nahverkehr, weil sie im Hochgeschwindigeitsverkehr Kasse machen will!