Von der Bahn-Tochter DM Mobility Logistics sollen 24,9 Prozent verkauft werden. Die von der DB beauftragten Konsortialbanken rechnen jedoch nur mit Erlösen von vier bis viereinhalb Milliarden Euro. Davon darf die DB ML nur ein Drittel reinvestieren. Die Gewinnerwartungen der DB ML sind zudem auch ohne Börsenzittern kein Dividendenbrenner: Die Konsortialbank Morgan Stanley geht von 700 Millionen aus, die für Dividendenausschüttungen 2009 zur Verfügung stehen. Das wären bezogen auf das eingesetze Kapital 3,5 bis 4 Prozent. Dazu kommt, dass jeweils die Hälfte des Betriebsergebnisses in den vergangenen Jahren durch Sondererlöse zustande kam, z.B. durch milliardenschwere Verkäufe von Aurelis und Scandlines. Das ansonsten für den Löwenanteil des Gewinns verantwortliche Geschäft im Regionalverkehre steht selbst nach Aussage der Konsortialbanken unter Druck. Die Logistik, ohnehin rediteschwach, könnte im exportabhängigen Deutschland Opfer der aufziehenden Rezession in den USA werden. Wir stellen daher die Frage: Aus welchen Gründen könnten Anleger sich trotzdem für die Bahn-Aktie interesieren?
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Am 30. Mai 2008 hat der Bundestag über die Bahnprivatisierung abgestimmt - die CDU/CSU/SPD-Mehrheit stimmte dafür, ohne Vertragsdetails zu kennen oder Sicherungen für den Bahnverkehr beschlossen zu haben.
Hat sich die Bundestagsmehrheit am 30. Mai selbst entmachtet und ihren Einfluss auf den Bahnverkehr aufgegeben?
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Was denkst Du, sind die Beschäftigten der Bahn vor Entlassungen und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen durch die Privatisierung nun geschützt? Oder wird hier nur kaschiert, dass die Führungen der Gewerkschaften Transnet und GDBA eigentlich alles akzeptieren, damit die Bahn privatisiert wird?
17 Meinungen
...und wüsste, dass fast drei Viertel meiner Wähler und der Bevölkerung
gegen jede Bahnprivatisierung sind, dass den Menschen das Thema wichtig
auch für die nächste Wahl ist, dass die Bahn bessere Angebote machen muss,
dass mein Koalitionspartner CDU/CSU (und auch andere Parteien) auf eine
weit schlimmere Privatisierung drängen, als die SPD akzeptieren kann, dann
würde ich vorschlagen:
Schreib Deine Meinung!
50 Meinungen
Führt Hartmut Mehdorn als Vorstandsvorsitzender der DB AG nur den Willen des Eigentümers, der Bundesrepublik Deutschland, aus, oder ist er selbst die treibende Kraft? Ist er ein guter Chef der Bahn und hat den Bahnbetrieb vorangebracht?
Hier ist Platz für Deine Meinung, für Kommentare und Einschätzungen - aber nicht für Schmähungen oder persönliche Beleidigungen.
112 Meinungen
"An den meisten Straßenbahnhaltestellen steigen mehr Leute ein und aus als an
solchen Haltestellen eines Zuges. Aber an den Straßenbahnhaltestellen habe ich
noch nie Bahnhofsgebäude entdeckt - und keiner verlangt sie." Sagt Hartmut
Mehdorn. Seine DB AG findet die "Empfangsgebäude" nicht notwendig.
Was könnten Bahnhofsgebäude zu gutem, attraktiven Bahnverkehr beitragen?
"Wohlfühlbahnhöfe" hat sich die DB Station&Service AG zum Ziel gesetzt und
schreibt: "Die Bahnhöfe sind das Tor zur Bahn und zugleich die Visitenkarte der
Städte und Regionen. Mit ihrem Erscheinungs- und Leistungsbild tragen sie
maßgeblich zur Kundenzufriedenheit bei und bestimmen die Attraktivität der Bahn
mit."
Welche Idee dazu hast Du?
36 Meinungen
Wenn die Schieneninfrastruktur in staatlicher Hand bleibt und sich darauf verschiedene Anbieter im Wettbewerb drängeln, kann dann ein flächendeckender Schienenverkehr mit dichtem Taktverkehr und garantiertem Umstieg gewährleistet werden?
Droht bei einem solchen Trennungsmodell, dass sich private Anbieter Rosinen-Verbindungen herauspicken und andere Verbindungen gestrichen, ausgedünnt, verschlechtert werden?
40 Meinungen
Die SPD hat am 27. Oktober 2007 beschlossen, dass die Bahn bestenfalls mit
stimmrechtslosen Vorzugsaktien privatisiert werden dürfe. Der öffentliche
Auftrag wird betont, der Einfluss Privater soll ausgeschlossen bleiben. Mehr
zum Beschluss hier.
Was bedeutet das für die Bahn? Ist die Privatisierung endgültig gescheitert?
Droht die Privatisierung per Vorzugsaktie? Was will die SPD?
10 Meinungen
Die Deutsche Bahn AG kauft Firmen auf der ganzen Welt, um sich für
internationale Logistik fit zu machen. Produzenten wollten den Versand aus
einer Hand - von Tür zu Tür. Um da konkurrenzfähig zu bleiben, müsse die DB
international mitspielen und zukaufen. Geht das auch anders?
Was sagst Du dazu?
15 Meinungen
Es gibt bereits Erfahrungen mit Bahnprivatisierung. Unter anderem in Japan, Großbritannien, den USA und Schweden, aber auch in Ländern Afrikas und Südamerikas wurden öffentliche Bahnen privatisiert. (Mehr dazu hier)
Sind Folgen eines solchen Privatisierungskurses auch schon in Deutschland zu bemerken?
68 Meinungen
Manche in der SPD meinen, die Privatisierung der Deutschen Bahn AG sei nicht mehr zu verhindern und dann sollten Volksaktien ausgegeben, statt die Bahn den Interessen großer Finanzinvestoren auszusetzen. (Mehr dazu hier)
Ist das sinnvoll? Funktioniert das? Was meinst Du dazu?
25 Meinungen
60 Prozent des Netzes sind regional, 80 Prozent des Bahnverkehrs
findet im Regionalbereich statt. Die Deutsche Bahn AG hat den
regionalen Güterverkehr faktisch aufgegeben, trotz großartiger
Perspektiven. Mehr dazu
hier
19 Meinungen
Landesverbände der SPD stellen sich gegen die Bahnprivatisierung und wollen die Forderung nach einer Bahn in öffentlicher Hand ins SPD-Grundsatzprogramm schreiben. Mehr dazu hier. Doch noch vor dem Bundesparteitag vom 26. bis 28. Oktober soll das Privatisierungsgesetz vom Kabinett beschlossen und in den Bundestag eingebracht werden. Was hältst Du davon?
31 Meinungen
Der Bund gewährleistet, dass dem Wohl der Allgemeinheit bei den Verkehrsangeboten auf dem Schienennetz Rechnung getragen wird,
steht in Artikel 87e, Absatz 4 des Grundgesetzes. Mehr dazu
hier
Was ist Schienenverkehr im Allgemeinwohl? Und wie soll der Bund dieses
Interesse gewährleisten?
12 Meinungen
Lässt sich alles automatisieren? Rechnet sich dies wirklich? Wie kann die Qualität im Schienenverkehr gesichert und ausgebaut werden? Was wünschen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn? Gibt es überhaupt Raum für Ideen bei der Bahn? Oder regiert hier vor allem der Rotstift?
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Wie beantwortest Du diese Frage: hier das Diskussionsforum zum Thema Wettbewerb.
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Am 3. Mai ist es soweit: der Dokumentarfilm von Herdolor Lorenz und Leslie Franke kommt in die Kinos. DeineBahn.de möchte allen die den Film gesehen haben, die Möglichkeit geben ihre 'Filmkritik' oder ihr 'Filmlob' mitzuteilen. Schreibt einfach hier eure Kommentare.
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Rund 100 Milliarden Euro ist die Deutsche Bahn AG wert. Der Gesamtkonzern inklusive 34.000 km Schienen, 5.500 Bahnhöfen und weiterem Eigentum wird auf 140 bis 220 Milliarden Euro geschätzt. Für nicht einmal 15 Milliarden Euro soll all dies an Großinvestoren verscherbelt werden.
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Statt mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen, nahm seit der Bahnreform der Kfz-Verkehr auf der Straße zu. Die Verkehrsleistung im Fernverkehr der Bahn AG ist auf dem Stand von 1993. Mit der weiteren Privatisierung wird diese Entwicklungen fortgesetzt.
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Mit rund 220.000 Mitarbeitern ist der DB-Konzern einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Das schreibt der Bahnvorstand und sagt damit auch, dass er seit 1994 mehr als 125.000 Mitarbeiter entlassen hat. Mit der geplanten Zerschlagung des Konzerns sind entscheidende Verschlechterungen für alle Beschäftigten vorprogrammiert.
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